16. Januar 2020 / 12:38 Uhr

Volles Programm beim SV Chemie Böhlen

Volles Programm beim SV Chemie Böhlen

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Symbolbild © Imago/Ralph Peters
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Fußball-Kreisoberliga: Der SV Chemie Böhlen will den Resultaten der Hinrunde entgegenwirken. Die Chemiker sind vor dem Rückrundenauftakt mit Hallenturnieren, dem Trainingslager und Testpartien vollbeschäftigt. 

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Nach den (vorsichtig formuliert) bescheidenen Resultaten am Ende der ersten Halbserie blieb den Kreisoberliga-Kickern des SV Chemie Böhlen keine Zeit zum Trübsal blasen. Vielmehr wurden die Negativerlebnisse mit reichlich sportlicher Betätigung an der Wurzel gepackt.

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Zunächst sorgten zwei Hallenturniere für willkommene Abwechslung. Die Veranstaltung in der heimischen Sporthalle am Bad firmierte unter Dieter Schaupke-Cup (benannt nach dem Initiator und langjährigen Mannschaftsleiter), besaß einen Benefiz-Charakter (Hausexplosion kurz vor Weihnachten in der Pleißestadt) und war in dieser Form eine Premiere. Böhlen II holte sich den Tagessieg vor Frohburg, Böhlen I, Mölbis, Pegau, Groitzsch, 1886 Markkleeberg und Petersroda.

Die Böhlener Pascal Ferl und Marcus Schulz wurden bester Spieler beziehungsweise Torwart, der Frohburger Domenic Zein mit sechs Treffern erfolgreichster Schütze nach einem Stechen mit Böhlens Toni Röder. Chemies Spielertrainer wiederum räumte beim Turnier des FC International Leipzig II im Macherner Sportzentrum den Preis als bester Spieler ab, während sein Team gleichfalls den 1. Platz belegte und sich damit für die Endrunde am 07. Februar an gleicher Stelle qualifizierte.

Trainingsauftakt unter freiem Himmel

Zuvor allerdings wird an der frischen Luft geschwitzt. Am vergangenem Dienstag erfolgte beim Tabellen-Zehnten der Trainingsauftakt, immerhin 15 Spieler waren im Stadion an der Jahnbaude dabei. Neben Übungen mit dem runden Leder standen auch diverse Laufeinheiten auf dem Programm. Beides zu kombinieren – diese Möglichkeit ergibt sich schnell.

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Trainingslager im Harz

Bereits am kommenden Sonntag um 11.45 Uhr wird auf dem neuen Kunstrasenplatz in Grimma gegen die SG Olympia Leipzig II die erste Testpartie absolviert. Ebenso in der Messestädter Stadtklasse (vergleichbar mit der hiesigen Kreisliga A) sind der LFV Sachsen Leipzig und die SG Räpitz aktiv. Auf diese Kontrahenten treffen die Böhlener am 25. Januar um 14 Uhr auf dem Gelände des SV Nordwest an der Merseburger Straße sowie am 08. Februar um 14 Uhr auf dem Kunstrasen in Markranstädt.

Zwischenzeitlich geht es für die Chemiker vom 31. Januar bis zum 02. Februar ins Trainingslager nach Halberstadt in den Harz, wo zwei weitere Nagelproben geplant sind. Gegnerschaft und genaue Termine werden gegenwärtig ausgehandelt. Richtig ernst wird es dann am 15. Februar um 14 Uhr, wenn der VfB Leisnig zur Nachhole-Begegnung in Böhlen gastiert. Bis dahin möchte Coach Röder seine Truppe auf Vordermann gebracht haben: „Denn die Hinrunde war eine einzige Berg- und Talfahrt. Wir müssen uns unbedingt stabilisieren, dürfen vor allem nicht mehr so viele Gegentreffer kassieren. Ein gelungener Start gegen Leisnig wäre enorm wichtig vor der schweren Aufgabe in Frohburg.“

Wird der Kader vergrößert?

Des Trainers Spielraum bezüglich des Kaders könnte sich in den nächsten Wochen und Monaten durchaus noch erweitern. Der im Sommer mit einem Kreuzbandriss aus Groitzsch zu Chemie gewechselte Paul Dittrich nimmt mittlerweile am Trainingsbetrieb teil, Dominic Meinig ist nach seiner Auszeit wieder eingestiegen und Mohamad Al Halab rückt nach bisher sechs Einsätzen im Herrenbereich komplett von den A-Junioren nach oben. Neues in Sachen Personal gibt es gleichfalls von der Funktionärsebene zu vermelden. So hat es Sören Zborala nicht lange zu Hause ausgehalten und wurde beim SV inzwischen zum Abteilungsleiter Fußball berufen. Was ein gutes Omen für die Grün-Weißen sein sollte. Unter ihm als Interimstrainer schafften die Böhlener 2017 und 2018 den Klassenerhalt. Der Verbleib in der Kreisoberliga ist auch heuer das Minimalziel für die Chemiker. Alles darüber hinaus wird gern mitgenommen. Dafür fließt momentan der Schweiß in Strömen.