21. Dezember 2020 / 23:00 Uhr

Viel Lob für Gerhardt: Aber er will seinen Wolfsburg-Vertrag nicht verlängern

Viel Lob für Gerhardt: Aber er will seinen Wolfsburg-Vertrag nicht verlängern

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Szene aus dem Spiel VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart
Szene aus dem Spiel VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart © Roland Hermstein
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Bleibt er? Geht er? Der Vertrag von Yannick Gerhardt beim VfL Wolfsburg läuft im Sommer aus. Kommt es schon im Winter zur Trennung? Oder wird der Kontrakt verlängert? Alles offen!

Fünf kurzfristige Corona-Ausfälle - und dennoch ein Sieg beim Jahresfinale der Bundesliga. Das 1:0 des VfL Wolfsburg gegen Stuttgart habe gezeigt, "dass die Mannschaft leistungsbereit ist, egal wie die Umstände sind und welche Störfaktoren es gibt", freute sich Manager Jörg Schmadtke. Und wie zuvor schon Trainer Oliver Glasner hob er einen Spieler hervor: Yannick Gerhardt. Der Dauer-Reservist nutzte sein Chance - aber es ist nicht auszuschließen, dass es eines seiner letzten Spiele für den VfL war.

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Gerhardts Vertrag läuft am Saisonende aus, Schmadtke möchte mit dem 26-Jährigen gern über eine Verlängerung reden. Doch der Mittelfeldmann sträubt sich, denn er ist bei Trainer Oliver Glasner selten erste Wahl. Dennoch sagt Schmadtke: "Wir sind von seiner sportlichen Leistungsfähigkeit überzeugt und glauben, dass er für uns sportlich wertvoll bleibt. Die Frage ist, ob er das genauso einschätzt. Derzeit ist er noch nicht so überzeugt..."

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Heißt im Klartext: Gerhardt will seinen Vertrag aktuell nicht verlängern. Will der VfL bei einem Abgang des Ex-Kölners noch eine Ablöse kassieren, müsste er ihn im Januar-Transferfenster verkaufen. So lange gibt der VfL ihm und sich noch Zeit, für die für Schmadtke "beste Option" - nämlich eine Verlängerung. Entscheidet er sich bis dahin nicht für einen Verbleib, ist ein sofortiger Abschied ein Thema. Schmadtke: "Darüber werden wir uns dann unterhalten müssen."

Gegen Stuttgart war Gerhardt bester VfLer - und ein Beispiel dafür, wie charakterlich stark die Mannschaft ist. Schmadtke: "Er hat ein richtig gutes Spiel hingelegt. Das ist keine Normalität, das darf man schon herausstellen. Nicht jeder, der in einer für ihn sportlich schwierigen Situation ist, reagiert so."

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In Zahlen liest sich die sportlich schwierige Situation so: Drei Bundesliga-Startelf-Einsätze, fünf Einwechslungen, vor dem Stuttgart-Spiel fünfmal 90 Minuten lang Bankhocker. Am Sonntag wurde er gebraucht, weil mit Maximilian Arnold und Xaver Schlager die beiden etatmäßigen Spieler der Doppel-Sechs in Quarantäne sind - und kam so zu seinem 100. Bundesliga-Spiel für den VfL. Trainer Glasner war mehr als zufrieden: „Ich hebe ungern einzelne Spieler hervor. Yannick hat es aber verdient, hervorgehoben zu werden. Er hat es stark gemacht und immer wieder tiefe Laufwege in den Strafraum angeboten.“

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