06. Oktober 2019 / 19:46 Uhr

Volleyball-Bundesliga: SC Potsdam überrascht in Dresden

Volleyball-Bundesliga: SC Potsdam überrascht in Dresden

Ronny Müller
Märkische Allgemeine Zeitung
Volleyball: Jubel SC Potsdam nach Sieg in Dresden
Potsdamer Jubel in Dresden © Denis Trapp
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Das Team von Trainer Guillermo Naranjo Hernandez setzt sich beim Dresdner SC mit 3:1 durch.

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Der SC Potsdam ist mit einem Ausrufezeichen in die Saison der Frauenvolleyball-Bundesliga gestartet. Das Team von Trainer Guillermo Naranjo Hernandez setzte sich am Samstagabend beim Dresdner SC mit 3:1 (25:23, 25:22, 20:25, 25:22) durch. Der Sieg beim langjährigen deutschen Spitzenverein kam überraschend, weil Potsdam mit acht Neuzugängen im Zwölfer-Kader einen Umbruch zu bewältigen hat.

Sportdirektor Toni Rieger freute sich über den gelungenen Saisonauftakt, warb aber für Bodenhaftung. Potsdam habe phasenweise gut gespielt, aber nicht durchgehend. Rieger: „Auch im Rückstand hat sich die Mannschaft nicht aus der Ruhe bringen lassen, sehr gut aufgeschlagen und geblockt.“ Die stark besetzten Dresdnerinnen, die eine starke Vorbereitung hingelegt haben, enttäuschten keineswegs. „Ich habe viele gute Sachen bei uns gesehen, aber natürlich auch viele Fehler, die wir nicht hätten machen müssen. Die Nervosität beim ersten Heimspiel war sicher groß“, sagte DSC-Trainer Alexander Waibl. „Aber wer cooler bleibt und in den entscheidenden Momenten weniger Fehler macht, der gewinnt“, bilanzierte Rieger.

„Der Trainer wird schon dafür sorgen, dass alle am Boden bleiben“

Bereits vor zwei Jahren hatte Potsdam die Saison mit einem Sieg gegen Dresden begonnen. Anschließend gab es vier Niederlagen in Folge. „Der Trainer wird schon dafür sorgen, dass alle am Boden bleiben“, sagte Rieger. „Denn auch für diesen Sieg gibt es nur drei Punkte.“ Bei aller Freude war erkennbar, dass die Abstimmung noch fehlt. Coach Hernandez hatte Ana Escamilla, Brittany Abercrombie, Sofija Medic, Anne Hölzig, Valerie Nichol und Lisa Gründing in die Startformation beordert. Außer Libera Aleksandra Jegdic verzichtete Hernandez auf eine Rotation, lediglich Antonia Stautz kam noch zum Einsatz.

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Die Spanierin Ana Escamilla kam anfangs, vielleicht beeinträchtigt von 2900 Zuschauern, noch nicht richtig zum Zuge. Später steigerte sich die EM-Teilnehmerin und sammelte 15 Punkte ein. Insgesamt lieferten vier Potsdamerinnen ein zweistelliges Ergebnis ab. Der Verlust von Topscorerin Marta Drpa wird also als Team aufgefangen. „Wir sind weniger ausrechenbar. Und das zeigt, wie breit wir aufgestellt sind“, sagte Rieger.

Dass etwa Abercrombie und Escamilla noch Steigerungspotenzial haben, zeigt ihre Statistik. Die US-amerikanische Diagonalspielerin hatte eine Angriffsquote von 27 Prozent. Bei Annahme/außen-Spielerin Escamilla waren es sogar nur 22 Prozent. Dafür sprangen in kniffligen Phasen die Mittelblockerinnen in die Bresche: Lisa Gründing wies eine stolze Quote von 67 Prozent aus. Medic kam bei zwölf Angriffen ebenfalls auf 67 Prozent, die Serbin verwandelte auch den Matchball. Am kommenden Samstag (19 Uhr, MBS-Arena) wollen die Potsdamerinnen den gelungenen Start gegen Straubing veredeln.

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