08. November 2021 / 19:44 Uhr

VBL-Start: Hansa eFootball will die St.-Pauli-Revanche

VBL-Start: Hansa eFootball will die St.-Pauli-Revanche

Horst Schreiber
Ostsee-Zeitung
1. Spieltag der VBL-Saison 2021/22: FC St. Pauli gegen Hansa Rostock
1. Spieltag der VBL-Saison 2021/22: FC St. Pauli gegen Hansa Rostock
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Der FC Hansa Rostock geht mit einem fünfköpfigen Aufgebot in das Abenteuer Virtual Bundesliga. Zum Start warten St. Pauli und Holstein Kiel an der Konsole.

Im Ostseestadion kämpft der FC Hansa Rostock um den Klassenverbleib in der 2. Bundesliga und in der virtuellen Welt ab Dienstag um die deutsche Meisterschaft. Die eFootball-Mannschaft der Kogge startet in die Saison der Virtual Bundesliga (VBL), in der 26 Erst- und Zweitligisten in zwei Staffeln das Fußball-Videospiel Fifa 22 an der Playstation und Xbox zocken. „Für uns ist es eine Ehre, Hansa in der VBL vertreten und bekannt machen zu können. Bisher sind wir no-names und wollen die Großen ärgern“, sagt Rick Feldmann. Der Mann vom Media-Team ist Projektleiter eFootball.

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Die Großen im eFootball sind Werder Bremen, 1. FC Heidenheim, RB Leipzig, VfL Bochum oder Schalke 04, die zahlreiche professionelle Konsolenspieler unter Vertrag haben. So weit ist der FC Hansa (noch) nicht. Vor einem Jahr rief Feldmann das Projekt ins Leben und formierte ein Team. Henning Wilmbusse, Levy Rieck und Felix Limbach gehen für Hansa in der VBL auf Punktejagd. Zwei Ersatzspieler, die zudem im Hintergrund für das eFootball-Team arbeiten, komplettieren die Mannschaft. Die Naturrasen-Profis Julian Riedel und Lukas Scherff, die ebenfalls leidenschaftlich und erfolgreich daddeln, haben auch schon ein Auge auf das vereinseigene eFootball-Team geworfen, berichtet Feldmann.

Sicher werden sie am Dienstagabend die Daumen drücken, damit die eFootballer wiedergutmachen, was die Profis vor rund zwei Wochen im Millerntor-Stadion vermasselt haben. Denn zum Auftakt ins VBL-Abenteuer trifft Hansa auf St. Pauli. „Wir wollen uns natürlich für das 0:4 unserer Profis auf dem Rasen revanchieren. Das wird keine leichte Aufgabe, denn die Hamburger haben ein sehr gutes Team“, sagt Rick Feldmann.

Jeden Dienstag ab 18 Uhr sind die Teams der Nord-West-Division gegen zwei Gegner gefordert. Hansa muss nach dem St.-Pauli-Spiel gegen Holstein Kiel ran. Bei jeder Paarung werden drei Duelle ausgefochten: Eins-gegen-Eins an der Playstation, Eins-gegen-Eins an der Xbox und ein Zwei-gegen-Zwei an einer der beiden Konsolen (Heimteam bestimmt das Gerät). Gespielt wird im 90er-Modus.

Mit dem Aufstieg der Profis im Mai ergab sich für die Rostocker eFootballer überhaupt erst die Chance, an der VBL teilzunehmen. Seitdem haben Feldmann und seine Mitstreiter einiges auf die Beine stellen müssen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL), die die VBL organisiert, stellt einige Anforderungen an die Teilnehmer. So müssen zwei Teilzeitkräfte pro Verein das eFootball-Projekt verantworten, die Spieltage im Internet übertragen und Technik selbst beschafft werden. Hansa eFootball überträgt seine VBL-Spiele und weiteren Content auf twitch. „Wir wollen einen Raum im Ostseestadion einrichten, der für Trainings und Spieltage genutzt werden kann“, sagt Feldmann. Die DFL fördert das Projekt mit 72 500 Euro und will die Teilnahme an der VBL ab der Saison 2023/24 für alle 36 Bundesliga-Klubs zur Pflicht machen. Sie erhofft sich – wie die Vereine auch – neue Absatzmärkte und Zielgruppen. „Wir wollen neue Follower und größere Reichweite mit eFootball generieren und diese Fans dann an den Verein binden“, erklärt Feldmann, der mit der Antrittsprämie unter anderem einen Raum im Ostseestadion einrichten will, der für Training und Spieltage genutzt werden kann.

Das Team von Hansa eFootball

Die VBL wurde 2012 ins Leben gerufen. Neben der Bundesliga Club Championship finden die Bundesliga Open statt, bei denen Gamer ohne Vereinszugehörigkeit gegeneinander antreten. Die besten aus beiden Turnieren treten im Grand Final an. Der Sieger erhält 40 000 Euro.