07. Oktober 2019 / 12:58 Uhr

Erfolgreiches Paar: Christian Schlamelcher in Wettbergen ganz vorn, Wiebke weit vorn

Erfolgreiches Paar: Christian Schlamelcher in Wettbergen ganz vorn, Wiebke weit vorn

Norbert Fettback
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ein Paar, ein Hobby: Wiebke und Christian Schlamelcher teilen die Liebe zum Laufsport.
Ein Paar, ein Hobby: Wiebke und Christian Schlamelcher teilen die Liebe zum Laufsport. © Norbert Fettback
Anzeige

Eine kurze Anreise hatte Christian Schlamelcher zur 14. Auflage des Wettberger Volkslauf. Und wenn er schon einmal da war, lief er nicht nur über 5,2, sondern kurzentschlossen auch über zehn Kilometer. Ebenfalls erfolgreich mit von der Partie war seine Fraue Wiebke, die allerdings nur die kürzere Distanz bewältigte.

Anzeige

Wenn das keine Punktlandung ist!. Bei der 14. Auflage des Wettberger Volkslaufs haben am Sonntag 509 große und kleine Sportler das Ziel erreicht. Vor einem Jahr waren es mit 506 fast genauso viele. Damals allerdings lockte spätsommerliches Wetter zum Sportpark an der Deveser Straße, dieses Mal war es herbstlich kühl.

Anzeige

Doppeleinsatz für Schlamelcher

Trotzdem konnten sich die TuS-Verantwortlichen noch über etliche Nachmeldungen freuen, sodass die 500er-Schallmauer erneut übertroffen wurde. Und das zum dritten Mal in Folge. Wettbergen zieht – die Läufer honorieren die gute Organisation samt dem einfallsreichen Drumherum ebenso wie die abwechslungsreiche Strecke dieses „Laufpass“-Wettbewerbs.

Auch Christian Schlamelcher weiß das Jahr für Jahr zu schätzen. Er wohnt in Arnum, also nicht weit weg vom Ort des Geschehens; Wettbergen ist für ihn wie ein Heimspiel. Diesmal hatte der 30-Jährige, der für Hannover Athletics startet, einen besonderen Einfall. Einen Doppelstart: erst das Rennen über 5,2 Kilometer, dann das über zehn Kilometer, zu dem Schlamelcher kurzentschlossen nachmeldete.

Bilder von der 14. Auflage des Volkslaufs der TuS Wettbergen

Der Jüngste ist im Ziel: Der drei Jahre alte Emil hat in Wettbergen die 1200 Meter geschafft und wird mit Beifall empfangen. Zur Galerie
Der Jüngste ist im Ziel: Der drei Jahre alte Emil hat in Wettbergen die 1200 Meter geschafft und wird mit Beifall empfangen. ©

Und er war nicht nur dabei im großen Feld: Auf der kurzen Distanz siegte der Arnumer in 17:33 Minuten deutlich; es war bereits sein fünfter Erfolg in Wettbergen in diesem Wettbewerb seit 2013. Obwohl Schlamelcher es anschließend etwas ruhiger angehen ließ, wie er sagte, schaffte er es auch über die zehn Kilometer als Dritter in 35:18 Minuten aufs Treppchen.


Die Frau ist jetzt auch begeisterte Läuferin

„Am Ende tat es ganz schön weh“, berichtete der Vielläufer, nachdem er bei der letzten Siegerehrung des Tages den bronzefarbenen Pokal entgegengenommen hatte. „Aber es macht hier immer wieder Spaß.“ Diesen teilte Schlamelcher über die 5,2 Kilometer mit seiner Frau Wiebke: Sie hat sich von seiner Leidenschaft anstecken lassen und ist inzwischen auch eine begeisterte Läuferin.

Und erfolgreich dazu: In 24:47 Minuten kam sie als fünftbeste Frau ins Ziel. Man darf gespannt sein, was da noch folgt. Das Podium, auf dem dieses Mal die Braunschweigerin Katja Radmilovic (21:08) ganz oben stand, rückt allmählich in Sichtweite.

Mehr Berichte aus der Region

Keine große Spannung kam in der Hinsicht auf, wer das Hauptrennen und damit die 25 Punkte für das SPORTBUZZER-Ranking gewinnt. Andreas Solter, Vereinskollege von Schlamelcher, ließ über die zehn Kilometer nach zwei dritten Plätzen in den beiden Vorjahren in Wettbergen dieses Mal keinem den Vortritt.

