24. Oktober 2020 / 17:45 Uhr

Vierte Niederlage in Folge: Hertha BSC verspielt Führung gegen RB Leipzig

Vierte Niederlage in Folge: Hertha BSC verspielt Führung gegen RB Leipzig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jhon Cordoba erzielte die frühe Führung für Hertha BSC.
Jhon Cordoba erzielte die frühe Führung für Hertha BSC. © (c) dpa-Zentralbild
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Trotz eines couragierten Auftritts kann die Elf von Bruno Labbadia nichts Zählbares aus Leipzig mitnehmen.

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RB Leipzig setzte sich am Samstag knapp, aber verdient mit 2:1 (1:1) gegen Hertha BSC durch und holte sich Selbstvertrauen vor dem schweren Champions-League-Auswärtsspiel bei Manchester United am nächsten Mittwoch.

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Vor 999 Zuschauern, darunter auch einige Berliner Anhänger, brachte Jhon Cordoba die Gäste nach einem Konter in der achten Minute in Führung. Nur drei Minuten später markierte Dayot Upamecano mit seinem ersten Bundesliga-Tor seit Mai 2018 den Ausgleich. Dem eingewechselten Marcel Sabitzer gelang mit einem Foulelfmeter (77.) der Siegtreffer. Der erst zur Halbzeit eingewechselte Deyovaisio Zeefuik musste in der 50. Minute nach zwei Fouls gegen Christopher Nkunku wieder vom Platz. Es war die drittschnellste Gelb-Rote Karte der Bundesliga-Geschichte.

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Ein hartes Stück Arbeit für RB Leipzig: Dank eines Elfmeter-Treffers von Marcel Sabitzer gewannen die Jungs von Julian Nagelsmann mit 2:1 gegen Hertha BSC. Zur Galerie
Ein hartes Stück Arbeit für RB Leipzig: Dank eines Elfmeter-Treffers von Marcel Sabitzer gewannen die Jungs von Julian Nagelsmann mit 2:1 gegen Hertha BSC. ©

RB war im Vergleich zum vorigen Bundesligaspiel beim FC Augsburg (2:0) zu Umstellungen in der Abwehr gezwungen. Lukas Klostermann hatte sich in Augsburg am Knie verletzt und musste operiert werden, Marcel Halstenberg fehlte wegen eines Trauerfalls in der Familie. Für sie spielten wie erwartet Willi Orban und Benjamin Henrichs. Überraschend war, dass Nagelsmann neben Alexander Sörloth auch den weiteren Neuzugang Justin Kluivert für Yussuf Poulsen und Dani Olmo in die Startformation stellte. Bei Hertha rückte Omar Alderete rückte kurzfristig für Marvin Plattenhardt ins Team und gab damit sein Pflichtspieldebüt.

Die Umstellungen bekamen dem Leipziger Spiel lange Zeit nicht. Henrichs wirkte total verunsichert, Sörloth kannte bei seinen Abspielen die Laufwege der Teamkollegen nicht und Kluivert fiel zunächst nur durch Schwalben auf. In der achten Minute hatte er dennoch eine gute Chance, die Hertha-Schlussmann Alexander Schwolow mit gutem Reflex vereitelte. Aus dem anschließenden Eckball entwickelte sich die Gäste-Führung. Die Leipziger kamen nicht schnell genug zurück, die Hertha spielte klug den Konter aus und Cordoba hatte keine Mühe, zu seinem dritten Auswärtstor dieser Saison zu vollenden.

Auf der Gegenseite resultierte der Ausgleich aus einem Standard. Eine Freistoßflanke köpfte Nordi Mukiele an die Latte, Upamecano tanzte danach drei Hertha-Verteidiger aus und schoss den Ball kompromisslos unter die Latte. Danach hatten die Gastgeber bis zur Pause noch mehrfach die Führung auf dem Fuß. Emil Forsberg (31., 43.) und Kevin Kampl (45.+1) verpassten jedoch das 2:1.

Die Berliner blieben durch Konter gefährlich, bei denen die Leipziger Abwehr sehr unsicher wirkte. Dodi Lukebakio, Cordoba und der frühere Leipziger Matheus Cunha beschäftigten die Deckung intensiv und hatten vor allem auch gegen Willi Orban deutliche Schnelligkeitsvorteile. Die zweite Halbzeit begann wie die erste: Wieder schaltete Hertha nach einem Leipziger Standard schnell um, nur diesmal blieb RB-Torhüter Peter Gulacsi Sieger gegen Cunha (48.).

Nach dem Platzverweis gegen Zeefuik verlegte sich Hertha noch mehr auf das Verteidigen des Unentschiedens und ließ nur wenige RB-Möglichkeiten zu. Zwar brachten die eingewechselten Olmo, Poulsen und Sabitzer neuen Schwung, im Strafraum aber war gegen die Hertha-Abwehr oft Endstation. Ein Foul von Cordoba an Orban brachte Hertha dann um den Lohn für den couragierten Auftritt.