31. August 2021 / 17:47 Uhr

Vierjahres-Vertrag: Abwehrtalent van de Ven wechselt nach Wolfsburg

Vierjahres-Vertrag: Abwehrtalent van de Ven wechselt nach Wolfsburg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zum VfL Wolfsburg: Micky van de Ven.
Zum VfL Wolfsburg: Micky van de Ven. © Imago Images
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Am letzten Transfertag hat der VfL Wolfsburg noch mal auf dem Transfermarkt zugeschlagen - und hat Abwehrtalent Micky van de Ven vom FC Volendam verpflichtet. Das berichten mehrere niederländische Medien.

Der Wechsel von Micky van de Ven vom FC Volendam zum VfL Wolfsburg ist so gut wie perfekt. Nach SPORTBUZZER-Informationen hat sich der Bundesliga-Klub mit dem niederländischen Zweitligisten auf einen Transfer und eine Ablöse von gut 3 Millionen Euro plus Nachzahlungen geeinigt. Der Spieler hat sich bereits am Nachmittag auf den Weg nach Niedersachsen gemacht, er bekommt beim VfL einen Vierjahres-Vertrag.

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Dem Transfer war ein Rechtsstreit vorausgegangen, der Innenverteidiger wollte gerichtlich durchsetzen, dass er für 2 Millionen Euro (das erste VfL-Angebot) nach Wolfsburg darf. Volendem wollte deutlich mehr Ablöse verlangen. Van de Ven verlor am Montag zwar den Arbeitsgerichtsprozess, sein Klub deutete aber dort bereits an, eventuell verhandlungsbereit zu sein.

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Am Dienstagvormittag tauchten plötzlich Meldungen auf, nach denen Feyenoord Rotterdam ebenfalls an van de Ven interessiert sei - möglicherweise dienten die Gerüchte aber nur dazu, noch einmal den Preis in die Höhe zu treiben. Aber van den Ven stand in Wolfsburg im Wort, und sein Verein gab schließlich nach, als der VfL das Transferangebot noch einmal erhöhte.

Im Sommer 2020 war den Wolfsburgern mit der Verpflichtung von Maxence Lacroix aus der zweiten französischen Liga aus Sochaux ein Glücksgriff gelungen, innerhalb kürzester Zeit hatte der Innenverteidiger den Sprung in die Startelf geschafft. Dem 20-jährigen van de Ven traut man nicht nur in Wolfsburg ähnliches zu. Neben Feyenoord soll auch Olympique Marseille am hoch talentierten Abwehrspieler dran gewesen sein. Van de Ven spielt seit 2013 in der Jugend des FC Volendam. Dort hatte er am 4. Oktober 2019 sein Debüt im Profi-Fußball gefeiert. Seitdem ist der junge Verteidiger, der Matthijs de Ligt von Juventus Turin (Marktwert 75 Millionen Euro) als sein Vorbild bezeichnet, aus der Volendamer Abwehr nicht mehr wegzudenken.

„Er wird in Holland als sehr großes Talent gesehen“, hatte Ex-VfL-Trainer Andries Jonker bereits im Mai über den 20-jährigen Verteidiger im Gespräch mit dem SPORTBUZZER gesagt. „Es ist gut, dass der VfL solche Spieler im Auge hat. Ich traue ihm das zu. Wenn ich an Felix Uduokhai aus meiner VfL-Zeit denke und van de Ven sehe, ist das kein so großer Unterschied. Der Junge ist groß, schnell und wendig. Ein Spieler mit großem Potenzial.“

Van de Ven kommt, Marin Pongracic wiederum ist wie erwartet zu Borussia Dortmund ausgeliehen worden. Das hatten der VfL und der BVB bereits am Dienstagmittag bekannt gegeben. Pongracic kommt für ein Jahr auf Leihbasis zum deutschen Pokalsieger. Im kommenden Sommer verfügt der BVB dann über eine Kaufoption in Höhe von 12 Millionen Euro. Borussen-Trainer Marco Rose kennt den Innenverteidiger aus gemeinsamen Zeiten bei RB Salzburg.