20. März 2020 / 21:43 Uhr

Virtuell soll der Ball rollen: Wolfsburg will eine eFootball-Kreisliga gründen

Virtuell soll der Ball rollen: Wolfsburg will eine eFootball-Kreisliga gründen

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Virtuelle Kreisliga: Der Kreis Wolfsburg bietet Online-Fußball an. Gespielt wird dann allein von zu Hause aus. © Roland Hermstein
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Der Fußball muss aufgrund der Coronavirus-Epidemie zurzeit ruhen, doch in Wolfsburg soll aus der Not eine Tugend gemacht werden: Der NFV-Kreis will eine eFootball-Liga gründen und zumindest virtuell das runde Leder weiter rollen lassen. Die Fußballvereine können ihre Spieler bis zum 25. März für die eFootball-Kreisliga anmelden.

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Alle Teams bekommen die gleiche Stärke

Umgesetzt wurde das Vorhaben am Freitag von den eFootball-Beauftragten Mehmet Akyol, Janik Urbach, Olcay Irek und Ingo Pillasch. „Wir haben gedacht, die Leute sind sowieso Zuhause, also können wir ein eFootball-Turnier starten, damit sich die Leute weiter mit Fußball beschäftigen können“, sagte Akyol. Gespielt werden soll die Fußballsimulation FIFA 20 auf der PlayStation 4 im 85er-Modus - das bedeutet, alle Mannschaften haben die gleiche Spielstärke.

Jeder Verein aus dem Kreis Wolfsburg kann bis zu zwei Spieler für den komplett online stattfindenden Modus melden (es wird Eins gegen Eins gespielt), maximal sind 16 Teilnehmer zugelassen. „Wenn es mehr Anmeldungen geben sollte, muss das Los entscheiden“, sagte Aykol. Gespielt wird, wie im normalen Ligabetrieb mit Hin- und Rückspiel. Nach 30 Spieltagen, die auch über die bis zum 19. April verordnete Zwangspause andauern können, bekommt der Sieger einen Pokal überreicht.

eFootball-Kreismeisterschaft in Wolfsburg

eFootball-Kreismeisterschaft in Wolfsburg Zur Galerie
eFootball-Kreismeisterschaft in Wolfsburg © Boris Baschin

"Bleibt Zuhause!"

Den Anstoß für die Online-Liga gab der Kreisvorsitzende Stefan Pinelli. „Ich finde es toll, dass jemand meine Idee aufgegriffen hat. Die Frage war, wie kann man den Leuten trotz der aktuellen Situation ein bisschen Freude im Wettbewerb geben.“

Neben der Empfehlung, während des grassierenden Coronavirus, das Haus so selten wie nötig zu verlassen, soll auch die Jugend mit der Maßnahme angesprochen werden: „Generell machen Vereine sich Gedanken und haben zum Teil schon eine eFootball-Sparte gegründet“, sagte Akyol: „Der Appell ist aber ganz klar, bleibt Zuhause und gefährdet weder euch noch andere!“

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Auch der VfL wurde angeschrieben

Dass der VfL Wolfsburg mit seinem Profi Benedikt „SALZOR“ Salzer am Turnier teilnehmen wird, müssen die Konkurrenten wohl nicht befürchten. „Ich habe den VfL Wolfsburg auch angeschrieben, aber die sind auf einem ganz anderen Level. Ich glaube nicht, dass sie daran teilnehmen werden“, sagte Mehmet Akyol.

Über die Videoplattformen YouTube und Twitch gäbe es auch für Zuschauer die Möglichkeit, die Ligaspiele live mitzuverfolgen. „Wir würden uns darüber freuen, wenn die Spieler diese Möglichkeit nutzen würden“, sagte Akyol. So müssten auch Interessierte in der aktuellen Lage nicht gänzlich auf Fußball ihres Heimatvereins verzichten.

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