19. April 2021 / 15:19 Uhr

Viertelfinale im Sachsenpokal: Chemie Leipzig gegen Zwickau, Dynamo wohl nur mit B-Elf, Freilos für Lok

Viertelfinale im Sachsenpokal: Chemie Leipzig gegen Zwickau, Dynamo wohl nur mit B-Elf, Freilos für Lok

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Bis zum Finaltag der Amateure müssen Viertel- und Halbfinale im Sachsenpokal über die Bühne gehen.
Bis zum Finaltag der Amateure müssen Viertel- und Halbfinale im Sachsenpokal über die Bühne gehen. © Imago/Picture Point
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Das Viertelfinale des Sachsenpokals hält interessante Paarungen bereit. Während sich für die BSG Chemie beim Duell mit dem FSV Zwickau quasi nichts ändert, steht der 1. FC Lok bereits im Halbfinale, ohne antreten zu müssen. Die SG Dynamo Dresden muss dagegen mit einer Terminkollision leben und an einem Tag zwei Partien austragen.

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Leipzig. Der 1. FC Lok Leipzig steht im Halbfinale des Sachsenpokals, und zwar kampflos. Die Probstheidaer erwischten bei der Auslosung am Montagnachmittag das einzige Freilos. Schwerer wird es für die BSG Chemie. Die Leutzscher empfangen den FSV Zwickau. Im Grunde ändert sich für die Grün-Weißen auf ihrem Weg im Wettbewerb damit wenig. Denn die Westsachsen wäre auch im Achtelfinale der nächste Gegner der Elf von Coach Miroslav Jagatic gewesen. Neben dem Viertel- wurden am Montag auch die Paarungen für das Halbfinale ermittelt. Besonders für Leipzigs Fußball-Fans von Interesse: Auch in der Runde der letzten Vier kann es nicht zum Ortsderby zwischen Chemie und Lok kommen. Dies wäre, die entsprechenden Ergebnisse vorausgesetzt, erst im Finale möglich.

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Zwei Spiele an einem Tag für Dynamo

Gelost wurde in der Sportschule des Sächsischen Fußball-Verbandes in Leipzig-Abtnaundorf, aufgrund der Corona-Pandemie nicht-öffentlich. Am Lostopf stand Markus Röder vom Pokal-Sponsor Wernesgrüner. Spielausschuss-Vorsitzender Volkmar Beier und Pokalleiter Ulrich Günther überwachten den Ablauf. Alle Beteiligten hatten sich zuvor einem Corona-Schnelltest unterziehen müssen.

Zu einer besonderen Situation wird es wohl für die SG Dynamo Dresden kommen. Denn das Viertelfinale ist für den 1. Mai terminiert. Die Schwarz-Gelben müssten beim Bischofswerdaer FV ran. Problem: Der DFB hat ebenfalls am 1. Mai einen Nachholspieltag vorgesehen, an dem auch die Elbestädter eine Partie austragen müssen. Und nun? Wie Beier im Rahmen der Auslosung erklärte, habe man mit den Dynamo-Verantwortlichen im Vorfeld bereits über diese Terminkollision gesprochen. Dabei hätten die Dresdner versichert, dass ihr Kader breit genug sei, um beide Spiele am selben Tag auszutragen. Sprich: Die SGD wird in der Liga-Partie mit der ersten Elf antreten, immerhin geht es um den Aufstieg, im Pokal lediglich mit einer Zweitauswahl. In Sachen DFB-Pokal ist das für die Kauczinski-Elf jedoch kein Problem. Als aktuell Zweiter der 3. Liga sind sie so gut wie sicher für den Wettbewerb qualifiziert und auf den Weg über den Landespokal nicht angewiesen.

Jagatic: "Ein brutal schweres Los"

Für die BSG Chemie wird eine nächste Teilnahme am Bundeswettbewerb nach 2018/19 dagegen ein herausforderndes Stück Arbeit. Das weiß auch Vorstandsvorsitzender Frank Kühne. "Es wird ein brisantes Spiel, aber da der Pokal generell nicht einfach ist, hat jeder seine Chance", sagte er am Montag gegenüber dem SPORTBUZZER. "Das letzte Testspiel gegen Havelse war da ein guter Gradmesser, die waren ja gefühlt auch ein Drittligist. Ich freue mich auf alle Fälle, dass es nun auch um etwas geht, und bin optimistisch." Die Partie gegen Havelse hatte die BSG 0:2 verloren. "Wir sehen auch unsere Chance. Sicher hat Zwickau Vorteile durch den laufenden Ligabetrieb, die stecken mittendrin in der Saison", ergänzte Sportchef Andy Müller-Papra. "Aber wir nehmen das jetzt gern und dankbar an. Wir haben ja schon bewiesen, dass wir das können – mit und auch ohne unsere Kulisse." Coach Miroslav Jagatic mochte in den Positiv-Chor nicht ohne Weiteres einstimmen. "Zwickau ist ein brutal schweres Los, aber wir wissen ja: Pokal... Vorbereitet sind wir, aber durch die vielen Verletzungen wird es schwer, eine schlagkräftige Truppe aufzustellen. Aber wir haben ja noch ein paar Tage."

Im Lostopf am Montag befanden sich nur noch die sieben Dritt- und Regionalligisten. Möglich machte das ein gemeinsamer Beschluss aller eigentlich noch 17 im Wettbewerb befindlichen Teams. Weil eine Durchführung des Sachsenpokals bis zum Finaltag der Amateure am 29. Mai nicht möglich gewesen wäre, wenn man dem Achtelfinale fortgesetzt hätte, verzichteten alle Amateurteams ab der Oberliga auf eine weitere Teilnahme. Sie erhalten dafür eine finanzielle Entschädigung. Die Entscheidung war lange umstritten. Vor allem der Dresdner SC war nur schwer von diesem Weg zu überzeugen.

Das sind die Viertelfinal-Paarungen:

BSG Chemie Leipzig vs. FSV Zwickau

Chemnitzer FC vs. VfB Auerbach

Bischofswerdaer FV vs. SG Dynamo Dresden

Freilos: 1. FC Lok Leipzig

Das sind die Halbfinal-Paarungen:

Sieger Bischofswerda - Dynamo vs. 1. FC Lok Leipzig

Sieger Chemie vs. Zwickau - Sieger Chemnitz vs. Auerbach

Mit: Jens Fuge