12. September 2022 / 22:50 Uhr

"Viele verstecken sich dann": Weltmeister Matthäus fehlen die Typen beim FC Bayern München

"Viele verstecken sich dann": Weltmeister Matthäus fehlen die Typen beim FC Bayern München

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Müller (rechts) und Joshua Kimmich zählt Lothar Matthäus (eingeklinkt) zu den Führungsspielern beim FC Bayern. 
Thomas Müller (rechts) und Joshua Kimmich zählt Lothar Matthäus (eingeklinkt) zu den Führungsspielern beim FC Bayern.  © IMAGO/Sven Simon, Kirchner Media (Montage)
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Der FC Bayern München hinkt zumindest in der Bundesliga seiner Form hinterher: Zuletzt gab es drei Unentschieden in Folge. Nach dem Spiel gegen den VfB Stuttgart kritisierte Thomas Müller die eigene Mannschaft. Weltmeister Lothar Matthäus glaubt, dass dem Rekordmeister die Typen fehlen, wie er in seiner Kolumne bei "Sky" äußert. 

Der FC Bayern München macht in der Bundesliga gerade eine Mini-Krise durch: Das 2:2 gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Wochenende war nach dem Remis gegen Gladbach (1:1) und Union Berlin (1:1) das dritte Unentschieden in der Liga in Folge. Der Rekordmeister steht nach sechs Spieltagen nur auf Platz drei der Tabelle, zwei Punkten hinter Spitzenreiter Union.

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Das 2:2 gegen VfB hinterließ Spuren bei den Bayern, Thomas Müller war nach dem Abpfiff bedient: "Ich bin das erste Mal in dieser ganzen Spielzeit sauer - und zwar sauer auf uns selbst. Ich habe eine schöne Krawatte", sagte der Offensivspieler bei Sky. Sein Team müsse "verstehen, wenn wir jedes Spiel gewinnen wollen – und das ist unser Anspruch", dass es beim Stand von 2:1 "die letzten Minuten ans Letzte gehen" müsse. Durch einen Elfmeter von Serhou Guirassy hatten die Münchner in der Nachspielzeit noch den Ausgleich bekommen.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat Verständnis für die Müller-Reaktion. "Er ärgert sich, dass Stuttgart am Schluss überhaupt noch die Chance hatte, einen ordentlichen Ball in den Sechzehner zu spielen" schreibt der Weltmeister in seiner Kolumne für den TV-Sender Sky. "Früher hätten ein Hummels, Alaba oder Boateng dazwischen gehauen und das verhindert. Vor ein paar Jahren waren fast nur sogenannte Typen auf dem Platz bei Bayern."

Und davon haben die Bayern jetzt zu wenig, meint der Ex-Profi. "Heute hat der FC Bayern sehr talentierte Spieler, aber wenn es mal nicht läuft, fehlen der Mannschaft solche Typen. Viele verstecken sich dann oder suchen das Problem bei anderen", meint Matthäus. Mit Müller, Joshua Kimmich und Manuel Neuer sieht der Weltmeister nur drei Leader auf dem Platz. "Aber es braucht gerade in schweren oder engen Partien mehr von diesem Schlag und nicht hauptsächlich hochtalentierte Spieler."

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