08. November 2020 / 18:29 Uhr

Viertelfinale des DVV-Pokals: Volleyballerinnen des Dresdner SC treffen auf Suhl

Viertelfinale des DVV-Pokals: Volleyballerinnen des Dresdner SC treffen auf Suhl

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Die Volleyballerinnen des Dresdner SC um Coach Waibl müssen im Pokal gegen Suhl ran.
Die Volleyballerinnen des Dresdner SC um Coach Waibl müssen im Pokal gegen Suhl ran. © Steffen Manig
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VfB Suhl: Das ist der kommende Gegner des DSC im Pokal. Derweil will der SC Potsdam gegen Festlegungen vorgehen und erwägt sogar den Pokalrückzug.

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Dresden. Während die DSC-Volleyballerinnen an diesem Wochenende fleißig trainiert haben, ging inzwischen das Achtelfinale im DVV-Pokal über die Bühne. Und nun steht fest, dass der deutsche Pokalsieger, der für die Runde der letzten Acht gesetzt war, im Viertelfinale auf den VfB Suhl trifft. Die Thüringerinnen setzten sich gegen den VC Wiesbaden mit 3:1 durch.

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Wie der DVV und die Volleyball-Liga in der vorigen Woche bekanntgaben, finden Viertel- und Halbfinale am 18./19. November in Turnierform statt. Demnach tritt der DSC in Schwerin an. Sollten die Elbestädterinnen gewinnen, dann wäre Gastgeber Schwerin oder Aachen im Halbfinale der Gegner. DSC-Trainer Alexander Waibl meint zum Gegner: „Suhl ist auf jeden Fall ein gefährlicher Gegner, da müssen wir schon echt aufpassen.“ In der Liga gewannen seine Schützlinge zuletzt in der Wolfsgrube mit 3:1.

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Wirbel um Turnierorte

Allerdings sorgen der neue Pokalmodus und die Festlegung der Turnierorte – als zweiter Schauplatz wurde Stuttgart bestimmt – jetzt für Wirbel und für großen Unmut beim SC Potsdam, der postwendend eine öffentliche Erklärung abgab. Darin heißt es: „Über die Straffung der Spielrunden wurden sich alle Teams bei der Arbeitskreissitzung am 27.10.2020 einig. In dieser Sitzung wurde weder über die jeweiligen Austragungsorte abgestimmt, noch wurde hier zugestimmt. Es standen mehrere Spielorte zur Auswahl. Seitens der Volleyball Bundesliga wurden mit Veröffentlichung am gestrigen Tag, die Spielorte Schwerin und Stuttgart festgelegt, ohne dies mit allen teilnehmenden Sportclubs abzustimmen oder diese vorab zu informieren. Mit großer Verwunderung haben wir dies erstmal zur Kenntnis genommen.“

Hintergrund des Ärgers in Potsdam ist die Tatsache, dass die Schützlinge von Guillermo Hernandez zwar im Viertelfinale gegen Münster/Vilsbiburg auswärts antreten müssten, aber im entscheidenden Halbfinale – möglicherweise gegen Stuttgart - Heimrecht hätten. Deshalb fordern die Potsdamerinnen: „Aus unserer Sicht müssen die Austragungsorte öffentlich ausgelost werden, um allen Pokalteilnehmern die gleichen Chancen zu ermöglichen. Wir, als SC Potsdam, sehen uns hier absolut benachteiligt und von Fairness sind wir in diesem Fall weit entfernt. Gerade in so einer schwierigen Zeit des Sports, sollten ALLE darauf achten, gemeinsam faire Lösungen zu schaffen.“

Rechtliche Schritte?

Und sie kündigen an (Rechtschreibung übernommen): „Wir werden die Entscheidung über die Austragungsorte nicht akzeptieren, behalten uns rechtliche Schritte vor und ziehen einen Rückzug vom DVV Pokal in Erwägung. Das DVV Pokal Finale, ist das Volleyball-Highlight in Deutschland. Zum einen aus finanzieller Sicht und zum anderen ist er von der Medienwirksamkeit für die Finalisten von sehr großer Bedeutung und unschätzbarem Wert. Aus diesem Grund werden wir die Festlegung der Austragungsorte nicht akzeptieren.“

Alexander Waibl meint zur Festlegung der Turnierorte: „Für uns ist es okay, da wir ohnehin Viertel- und Halbfinale auswärts spielen müssten. Den Ärger und Unmut von Potsdam aber kann ich absolut nachvollziehen. Schließlich ist ihnen damit das Heimrecht im möglichen Halbfinale genommen worden. Da wäre ein Losverfahren auf jeden Fall gerechter.“