27. März 2020 / 19:12 Uhr

Vikings-Coach: „Wir gehören zu den Top-Teams der Liga“

Vikings-Coach: „Wir gehören zu den Top-Teams der Liga“

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Heiko Herzberg (Mitte) schwört die Spieler ein. „Die Mannschaft ist ein intaktes Team“, lobt er in seiner Saisonbilanz.
Heiko Herzberg (Mitte) schwört die Spieler ein. „Die Mannschaft ist ein intaktes Team“, lobt er in seiner Saisonbilanz. © Foto: Ralf Büchler
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Heiko Herzberg sieht noch Verbesserungsmöglichkeiten beim Volleyball-Regionalligisten Vallstedt Vechelde Vikings. Spielerisch rechnet der Trainer seine Mannschaft zwar zu den Top-Teams der Liga, aber es müsse Nachwuchsarbeit aufgebaut werden um eigene Talente zu entwickeln.

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Der vorzeitige Saisonabbruch traf die Regionalliga-Volleyballer der Vallstedt Vechelde Vikings nicht allzu hart. Lediglich die Saisonabschlusspartie gegen die als Meister feststehenden Giesen Grizzlys II entfiel. Hätten die Vikings die Partie verloren, hätten sie bis auf Rang 5 abrutschen können. So aber bleiben sie Dritter, und das entspricht auch dem Leistungsvermögen des Teams, wie Trainer Heiko Herzberg meint.

Der frühere Geschäftsführer des Volleyball-Bundesligisten Schwarz-Weiß Erfurt hatte das Traineramt kurz vor Saisonbeginn übernommen und war bewusst in den Amateurbereich hinab gewechselt. Dass er mit „anderen Rahmenbedingungen“ umgehen musste, störte ihn nicht. Dennoch gab es Enttäuschungen, aber auch positive Erfahrungen. Welche, verrät er im Saisonrückblick.

Meine Bilanz der Saison: „Für mich war die Regionalliga Neuland. Ich kannte das Niveau der Liga und der Mannschaft nicht. Nach der Saison muss ich sagen: Wir gehören zu den Top-Teams der Liga – von den sportlichen Möglichkeiten her und auch personell. Ich habe vielleicht den größten Anpassungsprozess durchgemacht. Es sind mal 13 beim Training, aber vielleicht auch mal nur drei. Es gibt keine monetäre Abhängigkeit der Spieler, sie spielen aus Spaß. Die Rahmenbedingungen sind der Liga angepasst. Aber was die Vikings bewegen, ist aller Ehren wert. Innerhalb der Liga ist das professionell.“

Mein Spieler der Saison: „Es ist schwer, einen einzelnen auszumachen. Alle haben sich individuell weiterentwickelt. Und die Mannschaft hat sich in der Rückrunde gefunden und spielerisch zugelegt. Es gibt einen guten Team-Spirit, und wir hatten zuletzt einen guten Lauf.“

Mein Pechvogel der Saison: „Torben Paetzold war vor dem Saisonstart umgeknickt und konnte die ersten Spiele nicht mitmachen. Und Oliver Wendt hatte sich während der Saison beim Kicken verletzt und war einige Spiele ausgefallen. Aber ich würde beide nicht unbedingt als Pechvögel bezeichnen. Zwar gab es immer mal ein paar Zipperlein, aber es hat sich niemand schwer verletzt.“

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Meine Enttäuschung der Saison: „Es waren zwei Spiel: Das Heimspiel gegen Schüttorf hätten wir gewinnen müssen. Stattdessen haben wir nach 2:0-Führung noch 2:3 verloren. Das hat uns weh getan. Und das Auswärtsspiel gegen Hildesheim, das wir 0:3 verloren haben, war enttäuschend. Das war blutleer. Daran erinnere ich mich ungern. Beide Spiele haben uns aus dem Rhythmus geworfen.“

Mein Highlight der Saison: „Das waren die Heimsiege gegen Ammerland und gegen GfL Hannover. Das waren spielerisch zwei Bombenpartien von uns.“

Meine Erwartungen an die kommende Saison: „Die Mannschaft ist ein intaktes Team – sportlich und menschlich. Ich hoffe, dass wir im Umfeld Verbesserungen erzielen können. Zum Beispiel, die Trainingszeiten und -tage optimieren. Das könnte eventuell auch den beruflichen Gegebenheiten einiger Spieler entgegenkommen. Wichtig ist es auf längere Sicht, den Unterbau zu verstärken. Das heißt, Nachwuchsarbeit aufzubauen und eigene Talente zu entwickeln. Was die neue Saison bringt, steht noch nicht fest. Vielleicht ändert sich die Zahl der Mannschaften und die Belastung wird größer.“

Die Zukunft des Trainers: „Ich habe noch nichts unterschrieben. Aber zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich keinen Grund, nicht zu verlängern.“

Abgänge: „Es hat noch keiner gesagt, dass er definitiv aufhört oder geht. Vielleicht tritt der eine oder andere etwas kürzer, aber das steht zurzeit noch nicht fest.“

Zugänge: „Wir haben einige Ideen, und vielleicht kommen ein oder zwei Spieler. Aber das muss dann menschlich und sportlich passen. Fest ist noch nichts.“