07. Oktober 2021 / 13:08 Uhr

Volles Haus gegen Schalke? Hannover 96 steuert auf Zuschauerrekord zu

Volles Haus gegen Schalke? Hannover 96 steuert auf Zuschauerrekord zu

Andreas Willeke und Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
So könnte es aussehen: Volles haus bei Hannover 96.
So könnte es aussehen: Volles haus bei Hannover 96. © imago/Jan Huebner
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21.000 Karten waren am Mittwoch bereits verkauft. 96 wartet stündlich auf Nachricht vom Land Niedersachsen, ob sogar doppelt so viele Fans am 15. Oktober gegen Schalke zugelassen sind. 96-Chef Martin Kind hofft auf die politische Freigabe.

Der Ticketverkauf läuft außerordnetlich gut. Vereinzelt können sich noch Sitzplatz-Tickets da, Stehplatz-Tickets im Nordunterrang sind ebenfalls verfügbar. 96 organisiert den Verkauf ausschließlich online. Aber wie viele darf 96 verkaufen. das entscheidet das Land Niedersachsen. 96 ist darauf vorbereitet. 42.000 Karten anzubieten.

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Es kommt immerhin der erste prominente Absteiger – und rechtzeitig zur Partie gegen Schalke soll die Auslastungsschranke im Stadion fallen. 96-Chef Martin Kind zeigt sich da „hoffnungsfroh“, auch wenn die Legitimation bisher nicht eingetroffen ist.

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„Wenn wir die Freigabe bekommen, rechne ich mit einem relativ vollen Haus“, sagt Sportchef Marcus Mann. Daran glaubt auch der 96-Chef. „Wenn man der 2-G-Logik folgt, ist keine Einschränkung mehr nötig“, meint Martin Kind. Das Schalke-Spiel dürfen nur Geimpfte und Genesene im Stadion sehen, diese 2-G-Regel gilt bereits.

Bis Dienstag lief der zweitägige Vorverkauf exklusiv für Mitglieder und Dauerkarteninhaber der Saison 2019/20. Maximal zwei Tickets durften pro Person erstanden werden. Schon am ersten Tag gingen mehr als 10.000 Tickets weg.

96 darf aber erst mal nur 25 000 Karten verkaufen, das ist die aktuell gültige Höchstgrenze. „Die 25 000 werden wir in dieser Woche voll haben“, vermutet Kind. Kommt die erwartete Erlaubnis des Landes, „werden wir danach im zweiten Verkaufsschritt versuchen, das Stadion vollzumachen“.

Gute Stimmung: Beim 1:0 gegen St. Pauli jubelten 16.100 Zuschauende mit Trainer Jan Zimmermann, bisher Rekord in dieser Saison in der HDI-Arena. 
Gute Stimmung: Beim 1:0 gegen St. Pauli jubelten 16.100 Zuschauende mit Trainer Jan Zimmermann, bisher Rekord in dieser Saison in der HDI-Arena.  © (c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Noch zu klären wäre auch, ob dann alle 49.000 Plätze besetzt werden dürften. Eine Einschränkung könnte es bei den Stehplätzen geben. Etwa, dass von den 13. 000 in der HDI-Arena nur jeder zweite freigegeben wird. Dann käme 96 auf eine maximal mögliche Stadionauslastung von rund 42.000 Zuschauern. „35.000 werden wir dann schon haben“, meint Kind.


Das wäre eine massive Steigerung – bei den vier bisherigen Heimspielen zählte 96 insgesamt nur 49 200 Fans. Gegen Rostock kamen 13 600, gegen Heidenheim nur 8600, St. Pauli zog mit 16 100 am besten, Sandhausen wollten zuletzt 10 900 Fans sehen. „Wir liegen noch deutlich unter unserem geplanten Schnitt“, weiß Kind. Mit 25 000 Zuschauern hatte 96 pro Heimspiel kalkuliert – mit Erlaubnis der DFL. Bisher hat 96 nur die Hälfte erreicht mit einem Schnitt von 12 300 Zuschauern – was auch ein Minus im Haushalt bedeutet.

Der einzige Ex-Schalker: Lawrence Ennali hat in der Jugend bei den Knappen in der Schmiede gespielt, Jan Zimmermann machte Ennali zum Profi in Hannover.
Der einzige Ex-Schalker: Lawrence Ennali hat in der Jugend bei den Knappen in der Schmiede gespielt, Jan Zimmermann machte Ennali zum Profi in Hannover. © Florian Petrow

Schalke könnte 96 der Planzahl näherbringen – auch, weil den Klub traditionell viele Fans zu Auswärtsspielen begleiten. In der Bundesliga verteilten sich meist bis zu 10.000 Schalker in der HDI-Arena. Beim letzten Heimspiel in der 1. Liga gegen Schalke (0:1) am 31. März 2019 kamen 44.500.

In der 2. Liga werden sich wohl nicht so viele auf den Weg über die A 2 machen. Doch die Schalke-Fans gelten als besonders kreativ im Organisieren von Tickets außerhalb der normalen Blöcke für auswärtige Zuschauer. Eine stimmungsvolle Kulisse dürfte jedenfalls gesichert sein. „Einen Sieg“ wünscht sich dazu noch der 96-Chef. „Ich bin optimistisch, gegen gute Gegner tritt die Mannschaft anders auf.“ Gegen Spitzenreiter St. Pauli und den Sechsten Heidenheim gewann 96, spielte beim fünften in Nürnberg 0:0. Da würde ein Sieg gegen den Vierten Schalke ins Bild passen.