08. Oktober 2021 / 16:03 Uhr

Viktoria Potsdam empfängt den SV Rehbrücke zum Pokalderby an der Templiner Straße

Viktoria Potsdam empfängt den SV Rehbrücke zum Pokalderby an der Templiner Straße

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Christoph Groß (r.) ist mit vier Toren der treffsicherste Akteur von Viktoria Potsdam.
Christoph Groß (r.) ist mit vier Toren der treffsicherste Akteur von Viktoria Potsdam. © Benjamin Feller
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Kreispokal Havelland: Der verlustpunktfreie Spitzenreiter der 1. Kreisklasse A von Trainer Sven Thoß empfängt den Kreisligisten und hofft auf eine große Kulisse.

Die Zahlen lesen sich durchaus beeindruckend: Mit fünf Siegen aus fünf Spielen und einem Torverhältnis von 21:0 rangieren die Fußballer des SV Viktoria Potsdam auf Rang eins der 1. Kreisklasse A und sind der Mission Aufstieg auf einem guten Weg. Zudem hat sich die Mannschaft des jungen Potsdamer Vereins, der erst 2019 gegründet wurde, als einziger Vertreter dieser Spielklasse für die Runde der letzten 16 im Kreispokal qualifiziert. In diesem empfangen die Schützlinge von Trainer Sven Thoß am Sonntag (14 Uhr, Templiner Straße) Kreisligist SV 05 Rehbrücke.

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„Wir freuen uns auf einen schönen Pokalfight vor großer Kulisse“, sagt Thoß und erzählt von einem geplanten „Fanmarsch“ des SVR. Sportlich will der Kreisklasse-Primus dem eine Liga höher spielenden Kontrahenten ein „Duell auf Augenhöhe“ liefern, wie Thoß verspricht. Er selbst habe den kommenden Gegner am vergangenen Wochenende beim 4:2-Erfolg bei der SG Michendorf II unter die Lupe genommen und dürfte sich dabei vor allem die starke Offensive um Torjäger Marvin Hempel und Jonas Erxleben notiert haben.

Bange machen gilt bei Viktoria aber keinesfalls. Zum einen hat die Mannschaft in den erfolgreich bestrittenen Partien dieser Saison mächtig Selbstvertrauen getankt. Zum anderen hat das Team beim 2:0-Sieg in der Vorbereitung gegen Landesligist Fortuna Babelsberg gezeigt, dass eine ganze Menge Qualität im Kader steckt. „Wir sind sicherlich keine typische Kreisklassen-Truppe“, weiß der 55 Jahre alte Thoß, der in seiner Trainerlaufbahn schon in der Frauen-Bundesliga (SC Sand) und Regionalliga (Goslarer SC) an der Seitenlinie stand. „Natürlich muss man sich ein Stück weit anpassen“, gibt der Inhaber der Trainer-A-Lizenz mit Blick auf das gesunkene sportliche Niveau zu, „aber ich glaube an dieses spannende Projekt bei Viktoria und bin gespannt, wo der Verein in drei, vier oder fünf Jahren steht“.


In dieser Spielzeit habe man sich ganz klar den Aufstieg auf die Fahnen geschrieben. „Das ist das Maß aller Dinge. Natürlich wollen wir im Pokal möglichst weit kommen, aber da gehört ein bisschen Losglück dazu“, sagt Thoß, der parallel die Geschicke bei den Landesliga-Frauen von Grün-Weiss Brieselang leitet.

Beim jungen Verein aus der Landeshauptstadt lobt er vor allem die Ausgeglichenheit des Kaders um Christoph Groß. Er ist mir vier erzielten Toren der erfolgreichste Torschütze im Team und gehört neben Marten Niemeyer, Lukasz Siwak, Nico Scholz und Tilman Gohlke zu den Leistungsträgern in der jungen und hungrigen Viktoria-Mannschaft. Nicht dabei ist aktuell Routinier Christian Gerstenberger-Zange. Der 42-Jährige hatte sich Ende August eine Knieverletzung zugezogen und fällt seitdem aus. „Er ist für uns aber ein ganz wichtiger Mann – auf dem Platz und in der Kabine“, betont Thoß, der trotz des Fehlens von seinem Angreifer gegen Rehbrücke eine „offensive Ausrichtung“ verspricht.