03. April 2022 / 20:01 Uhr

Voller Fokus auf Bergamo: RB Leipzig hakt 4:1-Sieg in Dortmund schnell ab

Voller Fokus auf Bergamo: RB Leipzig hakt 4:1-Sieg in Dortmund schnell ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach dem Jubel über den Sieg gegen Dortmund hat RB Leipzig in der Europa League schon wieder den Fokus auf den nächsten Gegner.
Nach dem Jubel über den Sieg gegen Dortmund hat RB Leipzig in der Europa League schon wieder den Fokus auf den nächsten Gegner. © Getty Images
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Die Frage, welche Mannschaft die erfolgreichste der Bundesliga-Rückrunde ist, beantwortet RB Leipzig in Dortmund eindrucksvoll. Doch gewonnen haben die Sachsen noch nichts. Deshalb soll hart weitergearbeitet werden.

Leipzig. Der Start in das April-Mammutprogramm ist RB Leipzig überzeugend gelungen. Das 4:1 bei Borussia Dortmund war dabei kein Zufall, sondern Ausdruck von Cleverness, Team-Spirit sowie taktischer Reife und körperlicher Frische. Und es brachte zudem die Antwort auf die immer wieder gestellte Frage: Kann RB wichtige Spiele gegen namhafte Gegner gewinnen? Ja, RB kann das unter Trainer Domenico Tedesco.

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„Standen bei den beiden Dortmunder Chancen zu hoch“

Ob es ein Dauerzustand wird, zeigen die kommenden vier Wochen mit den Europa-League-Viertelfinalspielen gegen Atalanta Bergamo, dem DFB-Pokal-Halbfinale gegen Union Berlin sowie den Bundesliga-Spitzenspielen gegen die TSG Hoffenheim, bei Bayer Leverkusen und noch einmal gegen Union, die in Sachen Champions-League-Teilnahme in der kommenden Saison vorentscheidend sein können.

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Tedesco wollte nach dem Dortmund-Spiel deshalb auch nicht zu euphorisch sein. Allein die Frage bei „Sky“, ob sein Team wie eine Spitzenmannschaft aufgetreten sei, ließ er nahezu unkommentiert. „Das weiß ich nicht, das müssen Andere beurteilen. 4:1 hier zu gewinnen ist nicht einfach, wir haben das gut gemacht und hochverdient gewonnen“, sagte der Deutsch-Italiener nüchtern. Überhaupt wirkte der Coach während der Partie relativ emotionslos. Das 1:0 nahm er nur mit einem Kopfnicken zu Kenntnis, das 3:0 sah er auf der Bank sitzend. Lediglich nach Konrad Laimers Doppelpack zum 2:0 und dem entscheidenden schönen 4:1 durch Dani Olmo jubelte Tedesco so, wie die Fans es von ihm kennen.

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Wahrscheinlich wurmte den Trainer, dass seine Mannschaft die ersten 20 Minuten zu viele Fehler gemacht hatte und nur mit Glück nicht in Rückstand geraten war. „Wir haben in den ersten 15, 20 Minuten den Druck gespürt, Dortmund hatte guten Ballbesitz, hat hoch gepresst. Wir standen bei den beiden Dortmunder Chancen zu hoch“, analysierte Tedesco und kündigte an, diese Phase genau auszuwerten. „Es geht erstmal darum, das Spiel zu analysieren und zu schauen, was in den Anfangsminuten los war“, sagte er, wie er die Vorbereitungen auf das Europa-League-Heimspiel gegen Bergamo am Donnerstag (18.45 Uhr) angehen will.

„Flow beibehalten“

Nach der Analyse wird das Dortmund-Spiel aber sofort zu den Akten gelegt sein. RB will in dieser Saison den ersten Titel der Vereinsgeschichte - eventuell eben den des Europa-League-Siegers. Doch Bergamo ist ein harter Brocken, der nicht unterschätzt werden sollte. Tedesco, Freund und Kenner des italienischen Fußballs, hob mehrfach hervor, dass Atalanta in den vergangenen drei Jahren jeweils Dritter der starken Serie A geworden ist. Und sie eine sehr körperlich agierende Truppe haben.

Für Kevin Kampl soll das zwar Warnung, aber keine Blockade sein. „Wir müssen sehen, dass wir unseren Flow beibehalten“, sagte er am Sonntag bei „Sport1“. Sie wollen ins Halbfinale, dafür werde die Mannschaft auch am Donnerstag Vollgas geben. Und auch ein bisschen Abschottung soll zum Erfolg beitragen. Sie dürften nicht zuviel von außen an uns rankommen lassen. „Wir müssen beharrlich weiterarbeiten, so wie wir es schon die ganze Rückrunde zusammen mit Domenico machen“, sagte Kampl.