23. November 2021 / 12:30 Uhr

Viel Spielzeit: Mathis Mönninghoff von der BG Göttingen unter den Top 5

Viel Spielzeit: Mathis Mönninghoff von der BG Göttingen unter den Top 5

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Mathis Mönninghoff (hier gegen den Münchener Nick Weiler-Babb) gehört zu den fünf deutschen Spielern in der Liga, die von ihren Trainern die meiste Einsatzzeit bekommen.
Mathis Mönninghoff (hier gegen den Münchener Nick Weiler-Babb) gehört zu den fünf deutschen Spielern in der Liga, die von ihren Trainern die meiste Einsatzzeit bekommen. © Swen Pförtner
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Zwei WM-Qualifikationsspiele bestreitet die deutsche Basketball-Nationalmannschaft in den kommenden Tag. Auch wenn kein deutscher Spieler der BG Göttingen im Aufgebot steht, so zeigen deren Einsatzzeiten, dass Headcoach Roel Moors diese Akteure fest in seiner Rotation eingeplant hat.

Für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft stehen am Donnerstag und Sonntag die ersten Spiele der WM-Qualifikation an. Im Vorfeld der FIBA World Cup 2023 Qualifiers standen am zurückliegenden Bundesliga-Spieltag vor allem die deutschen Basketballer im Fokus. Dabei ging es natürlich um die Nominierungen des neuen Bundestrainers Gordon Herbert, aber auch um die Rolle der deutschen Spieler in den Klub-Mannschaften.

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Mathis Mönninghoff ist einer der deutschen Spieler der BG Göttingen, die in dieser Saison viel Spielzeit erhalten. Nur seine beiden US-Teamkameraden Stephen Brown (27:28 Minuten) und Kamar Baldwin (26:55) stehen noch etwas länger pro Spiel auf dem Parkett. Mönninghoff hat es mit durchschnittlich 26:28 Minuten insgesamt unter die Top 50 der Liga geschafft. Betrachtet man die deutschen Spieler isoliert, dann haben lediglich vier Akteure länger als der Veilchen-Forward gespielt.

Viel Spielzeit und viele Punkte für Sengfelder

Christian Sengfelder von Brose Bamberg bekommt von seinem Headcoach Johan Roijakkers im Schnitt 31:13 Minuten Einsatzzeit. Die nutzt er auch zum Scoring. Am vergangenen Wochenende hat er den BGer Kamar Baldwin als Topscorer der Liga abgelöst, führt mit 19,6 Punkten vor dem Amerikaner in Diensten Göttingens (19,3). Mit Robin Amaize von den Basketball Löwen Braunschweig ist ein weiterer Nationalspieler aus dem aktuellen Aufgebot in Sachen Einsatzzeit auf Platz zwei (28:54 Minuten) zu finden, dicht gefolgt von Patrick Heckmann (28:18/Bamberg) und Niklas Würzner (27:28/MLP Academics Heidelberg). Und dann kommt schon Mönninghoff.

BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen begrüßt die Entwicklung, dass immer mehr deutsche Spieler länger auf dem Feld stehen. Das vergrößere auch den Pool an möglichen Nationalspielern. Er verwies im Halbzeit-Interview bei MagentaSport während des Spiels gegen Bayern München auch auf die Rahmenbedingungen, die die Klubs bieten sollten. „Sie brauchen ein Leistungszentrum, so wie wir eines haben, qualifizierte Trainer und natürlich Kinder, die Basketball spielen.“ Im Nachwuchsbereich müsse es noch mehr in die Breite gehen. „In Göttingen direkt gibt es viele Kinder, die Basketball spielen. Wer aber ein bisschen aus Göttingen rausfährt, hat man schon Schwierigkeiten, Vereine zu finden.“ Kinder müssten nach seinem Geschmack noch viel zu weit gefahren werden, um einen Verein zu finden.

Einsatzzeit muss sich im Training erkämpft werden

Die „6+6-Regelung“, die zur Saison 2012/13 eingeführt wurde, besagt, dass auf dem Spielberichtsbogen von zwölf Profis mindestens sechs einen deutschen Pass haben müssen. Bei zehn aufgeführten Spielern müssen vier, bei elf fünf Deutsche dabei sein. Bei der BG Göttingen haben es inzwischen „viereinhalb“ Spieler in die Rotation geschafft. Neben Mönninghoff sind das Kapitän Akeem Vargas, Philipp Hartwich, Harper Kamp, der im Sommer einen deutschen Pass erhalten hat, und Haris Hujic. Der MVP der ProA der vergangenen Saison hat aufgrund einer langwierigen Verletzung noch nicht so viel Einsatzzeit erhalten. „Ich rechne aber fest mit ihm im weiteren Saisonverlauf“, so Meinertshagen, der betonte: „Die deutschen Spieler müssen sich im Training diese Einsatzzeiten ebenso erkämpfen wie die ausländischen Spieler.“

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Wie sich die deutsche Nationalmannschaft, die seit Wochenanfang gemeinsam trainiert, in den beiden Spielen der FIBA World Cup 2023 Qualifiers in Nürnberg gegen Estland (Donnerstag, 19 Uhr) und in Lublin (Polen) gegen die Gastgeber (Sonntag, 20 Uhr) schlagen, wird sich zeigen. Nicht dabei sind deutsche Spieler, deren Teams in der EuroLeague in dieser Woche noch aktiv sind und die NBA-Profis.


Für Europa nehmen 32 Teams an den World Cup Qualifiers teilen. Aus diesen 32 Teilnehmern wurden acht Gruppen mit je vier Teams ausgelost. In drei Spiel-„Fenstern“ (November 2021, Februar 2022, Juni/Juli 2022) mit jeweils zwei Spielen pro Team werden in Hin- und Rückspielen die jeweils besten drei Teams in den Gruppen ermittelt. Diese erreichen dann eine zweite Qualifikationsrunde, in der es ab August 2022 weitergeht.