31. Januar 2021 / 15:12 Uhr

Volle Konzentration auf Handball und Schule: Nachwuchs-Duo zieht ins Sportinternat

Volle Konzentration auf Handball und Schule: Nachwuchs-Duo zieht ins Sportinternat

Christian Purbs
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Luis Rodriguez (links) und Liv Greger ziehen am Montag ins Sportinternat Hannover ein.
Luis Rodriguez (links) und Liv Greger ziehen am Montag ins Sportinternat Hannover ein. © Handball-Verband Niedersachsen
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Der 16-jährige Luis Rodríguez aus der Jugend der TSV Burgdorf konzentriert sich im Sportinternat jetzt voll auf Handball und Schule. Auch die 14-jährige Liv Greger zieht am Montag aus Wolfsburg in die Landeshauptstadt um.

Zwei junge Handballer wagen einen großen Schritt und ziehen am Montag ins Sportinternat Hannover ein. Während der 16-jährige Luis Rodríguez aus der Jugend der TSV Burgdorf lediglich von Teilzeit auf Vollzeit in der Sportschule wechselt, zieht die 14-jährige Liv Greger aus Wolfsburg in die Landeshauptstadt um.

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"Ich beziehe jetzt auch ein Zimmer hier, sonst ändert sich für mich nichts"

Bereits seit vergangenem Herbst hat Rodríguez den Kaderstatus des Deutschen Handball-Bundes und kennt sich auch im Sportinternat schon bestens aus. „Ich beziehe jetzt auch ein Zimmer hier, sonst ändert sich für mich nichts“, sagt der Humboldtschüler, der beim TSV-Nachwuchs auf der Kreisläuferposition spielt.

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"Zeitmanagement wird wesentlich einfacher"

Da für ihn im Verein jetzt der Wechsel in die A-Jugend und damit auch Einsätze im Seniorenbereich anstünden, sei der Einzug ins Internat notwendig. „Das Zeitmanagement wird für mich, da ich im nächsten Schuljahr in die Oberstufe komme, wesentlich einfacher. Ich habe kurze Wege in die Schule und zum Training“, sagt das 16-jährige Talent.


Vermissen werde er allerdings ein wenig Privatsphäre und die Familie. „Meine Eltern stehen aber voll hinter meinem Entschluss“, sagt Rodríguez. Auch Landestrainerin Christine Witte begrüßt den Schritt ins Vollzeitinternat. „Viel Organisation und viel Fahrtzeit fallen nun weg und können sinnvoll für Schule und Training eingesetzt werden. Pandemiebedingt sind für Luis geplante Länderspieltermine ja bisher ausgefallen. Bei jetzt noch besser genutzter Trainingszeit wird das aber sicher bald klappen“, sagt sie.

Der Traum von der Nationalmannschaft

„Für meinen Traum, einmal Nationalmannschaft zu spielen, muss ich mich weiterentwickeln“, begründet Liv Greger ihren Schritt ins Sportinternat nach Hannover. Neben der Trennung vom Elternhaus und dem Wechsel aufs Humboldt-Gymnasium wird sie sich auch an neue Mitspielerinnen gewöhnen müssen. Greger verlässt ihren Heimatverein HSC Ehmen und trägt in Zukunft das Trikot des TV Hannover-Badenstedt. Die Sichtung des Deutschen Handball-Bundes ist für sie noch in diesem Quartal geplant.

Kombination aus Schule und Sport

Rodríguez und Greger gehören zu den Talenten, denen der Handball-Verband Niedersachsen in Hannover eine Möglichkeit der dualen Ausbildung ermöglicht. Das Sportinternat bildet gemeinsam mit den beiden Partnerschulen, dem Gymnasium Humboldtschule Hannover und der Carl-Friedrich-Gauß-Schule Kooperative Gesamtschule Hemmingen, das Verbundsystem aus Schule, Wohnen und Sport und trägt seit 2002 das Prädikat „Eliteschule des Sports des Deutschen Olympischen Sportbundes“.

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Auf eine optimale Verzahnung im Sportinternat zwischen Sport und Schule setzen auch Rodríguez und Greger. Beide Sportler betreiben übrigens nach dem Sport als Hobby noch mehr Sport. „Ich mache gern zum Ausgleich Leichtathletik“, sagt Greger. Der Burgdorfer Rodríguez indes braucht auch beim Hobby einen Ball. „Ich spiele in der Freizeit gern Basketball“, sagt der Fan der Los Angeles Lakers.