23. Oktober 2020 / 20:02 Uhr

Voll auf Kurs: TSV Mühlenfeld will auch gegen Engelbostel ungeschlagen bleiben

Voll auf Kurs: TSV Mühlenfeld will auch gegen Engelbostel ungeschlagen bleiben

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kann derzeit sehr zufrieden sein: Mühlenfeld-Trainer Mario Pohl. 
Kann derzeit sehr zufrieden sein: Mühlenfeld-Trainer Mario Pohl.  © Christian Hanke
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Beim MTV Engelbostel-Schulenburg ist die Vorfreude auf das Duell gegen den bisher ungeschlagenen TSV Mühlenfeld am Sonntag (15 Uhr) besonders groß. „Deshalb wollten wir doch unbedingt in den Bezirk, um uns mit solchen Topteams zu messen“, sagt MTV-Coach Edis Bajrovic. 

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„Der TSV Mühlenfeld ist für mich die beste Mannschaft der Liga, individuell, aber auch spieltaktisch“, sagt Edis Bajrovic, der große Stücke auf die Elf aus dem Neustädter Ortsteil Hagen hält. Ein Grund mehr dafür, dass sich der Trainer des MTV Engelbostel-Schulenburg ganz besonders auf dieses Duell freut. Am Sonntag (15 Uhr) gastiert der Tabellenzweite der Bezirksliga 4 auf dem Sportgelände am Stadtweg in Langenhagen – noch sind die Mühlenfelder ungeschlagen. „Deshalb wollten wir doch unbedingt in den Bezirk, um uns mit solchen Topteams zu messen“, sagt Bajrovic.

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"Er ist ein absoluter Fachmann"

Ex-Spieler? Fehlanzeige. Animositäten oder offene Rechnungen zwischen den beiden Klubs? Gibt es nicht. Bajrovic fällt auf Anhieb keine besondere Verbindung zum rund 30 Kilometer entfernt liegenden TSV Mühlenfeld ein. Nur so viel: „Ich schätze Trainer Mario Pohl sehr. Er ist ein absoluter Fachmann.“ Die Vorschusslorbeeren für die spielstarken Gäste sind groß.

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Der Aufsteiger selbst konnte bislang ebenfalls überzeugen – trotz der Personalmisere, die sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht. „Mit der Ausbeute von neun Punkten aus sieben Partien bin ich zufrieden. Hätten wir alle Mann an Bord gehabt, wäre sogar mehr drin gewesen“, sagt der MTV-Coach. „Dass wir noch auf die Plätze eins oder zwei springen, halte ich für eher unwahrscheinlich. Im Hinspiel haben wir gegen Mühlenfeld erst in der 94. Minute durch einen Elfmeter mit 1:2 den Kürzeren gezogen, möglich ist also auf alle Fälle etwas.“

Lange Verletztenliste bei den Engelbostelern

Die Liste der Verletzten ist lang bei den Engelbostelern, da wären Torhüter Yannick Poppe, Andreas Stankiewicz, Finn Mügge, Yannik Klenke und noch einige mehr. Einen Lichtblick gibt es allerdings: Mittelfeldakteur Luca Naue ist nach seinem Studienaufenthalt in Madrid und langwierigen Kniebeschwerden zurück im Training. „Am 6. Oktober 2019 habe ich mein letztes Spiel gemacht. Mehr als ein Jahr hatte ich jetzt mit dieser Knieproblematik zu tun“, sagt Naue, der alles versuchte, um die (Ur-)Sache in den Griff zu kriegen. „Ich war im Laufe der Zeit bei drei Orthopäden, zwei Physiotherapeuten und einem Osteopathen. Seit vier Wochen kann ich endlich schmerzfrei laufen. Und die Trainingseinheiten konnte ich zuletzt auch voll durchziehen. Es läuft.“

Bajrovic verriet bereits: „Luca wird am Sonntag seine Einsatzminuten bekommen.“ Der 21-Jährige sei vor seinem Comeback „mit einer mega Vorfreude erfüllt“. Obendrein auch deshalb, weil es zu einem Wiedersehen mit Mario Pohl, seinem ehemaligen Trainer aus Havelser Jugendzeiten, sowie einigen früheren sportlichen Weggefährten wie Niklas Pohl und Dominik Ernst kommt. Da ist sie, die Verbindung zwischen den Klubs.

"Immer schön. auf die Jungs zu treffen"

Mario Pohl dürfte nicht nur von seinem einstigen Spieler Naue herzlich begrüßt werden. „Mehrere Engelbosteler Akteure, etwa Jannik Drabandt, Eric Lauer, Moritz Frieler und Jannis Bovenschen, haben einst mit meinem Sohn Niklas zusammen in einem Team gespielt. Es ist immer schön, auf Jungs zu treffen, die man schon lange kennt und deren Entwicklung man verfolgt“, sagt der Mühlenfelder Coach.

Freundschaftliche Begegnungen am Rande sind das eine. „Bei aller Sympathie für den Gegner, auch für meinen Trainerkollegen Edis, ist unser Ziel klar gesteckt: Wir wollen die drei Punkte mitnehmen, um voll auf Kurs zu bleiben in Richtung Aufstiegsrunde“, sagt Mario Pohl.