25. Februar 2020 / 16:21 Uhr

Vöhrum will noch schneller werden und noch besser umschalten

Vöhrum will noch schneller werden und noch besser umschalten

Nick Heitmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Martin Ritter ist für Trainer Nils Könnecker der Spieler der Hinrunde. Der Stürmer kann wieder regelmäßig trainieren.
Martin Ritter ist für Trainer Nils Könnecker der Spieler der Hinrunde. Der Stürmer kann wieder regelmäßig trainieren. © Foto: Isabell Massel
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Eine Riesen-Hinserie hat Arminia Vöhrum gespielt. 15 von 16 Spielen hat der Fußball-Kreisligist gewonnen, einmal unentschieden gespielt. Klar, dass Trainer Nils Könnecker sein Team auf dem Weg zurück in die Bezirksliga sieht. Was er in der Rückserie noch verbessern will und warum Martin Ritter sein „Spieler der Hinrunde“ ist, schildert er im PAZ-Wintercheck. 

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Alles spricht für einen kurzen Aufenthalt des TSV Arminia Vöhrum in der Fußball-Kreisliga, das Team ist auf dem direkten Weg zurück in die Bezirksliga. „Die Jungs haben Charakter gezeigt. Da müsste schon relativ viel falsch laufen, dass wir am Ende nicht ganz oben stehen“, sagt Trainer Nils Könnecker.

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Vöhrum ist überall und unumstritten die Nummer 1: die meisten Tore geschossen (62), die wenigsten kassiert (10), mit zehn Punkten Vorsprung bei einem Spiel weniger auf Platz eins. Im PAZ-Wintercheck erklärt der 37-jährige Coach den Höhenflug seiner Mannschaft – und sagt, wo er noch Verbesserungspotenzial sieht.

Meine Bilanz der Hinrunde: „16 Spiele, 15 Siege, ein Unentschieden – das ist selbsterklärend, damit bin ich sicherlich nicht unzufrieden. Wir hatten im letzten Jahr in der Bezirksliga gleich ganz klar angesprochen, dass es gut sein kann, dass sich das erst mal auf ein Jahr beschränkt und wir wieder runtergehen. Die Jungs haben das super mitgetragen, der Kader ist zu 90 Prozent zusammengeblieben. Dazu konnten wir sechs Neuzugänge mit richtig Qualität einbauen. Ich habe einen 20er-Kader, in dem alle kicken wollen, die Trainingsbeteiligung ist gut, dadurch haben wir immer die Spannung gehalten. Es gab auch Spiele, in denen wir nicht so überlegen waren, die wir aber trotzdem gewonnen haben, weil am Ende die individuelle Qualität den Ausschlag gegeben hat.“

*Mein Spieler der Hinrunde: * „Unser Kapitän Martin Ritter hatte zuletzt ein schwächeres Jahr, weil er ein Haus gebaut hat, wenig trainieren konnte. In dieser Saison ist er wieder richtig eingestiegen. Er ist ganz wichtig für die Truppe, gerade auch mit seiner Routine, entweder als Sturmspitze oder alternativ auf der Zehn.“

Meine Pechvögel der Hinrunde: „Im Stadtmeisterschaftsfinale gegen Rot-Weiß Schwicheldt hat sich Gytis Gailius früh einen Kreuzbandriss zugezogen. Ich hoffe, dass ich ihn im Laufe der Rückrunde noch mal einsetzen kann. Dazu hat sich Marko Milicevic im zweiten Punktspiel verletzt, ebenfalls gegen Schwicheldt. Danach war er krank und anschließend wieder verletzt, das war eine ganz unglückliche Hinrunde für ihn, er ist nur auf eineinhalb Spiele gekommen.“

Mehr Teams im PAZ-Wintercheck

*Mein Highlight der Hinrunde: * „Wir haben ja auch die Stadtmeisterschaft gewonnen, eigentlich war die Zeit zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember ein einziges großes Highlight für uns. Das hat es so, glaube ich, in der Kreisliga Peine noch nicht gegeben.“

*Meine Enttäuschung der Hinrunde: * „Da muss ich passen, die Jungs haben gut abgeliefert.“

Meine Erwartungen an die Rückrunde: „Das klingt nach diesem Halbjahr komisch, aber wir müssen in Sachen spielerischer Qualität noch etwas zulegen. In der Offensive haben wir von der individuellen Stärke gelebt und davon, dass wir in den Luftduellen jedem in der Liga überlegen sind. Wir wollen jedoch mehr über die mannschaftliche Geschlossenheit kommen, müssen im Spiel noch schneller werden, noch besser umschalten. Wenn wir uns nicht ganz dämlich anstellen, werden wir auch am Ende der Saison auf Platz eins stehen. Und wer in der Kreisliga so dominiert, der hat sicherlich auch alle Chancen, den Kreispokal zu gewinnen.“

*Die Zukunft des Trainers: * „Wir hatten schon in der Bezirksliga-Saison Nägel mit Köpfen gemacht und uns auf zwei Jahre verständigt, um zu signalisieren, dass es auch im Abstiegsfall mit Vöhrum weiter bergauf geht. Zuletzt im Dezember haben wir diese Übereinkunft noch mal in relativ zügigen Gesprächen bestätigt.“

Abgänge: keine.

Zugänge: „Wir haben drei Neue im Kader. Während Kevin Genter schon Testspiele mitgemacht hat, musste sich Jonas Winkler, der ebenfalls vom SV Adler Hämelerwald kam, am Meniskus operieren lassen und wird ab April eingreifen können. Zusätzlich haben wir mit Jan-Niklas Bettenbrock einen Innenverteidiger aus Westfalen mit Zweitspielrecht dazubekommen, der aber erst mal vorwiegend weiter bei Rot-Weiß Westönnen in der Bezirksliga spielen wird.“