13. Mai 2016 / 14:10 Uhr

„Vielleicht werden wir etwas unterschätzt"

„Vielleicht werden wir etwas unterschätzt"

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
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B-Junioren Landespokal: Die B-Junioren der SG Phönix Wildau treffen im Endspiel auf den FC Energie Cottbus.

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Die B-Junioren-Fußballer der SG Phönix Wildau treffen am Sonntag, 15. Mai, um 13  Uhr im Sportzentrum Alt Stahnsdorf, Straße des Sports 1, 15859 Storkow, im Finale des Landespokals auf den Regionalligisten FC Energie Cottbus. Im Interview mit der MAZ äußert sich der 52-jährige Trainer Heiko Wiechert unter anderem zur Stimmung im Team und wie er den großen Favoriten im Endspiel etwas ärgern will.

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Durch einen sicherlich im Vorfeld überraschenden 2:1-Sieg gegen den Regionalligisten RSV Eintracht sind Sie in das Finale eingezogen. Wie fühlen Sie sich aktuell nach dem größten Erfolg in Ihrer Trainerkarriere?

Heiko Wiechert: Ich bin immer noch überglücklich, dass meine Jungs gegen eine Regionalliga-Truppe das Halbfinale aus meiner Sicht auch verdient gewonnen haben. Das Endspiel ist für uns Zubrot, wir werden das Match gegen die Lausitzer genießen können. Wir sind natürlich klarer Außenseiter, werden uns aber sicherlich nicht kampflos geschlagen geben. Vielleicht werden wir etwas unterschätzt und können dadurch für eine weitere Überraschung sorgen.

Wie ist denn die momentane Stimmung im Team?

Wiechert: Die ganze Mannschaft ist total euphorisch, die Jungs freuen sich sehr auf das morgige Spiel gegen den namhaften Gegner. Das Team traut sich mittlerweile alles zu und brennt total auf die Begegnung. Mal sehen, was am Ende dabei herauskommt.

Kennen Sie eigentlich den Endspielgegner oder sind die Lausitzer für Sie eine unbekannte Größe?

Wiechert: Ein Spiel habe ich von den B-Junioren von Energie noch nicht gesehen, weil wir in der Landesklasse spielen und ich mich deshalb kaum mit der Regionalliga beschäftige. Klar guckt man schon auf die Tabelle und orientiert sich ein wenig, was ist möglich und was nicht. Unschlagbar ist jedenfalls keiner, vor dem Spiel steht es 0:0, also ist auch für meine Truppe alles möglich (lacht).

Mit welcher Taktik wollen Sie die Cottbuser ärgern, um eventuell selbst nach dem Spiel den Pokal in den Händen zu halten?

*Wiechert: *Wir werden auf alle Fälle defensiv sehr sicher und kompakt stehen und so lange wie möglich zu Null spielen. Diese Maßnahme ist sehr wichtig, um dem Gegner so wenige Torchancen wie möglich zu gestatten. Dann werden wir natürlich selbst versuchen, nadel­stichartige Konter zu setzen. Wenn wir ein, zwei davon in einen Torerfolg ummünzen können, dann wird Cottbus sicherlich nervös und fängt selbst an, in der Abwehr zu flattern, ähnlich wie es im Match gegen den RSV der Fall war.

Sind denn alle Ihre Akteure einsatzbereit oder gibt es Ausfälle zu verzeichnen?

*Wiechert: *Alle Spieler sind fit, alle wollen im Finale auf dem Platz stehen. Wir werden 19 Spieler in Storkow sein. Ich muss daher noch einigen Jungs vor dem Match mitteilen, dass sie nicht im Kader stehen, weil ich nur vier Mal wechseln darf. Auf alle Fälle kann ich meine beste Elf aufs Feld schicken.

Wie wichtig wird die Unterstützung der eigenen Fans sein, die euch ja schon im Halbfinale sehr lautstark angefeuert haben?

Wiechert: Diese wird sehr wichtig sein. Speziell gegen den RSV haben unsere Fans, die sich hauptsächlich aus den drei Männerteams zusammensetzen, mit ihrer Unterstützung das Team immer wieder nach vorne getrieben. Ich rechne mit sicherlich 100 Fans, die uns nach Storkow begleiten und hinter meinen Jungs stehen werden.