22. März 2022 / 11:59 Uhr

Vier Vereine aus Leipzig und der Region im Finale der Ferry Porsche Challenge

Vier Vereine aus Leipzig und der Region im Finale der Ferry Porsche Challenge

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Gehören zu den nominierten regionalen Vorhaben: Projekte im Rollstuhlsport sowie im Blindenfußball.
Gehören zu den nominierten regionalen Vorhaben: Projekte im Rollstuhlsport sowie im Blindenfußball. © Modla / Kempner
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Die Ferry-Porsche-Stiftung lobt jährlich bis zu eine Million Euro für inklusive Projekte im Sport aus. Zu den 29 Bewerbern, die es anno 2022 ins Finale des Wettbewerbs geschafft haben und auf eine Förderung ihrer Vorhaben hoffen dürfen, gehören auch vier aus Leipzig und der Region. Unter ihnen der 1. FC Lok Leipzig mit seinem Blindenfußball-Team.

Leipzig. Vier Sportvereine aus Leipzig und der Region stehen im Finale der Ferry Porsche Challenge 2022. Der Wettbewerb der gleichnamigen Stiftung prämiert jährlich Vorhaben, die die Inklusion im Sport fördern. "Zahlreiche Vereine haben mit kreativen und innovativen Projekten tolle Ideen eingereicht. Für die besten Bewerbungen geht es nun auf die Zielgerade", so Sebastian Rudolph, Vorsitzender der Stiftung. Von Dezember bis Februar bewarben sich knapp 200 Vereine, 35 Prozent davon aus Sachsen. 29 Clubs stehen nun im Finale, erhalten zunächst jeweils 10.000 Euro Förderung.

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Sie stehen im Finale:

1. FC Lok Leipzig: Die Probstheidaer möchten ein spezielles Bandensystem inklusive der dafür nötig maßgefertigten Tore für ihr Blindenfußball-Team. Für den vom Club ausgerichteten Blindenfußball-Cup liehen sich die Organisatoren das entsprechende Equipment, das sowohl drinnen als auch draußen benötigt wird, bis dato stets vom Chemnitzer Team.

Leipziger Behinderten- und Rehasportverein: Der Verein möchte langfristig ein Rollstuhlsportzentrum in der Messestadt aufbauen. Damit soll neben dem Wettkampf- auch das Angebot im Breitensport erweitert werden. Aktuell sind Athletinnen und Athleten im Rollstuhlbasketball, -rugby sowie der -leichtathletik im Verein aktiv.

Gehörlosen-Sportverein Leipzig: "Hilfe zur Selbsthilfe" lautet der Titel des Projektes, bei dem es vor allem um Bildung geht. So sollen die Teilhabe von Gehörlosen an Bildungsangeboten der hörenden Sportverbände ermöglicht und neue Sportangebote geschaffen werden. Hörende Referentinnen und Referenten sowie Übungsleiterinnen und Übungsleiter sollen eine eine gebärdensprachliche Ausbildung erhalten.

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NHV Concordia Delitzsch: Der Handballclub möchte für 6- bis 15-jährige Kinder mit einer Beeinträchtigung ein Angebot im Breitensport schaffen. Geplant ist die Bildung einer eigenen Mannschaft, in der die Kids in kleinen Schritten an den Handball herangeführt werden sollen.

Insgesamt vergibt die Ferry-Porsche-Stiftung drei erste Plätze mit einem Förderbetrag von je 75.000 Euro. Ferner werden sechs zweite Plätze mit je 50.000 Euro und acht dritte Plätze mit je 25.000 Euro unterstützt. Alle Nominierten haben außerdem die Chance auf zwei mit jeweils 50.000 Euro dotierte Sonderpreise. Diese gehen an Inklusionsprojekte, die von der Jury als herausragend bewertet werden. Wer sich über die Förderung freuen darf, wird am 18. Juli verkündet.

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