09. August 2019 / 18:07 Uhr

Vöhrums Ziel: Drei Punkte zur kirchlichen Hochzeit

Vöhrums Ziel: Drei Punkte zur kirchlichen Hochzeit

Nick Heitmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Mirko Warmbold (rechts) wünscht sich drei Punkte zu seiner Hochzeit.
Mirko Warmbold (rechts) wünscht sich drei Punkte zu seiner Hochzeit. © Ralf Büchler
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Am dritten Spietag der Fußball-Kreisliga kommt es zum Duell zweier Titelanwärter: Der Vizemeister der vergangenen Saison und aktuelle Spitzenreiter Rot-Weiß Schwicheldt empfängt den Bezirksliga-Absteiger Arminia Vöhrum. Der könnte ein Fitness-Problem haben: Spieler Mirko Warmbold heiratet am Tag vorher und hat mehrere Teamkollegen eingeladen.

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In der Fußball-Kreisliga bietet sich nach zwei Spieltagen ein Bild, das viele auch am Saisonende erwarten: Schwicheldt steht an der Tabellenspitze. Am Sonntag wartet allerdings der erste echte Härtetest auf die Rot-Weißen, mit Arminia Vöhrum kommt das Team, das als ihr ärgster Widersacher im Titelrennen gilt – und das weiß, wie man sie bezwingt.

TSV Schwicheldt – Arminia Vöhrum (Sonntag, 15 Uhr). Die Gastgeber wollen dorthin, wo die Arminen gerade herkommen – in die Bezirksliga. Das deckt sich mit der Einschätzung der Mehrheit der Kreisliga-Trainer, 13 von ihnen hatten den TSV vor Saisonbeginn ganz oben auf dem Favoritenzettel. Schwicheldts Co-Trainer Tobias Dreyer sagt allerdings: „Vöhrum ist für mich der absolute Favorit.“

Ein Rolle, die Nils Könnecker so nicht annimmt. „Ich kenne Tobi ganz gut, das kann er gern erzählen, aber ich glaube ihm das nicht“, sagt der Arminia-Coach schmunzelnd. „Schwicheldt hat im letzten Jahr den Aufstieg verpasst, hat jetzt ein bisschen mehr Druck. Tobi kann versuchen, den rüberzugeben, aber ich lehne dankend ab.“

Das Duell der Worte endet also unentschieden. Im ersten Duell der Beine gab’s dagegen einen Sieger, Vöhrum schlug den TSV im Finale der Stadtmeisterschaft mit 2:0. „Da haben auf beiden Seiten noch ein paar Jungs gefehlt, am Sonntag wird’s ein komplett anderes Spiel“, sagt Könnecker.

Viel wichtiger war für ihn der 5:3-Erfolg zum Punktspiel-Auftakt am Donnerstag beim hochgehandelten TuS Fortuna Oberg. Allerdings hatte der Bezirksliga-Absteiger anfangs erhebliche Probleme. „In der zweiten Hälfte haben wir Gas gegeben und am Ende glücklich, aber auch verdient gewonnen“, meint Könnecker. Er warnt: „Starten wir in Schwicheldt so, liegen wir nach einer Viertelstunde 0:3 hinten.“

Dreyer, der sich die Partie in Oberg angeschaut hat, hätte sicherlich nichts dagegen. Die Stimmung in Schwicheldt ist gut. „Wir können mit den ersten drei, vier Wochen zufrieden sein“, sagt der Co-Trainer, dessen Mannschaft auch im Härke-Pokal zweimal siegte. „Wir brauchen jedoch noch zu viele Chancen, um Tore zu erzielen.“ Da auch die Gäste einen offensiven Stil favorisieren, erwartet er „ein super Spiel. Das Wichtigste sind für uns die drei Punkte“.

Vöhrum spielt ebenfalls auf Sieg, könnte aber auch mit einem Zähler gut leben, zumal es in der nächsten Woche gegen den spielstarken TSV Sonnenberg weitergeht – schwerer kann ein Auftaktprogramm kaum sein. „Ich habe ein bisschen schmal geguckt, als ich es das erste Mal gesehen habe“, gibt Könnecker zu. „Wenn wir aus diesen drei Partien sieben Punkte holen, wäre das super.“

Um in Schwicheldt etwas Zählbares zu ergattern, muss die Einstellung bei einigen seiner Akteure aber nicht erst am Sonntag stimmen, sondern schon tags zuvor. Denn: Arminias Mirko Warmbold heiratet kirchlich, hat acht seiner Mitspieler eingeladen. „Ich drücke als Trainer die Daumen, dass sie zu einer adäquaten Uhrzeit im Bett sind“, sagt Könnecker. Und: „Mich freut’s, dass die Mannschaft Mirko zur standesamtlichen Trauung am Donnerstag drei Punkte geschenkt hat. Wenn’s zur kirchlichen auch noch mal passt, wäre das eine perfekte Woche.“

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