15. April 2019 / 22:02 Uhr

Villas-Boas wird nicht Trainer des VfL Wolfsburg

Villas-Boas wird nicht Trainer des VfL Wolfsburg

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Das Trainer-Karussell: Oliver Glasner gilt als VfL-Favorit, Dieter Hecking ist eine Alternative, Pal Dardai ist kein Kandidat – und das Thema André Villas-Boas (von links) ist vom Tisch.
Das Trainer-Karussell: Oliver Glasner gilt als VfL-Favorit, Dieter Hecking ist eine Alternative, Pal Dardai ist kein Kandidat – und das Thema André Villas-Boas (von links) ist vom Tisch. © Paul Zinken/dpa
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Die Trainersuche des VfL Wolfsburg steht vor dem Abschluss. Andrés Villas-Boas ist kein Kandidat mehr, im Fokus sind zwei andere Trainer.

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Die Trainersuche des VfL geht auf die Zielgerade. In der Woche nach Ostern, so der aktuelle Stand, will Wolfsburgs Fußball-Bundesligist den Nachfolger von Bruno Labbadia präsentieren. Die Liste der Kandidaten ist in den letzten Tagen und Wochen kleiner geworden. Immer noch drauf: Oliver Glasner vom Linzer ASK. Nicht mehr drauf: Ex-Chelsea-Coach André Villas-Boas. Auch drauf: der ehemalige Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking. „Wir befinden uns auf der Zielgeraden, die Gespräche sind fast abgeschlossen“, sagte Manager und Sportgeschäftsführer Jörg Schmadtke. Eine Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen.

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Was die Sache besonders spannend macht: Seit dem Wochenende sitzen mit Hertha BSC ein weiterer Klub und mit Pal Dardai ein weiterer Trainer auf dem Karussell. Dardai soll vor dem Aus nach der Saison stehen, auch wenn das weder der Klub noch der Coach bisher bestätigt haben. Der Ungar, in Berlin seit 2015 Chefcoach, war in Wolfsburg schon einmal im Gespräch, galt 2016 als möglicher Hecking-Nachfolger, ehe Valérien Ismaël die Chefcoach-Stelle bekam. In den aktuellen Überlegungen des VfL spielt Dardai keine Rolle – auch wenn entsprechende Gerüchte am Montag schnell kursierten. Allerdings ist nicht auszuschließen, das Hertha dem VfL bei der Trainersuche in die Quere kommt. Auf jeden Fall würde ein Dardai-Aus die Anzahl der freien Stellen in der Liga erhöhen.

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Vier Vereine auf der Suche

Aktuell sind Schalke und der VfL sicher auf Trainersuche für die kommende Spielzeit, der VfB Stuttgart und Hertha BSC sehr wahrscheinlich auch. Mit Marco Rose hat sich bereits einer der möglichen VfL-Kandidaten für einen anderen Klub entschieden (Mönchengladbach), ein ähnliches Schicksal könnte den Wolfsburgern noch einmal drohen. Allerdings nicht bei Villas-Boas – denn den will der VfL nicht. Der Portugiese galt lange als „große Lösung“, lernt bereits fleißig Deutsch, hat sich mit VfL-Manager Schmadtke unterhalten und möchte nach Stationen in England, Russland und China unbedingt in die Bundesliga. Nach SPORTBUZZER-Informationen hat sich der VfL aber mittlerweile gegen den 41-Jährigen entschieden.

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Pavao Pervan: Spiel eins nach der Casteels-Diagnose - und das machte sich bemerkbar. Im Spielaufbau griff Pervan meistens zu langen Bällen. Beim 0:1 machte er sich vergeblich lang, beim 0:2 wurde er klar auf dem falschen Fuß erwischt. Im zweiten Durchgang dann aber verbessert. Note: 3 ©

Und so geraten Glasner und Hecking immer mehr in den VfL-Fokus. Klar ist seit Montag: Glasner wechselt nicht als Rose-Nachfolger zu RB Salzburg, die Tiroler stellten den bisherigen Leipzig-Co-Trainer Jesse Marsch als neuen Chefcoach vor, der US-Amerikaner bekommt einen Dreijahresvertrag. Womit die Tendenz bei Glasner eindeutig Richtung Bundesliga geht, beim VfL Wolfsburg ist er nach wie vor der Top-Kandidat, zudem soll auch der VfB Stuttgart sehr interessiert sein – und wer weiß, auf welche Ideen man in Berlin oder Gelsenkirchen noch kommt.

Hecking will Trainer bleiben

Zu diesen Ideen könnte auch Dieter Hecking gehören. Für den ehemaligen VfL-Coach, der Wolfsburg 2015 zum Pokalsieg und zur Vizemeisterschaft geführt hatte, ist am Saisonende in Mönchengladbach Schluss. Hecking ist ein erfahrener Bundesliga-Trainer und damit praktisch für jeden suchenden Verein ein Thema – auch für den VfL, der sich intern mit einer möglichen Rückkehr beschäftigt hat. Konkrete Verhandlungen mit dem 54-Jährigen gibt es (noch) nicht, allerdings steht er sowieso in regelmäßigem Austausch mit Schmadtke, die beiden sind seit gemeinsamen Tagen bei Alemannia Aachen freundschaftlich miteinander verbunden.

Am Wochenende hatte sich Hecking erstmals zu möglichen Plänen ab Sommer geäußert. „Ich werde nicht Sportdirektor in Hannover“, sagte er – und erläuterte, dass er sich „drei, vier Tage Gedanken“ um seine Zukunft gemacht habe. Ergebnis: Er sieht sich auch in der kommenden Saison als Trainer. Genug Stellen in der Liga sind ja gerade frei...

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