06. November 2021 / 16:23 Uhr

„Viel gearbeitet und nicht belohnt“ - BSG Chemie Leipzig unterliegt mit 0:1

„Viel gearbeitet und nicht belohnt“ - BSG Chemie Leipzig unterliegt mit 0:1

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
Stefan Karau (BSG 3) gege Berk Inaler (Altglienicke #13)
Ein Spiel bei dem der Kampf und Einsatz im Vordergrund stand Chemie Leipzigs Stefan Karau im Zweikampf mit Berk Inaler. © Christian Modla
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Freud und Leid lagen bei Familie Brügmann an diesem Samstag nah beieinander: Während Florian in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt vom Platz musste, traf sein Bruder Felix in der 66 Minute zum 1:0 für die VSG Altglienicke und sicherte damit den knappen Auswärtserfolg.

Leipzig. Ein teilweise sehr zähes Spiel sahen die 3052 Fans der BSG Chemie Leipzig im Alfred-Kunze-Sportpark am Samstagnachmittag. Die Gäste der VSG Altglienicke nutzten hingegen ihre Chance und siegten durch einen Treffer von Felix Brügmann. Sein Bruder Florian hingegen verletzte sich in der ersten Hälfte und musste vom Platz transportiert werden.

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Chemies Florian Brügmann muss verletzt vom Feld

Chemie-Coach Miroslav Jagatic bot Dennis Mast und Alexander Bury erstmals in der Startformation auf. Die Stürmer Florian Kirstein und Florian Brügmann versuchten die Altglienicker Innenverteidigung um Philipp Zeiger und Tim Häussler in Bedrängnis zu überwinden und bestenfalls zu überwinden. Einzig es gelang nicht. Der Tabellensechste aus Berlin setzte die Leutzscher zu Beginn unter Druck, zwingende Möglichkeiten waren aber Mangelware. Ein erstes Raunen ging nach 30 Minuten durch den "AKS" als Dennis Jäpels Schuss knapp am VSG-Tor vorbei ging. Sieben Minuten später besaß auch die VSG ihre erste wirklich zwingende Chance. Noch vor dem Pausentee mussten die Verantwortlichen tief durchatmen: Leistungsträger Florian Brügmann musste mit einer Knöchelverletzung vom Platz gebracht werden. Für ihn kam Timo Maurer ins Spiel. Chancen konnten auf beiden Seiten nicht mehr erarbeitet werden. In die Halbzeit ging es mit einem 0:0.

JETZT Durchklicken: Die Bilder von der 0:1-Niederlage der Leutzscher!

Erneuter Rückschlag für die BSG Chemie Leipzig: Die Elf von Trainer Miroslav Jagatic unterlag der VSG Altglienicke mit 0:1. Zur Galerie
Erneuter Rückschlag für die BSG Chemie Leipzig: Die Elf von Trainer Miroslav Jagatic unterlag der VSG Altglienicke mit 0:1. ©

In der Pause konnte aus der Kunstauktion für das Leutzscher Flutlicht für den Verein Tüpfelhausen eine Spende über 5700 Euro übergeben werden. Tüpfelhausen organisiert unter anderem das Internationale Fußballjugendturnier um den Max und Leo Bartfeld-Pokal. Ohne personellen Wechsel ging es weiter in die zweite Hälfte. Die VSG drückt zur Führung und prüft in der 56. Minute Benjamin Bellot, Hüthers Ball konnte der Keeper der BSG aber erfolgreich parieren. Die Berliner drückten weiter auf den ersten Treffer und belohnten sich: Mittelstürmer Felix Brügmann traf in der 66. Minute zur Führung

Doppelwechsel bei der BSG: Benjamin Schmidt und Manuel Wajer ersetzen Dennis Mast und Tarek Reinhardt. Chemie drehte nun auf und drückte die VSG in die eigene Spielhälfte. Allerdings gehen die Schüsse von Alexander Bury am Tor vorbei. In der Schlussphase ersetzt Anton Kanther den ausgepumpten Denis Jäpel. „Kopf hoch, kommt“ feuert Chemiekapitän Stefan Karau seine Vordermänner an, doch es sollte nicht mehr reichen. Zu viele Fehler und Ungenauigkeiten bestimmten das Spiel der BSG Chemie Leipzig.

Chemie fehlt die offensive Durchschlagskraft - VSG-Coach Heine zufrieden mit kompakter Spielweise

„Viel gearbeitet und nicht belohnt“, so fasst Florian Kirstein die Begegnung in einen Satz zusammen. Dennis Mast hat sich über sein Startelfdebüt sehr gefreut. Einen Schwachpunkt sah er in der zu geringen offensiven Durchschlagskraft, freut sich aber sehr auf das Derby in zwei Wochen gegen Lok.

Karsten Heine, Trainer der Gäste, freute sich über die drei Punkte nach zwei Niederlagen in Folge. Sein Team hatte wenig Möglichkeiten zugelassen und agierte aus einer kompakten Defensive. Miroslav Jagatic sah in den ersten 45 Minuten zwei Mannschaften, die sich neutralisierten und ein „Pingpong-Tor“ in der zweiten Halbzeit, in der sich sein Team wesentlich mehr vorgenommen hatte. Die schlechten Bodenverhältnisse wollte er für die Niederlage nicht gelten lassen. „Irgendwann werden wir uns belohnen, wir sind Chemiker“, lautete sein Resümee. Nächstes Wochenende geht es gegen den Dresdner SC im Achtelfinale des Sachsenpokals.