01. Januar 2020 / 16:07 Uhr

Vierschanzentournee: Geiger landet auf Platz zwei hinter starkem Lindvik - Kobayashi verpasst Rekord

Vierschanzentournee: Geiger landet auf Platz zwei hinter starkem Lindvik - Kobayashi verpasst Rekord

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Karl Geiger (l.) landete beim zweiten Springen der Vierschanzentournee hinter Tagessieger Marius Lindvik (Mitte) und vor Dawid Kubacki erneut auf Platz zwei.
Karl Geiger (l.) landete beim zweiten Springen der Vierschanzentournee hinter Tagessieger Marius Lindvik (Mitte) und vor Dawid Kubacki erneut auf Platz zwei. © imago images/GEPA pictures
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Karl Geiger wird auch beim zweiten Springen der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen Zweiter und macht Boden in der Gesamtwertung gut. Tagessieger Marius Lindvik stellt einen neuen Schanzenrekord. Der Gesamtführende Ryoyu Kobayashi muss einen anderen Rekord abschreiben. 

Karl Geiger hat bei der Vierschanzentournee Boden auf Spitzenreiter Ryoyu Kobayashi gutgemacht und die Hoffnungen auf den Gesamtsieg genährt. Der Oberstdorfer musste den Sieg beim Neujahrsspringen aber Marius Lindvik überlassen. Der Norweger gewann am Mittwoch in Garmisch-Partenkirchen und stellte mit seinem Sprung auf 143,5 Meter den zehn Jahre alten Schanzenrekord des Schweizers Simon Ammann ein. Zweiter und damit bester deutscher Skispringer war wie schon zum Auftakt in Oberstdorf Geiger. Vorjahressieger und Oberstdorf-Gewinner Kobayashi kam auf den vierten Platz.

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In der Gesamtwertung rückte die Spitze näher zusammen. Rang drei ging an den Polen Dawid Kubacki. Zweitbester Sportler aus dem Team von Bundestrainer Stefan Horngacher war Constantin Schmid auf dem siebten Platz. Markus Eisenbichler kam auf Rang zehn. Horngacher war angesichts drei Deutschen unter den ersten zehn Springern entsprechend begeistert: "Ein super Tag für uns." Über Geiger sagte er: "Er lässt sich nicht beirren, macht sein Ding und setzt die Sachen um, die er sich vornimmt." Der Zweitplatzierte meinte: "Das war ein perfekter Start ins neue Jahr!"

Lindvik-Sprung: "Ein bisschen Wahnsinn"

Geiger ist in diesem Jahr ein Muster an Konstanz. Der Oberstdorfer war wie im vergangenen Jahr als formstärkster Deutscher zum Schanzen-Spektakel gereist. Im Vergleich zur Vorsaison, in der er die Tournee als Elfter abschloss, kann er die Erwartungen bisher allerdings auch erfüllen. Unter blauem Himmel und unter den Augen vom früheren Alpin-Ass Felix Neureuther zeigte er bei wechselnden Bedingungen eine starke Leistung und sprang 132 sowie 141,5 Meter weit.

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„Das war wirklich ein toller Sprung“, sagte Horngacher im ZDF schon nach dem 1. Durchgang und war nach dem Wettkampf-Ende noch begeisterter. Zu Lindviks Schanzenrekord sagte der 50 Jahre alte Österreicher: „Das war schon ein bisschen Wahnsinn, was der Lindvik hier heruntergezaubert hat.“

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Kobayashi verpasst sechsten Sieg in Folge

Mit seinem Sieg verhinderte Lindvik einen Rekord. Kobayashi hätte mit einem Erfolg der erste Skispringer werden können, der sechs Wettkämpfe bei der Traditionsveranstaltung in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen nacheinander für sich entscheidet.

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