In 33:29 Minuten lag er deutlich vor dem Braunschweiger Henrik Wagner (34:22) und war des Lobes voll für das, was die TuS-Verantwortlichen auf die Beine gestellt hatten. „Eine tolle Veranstaltung“, sagte Solter. „Aber das Laufen war bei dem Gegenwind schon anstrengend.“

Und los: Start zum Lauf über 5,2 Kilometer im Wettberger Sportpark.

Ähnlich dominant gestaltete Raphaela Koch von der SG Bredenbeck-Holtensen ihr Rennen beim Zehner, bei dem die Läufer nach Verlassen des Sportparks zunächst durch das neue Wohngebiet liefen, wo sie vielerorts vor allem von Kindern angefeuert wurden, und dann die Wettberger Feldmark und einsame Waldstücke passierten. Sie war nach 42:55 Minuten im Ziel – schneller schafften das lediglich 25 Männer.

Auf den Plätzen folgten Pauline Berg (VfL Eintracht Hannover, 44:00) und Nadine Krug (ohne Verein, 44:20), auch ein Dauergast auf dem Treppchen bei den regionalen Volksläufen.

Download SPORTBUZZER-Ranking: 32. Einzelwertung

Anders als Frauen-Siegerin Koch hatte Solter bereits am Vortag ein „Laufpass“-Rennen absolviert. Beim 9. Burgdorfer Spargellauf lief es für den Führenden im SPORTBUZZER-Ranking zwar nicht ganz rund, doch den zu erwartenden Erfolg konnte ihm niemand streitig machen.

Solter auch in Burgdorf erfolgreich

Solter klagte nicht nur über Magenbeschwerden und Seitenstechen, er wäre auch fast zu spät zum Start des Zehn-Kilometer-Rennens gekommen. „Ich hatte vorher gehört, dass es zehn Minuten später losgehen soll, das war aber nicht der Fall“, sagte er. „Zum Glück habe ich mich in der Nähe eingelaufen.“ Am Ende stimmte zumindest die Platzierung: Solter gewann in 33:58 Minuten vor dem Barsinghäuser Michael Kendelbacher (34:20), dem der Berlin-Marathon (in sehr respektablen 2:32 Stunden) noch in den Beinen steckte.

Der 2,5 Kilometer lange Rundkurs sei nicht einfach gewesen, sagte Solter: Da habe es zum einen die enge Streckenführung durch die Stadt gegeben und dann Probleme bei Überrundungen infolge des gleichzeitigen Starts aller Hauptläufe.

Download SPORTBUZZER-Ranking: 31. Einzelwertung

Ein kleiner Vorteil: Solter konnte sich eine Zeitlang an Christian Wiese orientieren, der zum Lauf über fünf Kilometer antrat und eine für ihn sehr erfolgreiche Saison standesgemäß mit einem Sieg in 16:32 Minuten abschloss. Wiese, der seit Juli häufig im Burgdorfer Stadtpark trainiert, genoss das Rennen. „Meine Zwillige Marlene und Charlotte haben mich ordentlich angefeuert“, sagte er.

Heimsieg für Melanie Koch

Bei den Frauen holte sich über die fünf Kilometer Melanie Koch (TSV Burgdorf, 20:03) den Sieg, beim Zehner war dieses Mal an der Vorjahreszweiten Nadine Schenkemeyer (Lehrter SV, 41:25) kein Vorbeikommen. Mandy Krause (Rot-Gold Lehrte, 43:40) und Tanja Schoenbeck (Hannover Athetics, 44:02) komplettierten das Podium.

In Burgdorf kamen insgesamt 442 Sportler ins Ziel, ein paar mehr als im Jahr zuvor (427). „Mit der Starterzahl sind wir zufrieden“, sagte Hans-Hermann Thiele aus dem Organisationsteam. Insgeheim hatte er sich aber ein paar mehr erhofft, vor allem bei den Kindern. Doch der Dauerregen bis in die Nacht zuvor hatte wohl diesen und jenen abgeschreckt. Bei den Läufen wiederum herrschte dann eitel Sonnenschein.