25. Juni 2020 / 18:10 Uhr

Viertelfinale im Kreispokal: Derbys, „Königsmörder“ und ein neuer Titelträger

Viertelfinale im Kreispokal: Derbys, „Königsmörder“ und ein neuer Titelträger

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Symbolbild © dpa
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Das Viertelfinale im Muldentaler Kreispokal steht an! TuS Pegau muss erneut zu einem zukünftigen Staffel-Gegner, in der Naunhofer Clade kommt es zum Derby und auch zwischen Otterwisch und Klinga-Ammelshain kommt es zum Regionalduell. Die Zweite von FA Wurzen empfängt Einheit Frohburg.

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Der Pokalverteidiger kann sich früher als erwartet vollständig auf das kommende Spieljahr vorbereiten. Mit dem Ausscheiden des noch amtierenden Titelträgers Bornaer SV steht fest, dass im Fußball-Kreispokal der Männer in Kürze ein neuer Champion gekürt wird. Acht Kandidaten machen sich warm, um am kommenden Wochenende auf dem Weg zum Triumph die nächste Hürde Viertelfinale zu überspringen.

TuS Pegau – SV Ostrau

Der „Königsmörder“ TuS Pegau steht noch immer unter dem positiven Eindruck des absolut überraschenden 2:1-Erfolges gegen die Bornaer. 75 Zuschauer erlebten als „Zaungäste“ eine sehenswerte Begegnung ohne erkennbaren Klassenunterschied, welche alle Erwartungen erfüllte. Am Samstag ab 15 Uhr peilen die Elsterstädter als Meister der Kreisliga A-West und Kreisoberligaaufsteiger gegen ihren zukünftigen Staffel-Kontrahenten SV Ostrau (schloss die Saison als Tabellendritter ab) den nächsten Husarenritt an.

Sie bauen auf der heimischen „Großen Reitbahn“ abermals auf eine stabile Abwehr, auf taktische Disziplin, auf hohen Laufaufwand, auf blitzschnelle Konter-Angriffe, auf die Treffsicherheit von Stephan Moritz und Hans Jerke (waren die erfolgreichen Schützen gegen den BSV), auf die Torgefährlichkeit unter anderem von Lucas Stacziwa, Toni Schladitz und Lucas Schulz (sorgten gegen die Bornaer immer wieder für brenzlige Situationen vor dem gegnerischen Gehäuse) sowie auf Keeper Jimmy Hartwig als sicheren Rückhalt. Wenn die Blau-Gelben die Vorgaben von Trainer Uwe Trautmann - welcher allerdings Kai Seifert wegen einer gelb-roten Karte ersetzen muss - erneut so diszipliniert umsetzten wie gegen die Wyhrastädter, sollten sie auch gegen die Gäste aus dem Jahnatal nicht chancenlos sein. Im Oktober 2011 konnten die Ostrauer sogar mit 5:0 in die Flucht geschlagen werden, danach blieb man gegen die Rand-Döbelner allerdings dreimal sieglos (1:4, 0:2, 0:0).

Einheit Frohburg – Frisch Auf Wurzen II

Genau 24 Stunden später hat der Kreisoberliga-Vierte BSV Einheit Frohburg in der Fremde die Aufgabe ATSV Frisch Auf Wurzen II (Vierter der Kreisliga A-Ost) zu lösen. Der Sonntag ist für eine solch weite Auswärtsfahrt nicht unbedingt der Lieblingstag der Rennstädter, doch sie nehmen es so an. Die Reserve der Ringelnatz-Städter bestreitet ihre Heimbegegnungen eigentlich ansonsten immer samstags, doch diesmal wollten sie unbedingt erst nach dem Gottesdienst ran. Der BSV rechnet in den Reihen des Konkurrenten - welcher in seiner Liga zuletzt eine sehr ordentliche Rolle gespielt hat - im Rahmen des Möglichen mit Verstärkung von oben. Nicht nur deshalb geht der Gast die Partie im weitläufigen Stadion an der Heinrich-Heine-Straße mit großer Ernsthaftigkeit an, ohne seine Favoritenrolle in diesem Match beziehungsweise weitergehende Ambitionen im Wettbewerb leugnen zu wollen.

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SV Naunhof – TSV Großsteinberg

Wiederum am Samstag um 15 Uhr ist Derby-Time angesagt, wenn der SV Naunhof in seiner „Clade“ den Nachbarn TSV Großsteinberg empfängt. Die Hausherren machen trotz der scheinbar etwas anderes aussagenden Konstellation (im Abschlussklassement der Kreisoberliga Zehnter sowie Sechster) wohl die etwas besseren Aussichten auf das Weiterkommen geltend, denn die Gäste haben in ihren beiden Testspielen gegen Wurzen II (4:7) und in Radefeld (1:11) mächtige Defensivlücken erkennen lassen. In der Meisterschaft gab es zuletzt bei Großsteinberger Heimvorteil eine diesmal unmögliche Nullnummer, ein TSV-Erfolg gegen den SVN ist in der jüngeren Vergangenheit nicht zu verzeichnen gewesen.

Otterwischer SV – SV Klinga-Ammelshain

Ein weiteres Muldentaler Regional-Duell bestreiten am Sonntag zur gleichen Zeit der Otterwischer SV (Fünfter der Kreisliga A-West) und der SV Klinga-Ammelshain (Tabellenpendant in der Kreisoberliga). Die Konstellation spricht im Grunde genommen klar für die Mannschaft von der Autobahn. Doch der OSV will dem höherklassigen Kontrahenten im Jahn-Sportpark einen heißen Tanz liefern. Äußerst eng ging es bereits in den Punktekämpfen der Kreisliga A-Nord im Spieljahr 2017/2018 (3:2 für Otterwisch und 2:2) sowie in einem Testspiel vor knapp zwei Jahren (1:0 für Klinga) zu, die aktuelle Bilanz zwischen beiden Teams ist also völlig ausgeglichen. Ob abermalige Hochspannung garantiert ist, wird sich in den neunzig (oder mehr) Minuten zeigen.

Mittlerweile ausgelost wurden die Paarungen für das Halbfinale, welches am 04./05.Juli über die Bühne gehen wird. Zum einen werden die Sieger aus den Begegnungen Pegau gegen Ostrau und Otterwisch gegen Klinga-Ammelshain eine Vorstellung geben, um den Gastgeber für das Endspiel am Wochenende 11./12. Juli zu ermitteln. Zum anderen steht das Duell der Gewinner aus den Partien Wurzen II gegen Frohburg und Naunhof gegen Großsteinberg auf dem Programm. Unterklassige Teams würden in jedem Fall Heimrecht genießen.