24. November 2020 / 20:37 Uhr

Gegen Wundertüte mit Titeln: SC Potsdam zum zweiten Mal im Europacup

Gegen Wundertüte mit Titeln: SC Potsdam zum zweiten Mal im Europacup

Tobias Gutsche
Märkische Allgemeine Zeitung
Der CEV-Cup ist der zweithöchste Volleyball-Vereinswettbewerb in Europa.
Der CEV-Cup ist der zweithöchste Volleyball-Vereinswettbewerb in Europa. © Silas Stein/dpa
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Der Tabellenführer der Frauenvolleyball-Bundesliga trifft daheim in einem Entscheidungsspiel des CEV-Cups auf Hapoel Kfar Saba aus Israel. Die Vorbereitung darauf ist schwierig.

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Das Wasser, in dem die Trainer des SC Potsdam nach Informationen fischen, ist trübe. Viel Material über den Gegner an diesem Mittwochabend (19 Uhr/MBS-Arena) habe man nicht, sagt Scout Riccardo Boieri. Im CEV-Cup, dem zweithöchsten europäischen Volleyball-Vereinswettbewerb, hat der Potsdamer Club Hapoel Kfar Saba zu Gast. „Aus anderen Ländern würden wir viele Videos zusammenbekommen, aus der israelischen Liga ist kaum etwas zu finden“, berichtet Athletikcoach Ioannis Paraschidis. „Aber wir werden unser Team schon ordentlich einstimmen.“

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Bei der Premiere an Kazan gescheiter

Hapoel aus Kfar Saba, einer 100.000-Einwohner-Stadt vor den Toren von Tel Aviv, gehört zu den besten Frauenvolleyball-Mannschaften Israels. 2012, 2015 und 2017 wurde die nationale Meisterschaft gewonnen, 2014 und 2015 der Pokal. Seit zehn Jahren ist der Verein Stammgast im Europacup. Der SC Potsdam ist erst das zweite Mal dabei. Bei der Premiere vorige Saison scheiterte der Bundesligist trotz guter Leistung in der Auftaktrunde des CEV-Cups mit 2:3 und 1:3 am früheren Champions-League-Sieger Dinamo Kazan.

SC Potsdam: Kader 2020/21 in der Frauenvolleyball-Bundesliga

Das SCP-Team für die Saison 2020/21. Zur Galerie
Das SCP-Team für die Saison 2020/21. © Kathleen Friedrich/SC Potsdam

Gegen Kfar Saba wird nun lediglich ein Entscheidungsspiel ausgetragen – aufgrund der schwierigen Bedingungen wegen der Corona-Pandemie hatten sich die Clubs darauf verständigt. Und auch anschließend geht es nicht im gewohnten Modus weiter. Der europäische Verband CEV hat beschlossen, Achtel- und Viertelfinals am 8. bis 10. Dezember als Mini-Turniere durchzuführen, um die Ausrichtung zu erleichtern.

Sieger soll nach Istanbul

Sollte sich der SCP am Mittwoch durchsetzen, müsste er in Istanbul gegen den gastgebenden Galatasaray HDI oder Khimik Yuzhny aus der Ukraine antreten. Das zweite Achtelfinale dieser Gruppe bestreiten der Dresdner SC und Nova KBM Branik Maribor aus Slowenien – die jeweiligen Sieger treffen anschließend an gleich Stelle zum Halbfinale aufeinander.

„Wir und Dresden hatten uns auch um die Ausrichtung beworben“, sagt Potsdams Teammanager Eugen Benzel. „Per Losverfahren fiel die Entscheidung aber auf Istanbul.“ Im Falle eines Weiterkommens müsste er viele behördliche Erlaubnisse einholen, um den SCP-Tross in die Türkei bringen zu können.