02. Oktober 2019 / 14:42 Uhr

"Vieles muss sich erst finden": Waspo 98 startet mit leisen Tönen in die Saison

"Vieles muss sich erst finden": Waspo 98 startet mit leisen Tönen in die Saison

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Das Waspo-Mannschaftsfoto vor der Saison 2019/20.
Das Waspo-Mannschaftsfoto vor der Saison 2019/20. © privat
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Mit einem Kaltstart geht es für die Wasserballer von Waspo 98 Hannover wieder los. Am Donnerstag (15 Uhr) trifft der Bundesligist im Supercup auf Spandau 04. Trainer Karsten Seehafer ist vor dem Pflichtspielauftakt zurückhaltend.

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„Ich bin froh, wenn wir mit dieser Mannschaft einen Titel holen. Da muss sich vieles erst finden“, sagt Mäzen und Trainer Karsten Seehafer. Waspo 98 lässt es vorsichtig angehen vor dem Saisonstart in der 1. Wasserball-Bundesliga. Am Donnerstag (15 Uhr) steht in Berlin-Schöneberg das erste Duell mit Spandau 04 an, es geht um den Supercup. „Es ist ein Kaltstart für uns, auch wenn wir gerade im Trainingslager waren“, betont Seehafer.

Es ist das erste Pflichtspiel für Waspo, der Bundesliga-Auftakt gegen Kooperationspartner White Sharks musste wegen der Reparaturarbeiten im Stadionbad verlegt werden. Auch in der Champions League hat Waspo das Heimrecht getauscht und tritt zu­nächst dreimal auswärts an. „Das Problem sind die Fluchtwege für die Zuschauer, die sind noch nicht fertig“, so Seehafer. Erst im November kann Waspo wieder Heimspiele einplanen.

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Seehafer will "keinen verheizen"

Eine Woche hat sich der Pokalsieger in Dubrovnik vorbereitet, erstmals trainierte das Team mit den Neuzugängen Petar Muslim (Olympiasieger 2012 mit Kroatien) und Ivan Nagaev (Dynamo Moskau), einem russischen Nationalspieler, zusammen. Neu ist zudem Matija Brguljan, der jüngere Bruder von Waspo-Spieler Darko. „Das hat gut gepasst. Jetzt müssen wir es ins Wasser kriegen“, sagt Seehafer. In den nächsten Monaten sollen die Talente Phillip Kubisch, Jan Rotermund, Niklas Schipper und Torwart Felix Benke integriert werden, sie kommen mit Doppelstartrecht von den Sharks. Als besonders großes Talent gilt Schipper (17).

„Wir setzen die Jungs behutsam ein, es soll keiner verheizt werden“, betont Seehafer. Auf der anderen Seite dürften die Nationalspieler froh sein, die eine oder andere Pause zu be­kom­men. „Sie haben wegen der Olympiaqualifikation eine schwierige Saison vor sich“, sagt der Coach. Moritz Schenkel und Kevin Götz sind die Auswahltorhüter des DSV, dazu kommen Julian Real und Tobias Preuß. Wieder in die Nationalmannschaft will Reiko Zech, er war für die WM nicht berücksichtigt worden.

Die Bilder vom Supercup-Gewinn der Wasserballer von Waspo 98 Hannover gegen die Wasserfreunde Spandau

Eindrücke vom Supercup-Gewinn der Wasserballer von Waspo 98 Hannover gegen Spandau. Zur Galerie
Eindrücke vom Supercup-Gewinn der Wasserballer von Waspo 98 Hannover gegen Spandau. ©
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Waspo will Spandauer Festtag verderben

Der niederländische Centerangreifer Jorn Winkelhorst ist nach einer Operation an der Hand zwar fit, wird aber geschont. Allrounder Muslim wird sich mit Ante Corusic auf dieser Position abwechseln. „Wir haben viele Optionen, das ist ganz spannend“, so Seehafer.

Die erstmals bei der WM angewandten Regeln gelten nun auch für die Bundesliga. Das Spiel wird schneller, es gibt mehr Strafzeiten und damit mehr Tore. „Das tut dem Wasserball gut“, bekräftigt Seehafer, der Spandau vor der ersten Entscheidung leicht im Vorteil sieht: „Sie sind eingespielter.“

Die Berliner haben mit dem Wohnungsbauunternehmen Gewobag einen neuen Sponsor an Land gezogen und den Russen Dimitrii Kholod (27) verpflichtet. „Damit hat Spandau drei Nicht-EU-Ausländer. Das kann ja für Stress sorgen, nur zwei dürfen spielen“, so Seehafer. In Berlin steht auch der Frauen-Supercup an, Spandau ist favorisiert. „Das soll ein Festtag werden mit Spandau als Macht, die den deutschen Wasserball beherrscht“, sagt Seehafer, „aber zum Glück sind wir ja auch noch da.“

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