18. Oktober 2021 / 12:37 Uhr

Viele Chancen, keine Tore: Der FSV 63 Luckenwalde unterliegt beim VfB Auerbach

Viele Chancen, keine Tore: Der FSV 63 Luckenwalde unterliegt beim VfB Auerbach

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Rückkehr aus dem Vogtland ohne Punktgewinn: Der FSV Luckenwalde (weiße Trikots) unterlag beim VfB Auerbach.
Rückkehr aus dem Vogtland ohne Punktgewinn: Der FSV Luckenwalde (weiße Trikots) unterlag beim VfB Auerbach. © VfB Auerbach
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Regionalliga Nordost: Der FSV 63 Luckenwalde um Trainer Michasel Braune muss im Vogtland die zweite Saisonniederlage hinnehmen.

Der Ärger saß tief, als sich der Tross auf die lange Heimreise Richtung Fläming machte, befand sich doch im Reisegepäck des FSV Luckenwalde eine unglückliche Niederlage beim Auswärtsspiel der Fußball-Regionalliga Nordost beim VfB Auerbach. „Wir haben über 90 Minuten das Spiel bestimmt“, haderte FSV-Coach Michael Braune nach dem mit 0:1 (0:0) verloren gegangenen Duell, „aus unserem Ballbesitz kommen wir in jeder Halbzeit zu drei 100-prozentigen Chancen, diese nutzen wir zum wiederholten Male nicht.“

Der VfB aus dem Vogtlandkreis im Süden des Bundeslandes Sachsen dagegen hatte durch Michail Fragkos in der 60. Spielminute vor 475 Zuschauern das entscheidende Tor erzielt. Auch FSV-Kapitän Marcel Hadel monierte anschließend: „Das war eine völlig unnötige Niederlage. Grundsätzlich war es kein gutes Spiel von uns, aber dennoch hatten wir die klareren Chancen zum Sieg. Wie es dann im Fußball so ist, wird das bestraft und wir kegeln uns den Ball mehr oder weniger selber rein.“

In Bildern: FSV Luckenwalde verliert beim VfB Auerbach.

Knappe Niederlage: Der FSV Luckenwalde (weiße Trikots) unterlag beim VfB Auerbach mit 0:1. Zur Galerie
Knappe Niederlage: Der FSV Luckenwalde (weiße Trikots) unterlag beim VfB Auerbach mit 0:1. © Verein

Der VfB hatte beim Treffer von einem Fehler in der Luckenwalder Defensive profitiert – die Überlegenheit des Konkurrenten über weite Strecken räumte man in Auerbach sportlich fair ein. „Wir freuen uns über den Sieg und wissen ihn einzuordnen – und wissen auch, dass er glücklich war“, sagte VfB-Coach Sven Köhler, dessen Team nach zwei Niederlagen in Serie im Kampf um den Klassenerhalt wieder Punkte einfuhr. Luckenwalde hatte sich im ersten Durchgang im schmucken VfB-Stadion mehrere hochkarätige Tormöglichkeiten erkämpft, Auerbach überstand die brenzligen Situationen jedoch unbeschadet.

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„Wir hatten das nötige Glück und haben uns gegen die spielstarken Gäste richtig schwer getan. Schon vor der Pause gelang es Luckenwalde immer wieder, gefährlich vor unser Tor zu kommen“, sagte Pressesprecher Marcus Schädlich. „Aber all das Pech, das wir zuletzt hatten, wandelte sich diesmal ins Glück um: Statt schon klar vor der Pause in Rückstand zu liegen und auch nach der Pause nicht ein, zwei oder drei Gegentore zu fangen, schlagen wir eiskalt zu.“

Nächstes Spiel gegen Tennis Borussia Berlin

Im Duell zweier unterschiedlicher Spielsysteme – Auerbach, das in der Schlussphase ebenfalls zu aussichtsreichen Tormöglichkeiten kam, operierte viel mit langen Pässen, das Luckenwalder Ensemble setzte auf schnelle Ballstafetten – scheiterte der FSV unmittelbar vor dem Abpfiff noch einmal am Pfosten. „Das ist auch der Grund warum wir keine Spitzenmannschaft sind, zu der uns manche machen wollen“, stellte Braune nach der zweiten Partie in Folge, in der trotz guter Chancen kein Tor gelungen war, klar. „Wir allein sind für diese Niederlage verantwortlich.“

Defensivmann Hadel sagt: „Die Welt geht jetzt zwar für uns nicht unter, aber durch den hohen Aufwand vor dem Spiel mit einer Hotelübernachtung und der langen Anreise mit einer dreieinhalbstündigen Anfahrt ist die Niederlage umso ärgerlicher. Wir wollen unbedingt oben dran bleiben und die großen Mannschaften in der Liga weiter ärgern. Das Gute ist, schon am Freitagabend zu Hause können wir es gegen Tennis Borussia wieder besser machen.“ Dann kommen die Lilaweißen aus Berlin ins Werner-Seelenbinder-Stadion, die Partie in der Kreisstadt wird um 19 Uhr angepfiffen.


FSV Luckenwalde: Thoms, Hadel (85. Kroh), Koplin, Borowski (75. Butendeich), Gottschick (63. Becker), Vierling, Schmahl, Göth, Rothenstein (75. Spreitzer), Rankic, Francisco.