29. März 2021 / 21:14 Uhr

Viele Vorschläge, keine Lösung: Sächsischer Fußball-Verband bildet Pokal-Arbeitsgruppe

Viele Vorschläge, keine Lösung: Sächsischer Fußball-Verband bildet Pokal-Arbeitsgruppe

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Verbands-Präsident Herrmann Winkler (l.) und Volkmar Beier, Vorsitzender des SFV-Spielausschusses sprechen sich für eine sportliche Beendigung des Sachsenpokals aus.
Verbands-Präsident Herrmann Winkler (l.) und Volkmar Beier, Vorsitzender des SFV-Spielausschusses sprechen sich für eine sportliche Beendigung des Sachsenpokals aus. © Thomas Kube/Ronny Belitz
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Der Sachsenpokal soll möglichst sportlich beendet werden. Bislang gibt es sehr unterschiedliche Vorschläge, wie dies erreicht werden könnte.

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Leipzig. In einer Videokonferenz haben am Montagabend die Achtelfinalisten des Fußball-Landespokals und der zuständige Sächsische Fußball-Verband (SFV) beraten, wie der Wettbewerb trotz Pandemie zu Ende gebracht, ein Landespokalsieger 2020/21 ermittelt werden kann.

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An dem Treffen nahmen alle 17 noch im Pokal befindlichen Vereine (der Radefelder SV und der Bischofswerdaer müssen noch ihr Match der 3. Runde nachholen) teil. „Es gab sehr unterschiedliche Vorstellungen, die wir heute noch nicht auf einen Nenner bringen konnten“, stellte Volkmar Beier, der Vorsitzende des SFV-Spielausschusses, fest und ergänzte „Das hatten wir auch so erwartet.“

Deshalb einigte man sich, eine Arbeitsgruppe zu bilden, in der alle Ligen der betroffenen Vereine Vertreten sind: Jeweils ein „Abgeordneter“ für die 3. Liga, für Regionalliga, Oberliga und Sachsenliga sowie ein gemeinsamer Vertreter für die Landesklasse und die Stadtliga Dresden, die durch die SG Weißig präsent ist. Der SFV wirkt in der Arbeitsgruppe freilich federführend mit.

Achtelfinale weglassen?

„Wir wollen uns umgehend zusammenfinden, sodass nächste Woche ein gangbarer Vorschlag für alle Vereine vorliegt“, gibt Beier als nächstes Ziel vor. Man wolle versuchen, alle Belange zu berücksichtigen. Wobei klar ist, dass dies keine unkomplizierte Aufgabe werden dürfte. Auf jeden Fall soll das dann beim nächsten virtuellen Treffen der Achtelfinalisten, das noch nicht genauer terminiert werden konnte, „in eine sportliche Entscheidung münden“, wie es Beier formuliert.

Verbands-Präsident Hermann Winkler bekräftigt diese Absicht: „Wir halten daran fest, eine sportliche Lösung zu finden.“ Hintergrund der Überlegungen ist, dass es wahrscheinlich schwierig wird, alle Runden bis zum angestrebten Finale am 29. Mai terminlich unterzubringen, da die Amateurvereine derzeit noch nicht einmal im Team trainieren dürfen. Deshalb hatten die Regionalligisten vorgeschlagen, das Achtelfinale auszulassen und die unterklassigen Vereine für das Ausscheiden per Beschluss finanziell abzufinden.