09. Juni 2019 / 18:18 Uhr

Vier Tore im Endspiel: Celina Engel macht den Unterschied (mit Galerie)

Vier Tore im Endspiel: Celina Engel macht den Unterschied (mit Galerie)

Knut Hagedorn
Märkische Allgemeine Zeitung
Celina Engel drehte im Kreispokal-Finale in Vehlefanz mächtig auf.
Celina Engel drehte im Kreispokal-Finale in Vehlefanz mächtig auf. © Robert Roeske
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Frauen-Kreispokal Oberhavel/Barnim: Die Mannschaft des FC 98 Hennigsdorf holt nach einem 5:3 im Finale gegen Lok Eberswalde erstmals den Titel.

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FC 98 Hennigsdorf – FSV Lok Eberswalde 5:3 (3:2). Tore: 1:0 Engel (15.), 1:1 König (25.), 1:2 Smolka (26.), 2:2, 3:2 Engel (33., 39.), 4:2 Woog (68.), 5:2 Engel (70.), 5:3 Kalisch (78.). Zuschauer: 182.

Die erst im Sommer des vergangenen Jahres gegründete Frauenmannschaft des FC 98 Hennigsdorf hat seinen ersten Pokal im Vitrinenschrank. In einem kurzweiligen und abwechslungsreichen Endspiel besiegte der FC 98 den FSV Lok Eberswalde mit 5:3. Zur Matchwinnerin avancierte dabei 98-Stürmerin Celina Engel, die vier der fünf Hennigsdorfer Tore erzielte. „Wir wussten um ihre Gefährlichkeit, leider konnten wir sie nicht entscheidend stellen und am Ende hat sie dann doch den Unterschied ausgemacht“, zeigte sich Lok-Trainer Brian Steppons aufgrund der Engel-Gala frustriert.

In Bildern: Die Frauen des FC 98 Hennigsdorf holen den Kreispokal.

Die Frauen des FC 98 Hennigsdorf setzen sich im Endspiel des Kreispokals Oberhavel/Barnim vor 188 Zuschauern in Vehlefanz mit 5:3 (3:2) gegen den FSV Lok Eberswalde durch. Die Treffer für den FC 98 erzielten Celina Engel (15., 33., 39., 70.) und Angelique Woog (68.). Für Lok waren Josefine König (25.), Anja Smolka (26.) und Anja Kalisch (77.) erfolgreich. Zur Galerie
Die Frauen des FC 98 Hennigsdorf setzen sich im Endspiel des Kreispokals Oberhavel/Barnim vor 188 Zuschauern in Vehlefanz mit 5:3 (3:2) gegen den FSV Lok Eberswalde durch. Die Treffer für den FC 98 erzielten Celina Engel (15., 33., 39., 70.) und Angelique Woog (68.). Für Lok waren Josefine König (25.), Anja Smolka (26.) und Anja Kalisch (77.) erfolgreich. © Robert Roeske
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Dabei zeigten sich die Barnimerinnen lange Zeit auf Augenhöhe und schnupperten sogar kurzzeitig am erstmaligen Pokalsieg. Nachdem Celina Engel nach 15 Minuten die Führung für den FC 98 erzielte, schlugen die Lok-Damen innerhalb von 60 Sekunden zurück und drehten die Partie. Allerdings hatte der FC 98 immer eine Antwort parat und vor allem eine Celina Engel in Topform. Die Torjägerin war es dann höchst selbst, die mit zwei weiteren Treffern erneut die Führung für ihre Farben erzielte.

Mehr zum Finaltag in Vehlefanz

Nach dem Seitenwechsel wurde die Überlegenheit der Hennigsdorferinnen aber mit fortlaufender Spieldauer immer deutlicher. Einzig die schwache Chancenverwertung seitens der FC-98-Damen und eine gute aufgelegte Sarah Fritzsche im Lok-Kasten verhinderten eine vorzeitige Entscheidung. Das 4:2 durch Woog brachte dann aber den FC 98 endgültig auf Kurs und das vierte Tor von Celina Engel zum 5:2 ließ endgültig alle Zweifel beseitigen.

FC 98 Hennigsdorf: Mönke – Epinger, Seidler, Engel (76. Steinke), Tuitjer (72. Neumann), Hahm (41. Blum), Woog (68. Simon), Peger.

FSV Lok Eberswalde: Fritzsche – Blume (53. Brandenburger), Beuster (73. Krüger), Kalisch, Annies, Smolka, Biacsi (45. Villain), König.

Die Stimmen zum Frauenfinale

Stefan Prusko, Trainer der Frauenmannschaft des FC 98 Hennigsdorf: „Ich weiß ehrlich gesagt nicht so richtig, was ich sagen soll. Wir sind alle einfach nur überglücklich. Lok Eberswalde hat alles gegeben, gerade der enge Platz kam ihnen doch deutlich entgegen. Am Ende haben wir aber verdient gewonnen und werden jetzt die Sau rauslassen. Auch wenn in der Liga noch zwei Spieltage zu spielen sind, können wir schon jetzt auf eine fantastische Saison zurückblicken.“

Brian Steppons, Trainer der Frauenmannschaft vom FSV Lok Eberswalde: „Natürlich sind wir enttäuscht. Wenn du in einem Finale stehst willst du dieses auch gewinnen. Dennoch bin ich sehr stolz auf meine Mädels. Ich glaube nur die wenigsten hätten damit gerechnet, dass wir dieses Endspiel so ausgeglichen gestalten können. Am Ende hat dann aber Celina Engel einfach den Unterschied ausgemacht. Vielen Dank an den SV Oberkrämer für einen tollen Finaltag – die Atmosphäre war klasse.“

Celina Engel, vierfache Torschützin des FC 98 Hennigsdorf: „Ich musste im Vorfeld oft an 2016 denken, als wir mit dem SV Stahl Hennigsdorf den Kreispokal gegen Klein Mutz gewonnen haben. Dass wollte ich unbedingt nochmal erleben. Dass wir es nun wirklich geschafft haben, ist einfach nur der Hammer und wir sind super glücklich. Ich habe damit gerechnet, dass Eberswalde sich anders präsentieren wird als in den Ligaspielen und sie haben uns das Leben sehr schwer gemacht. Der Sieg denke ich ist dennoch absolut verdient. Wir werden nun den Pokalsieg gebührend feiern.“

Steffen Misdziol, Spielausschussvorsitzender des Fußballkreises Oberhavel/Barnim: „Wir sind sehr zufrieden mit dem gesamten Finaltag, ein Kompliment dahingehend an die Verantwortlichen des 1. SV Oberkrämer. Sie haben alles gut vorbereitet und alles lief nahezu ideal. Zudem denke ich, haben wir zwei sehr spannende Finalspiele erlebt – was ja immer das bekannte Salz in der Suppe ist.“

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