20. Januar 2021 / 09:39 Uhr

Volleyball-Damen des Dresdner SC wollen Siegesserie weiter ausbauen

Volleyball-Damen des Dresdner SC wollen Siegesserie weiter ausbauen

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
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Die Dresdner Volleyballerinnen sind zur Zeit sehr gut drauf. © SPORTFOTO-ALBRECHTDIETMAR ALBRECHT
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Nach sechs Siegen in Folge wartet nun auf die Volleyballerinnen des Dresdner SC ein absoluter Härtetest. Im Nachholspiel der Hinrunde empfangen die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl am Mittwoch den SSC Palmberg Schwerin zum Ost-Klassiker.

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Dresden.Eigentlich will Alexander Waibl nicht zurückblicken. Dennoch weiß der erfahrene Trainer der DSC-Volleyballerinnen, dass der letzte Sieg seiner Mannschaft gegen den Dauerrivalen Schwerin schon eine Weile her ist. Bis zum 20. Dezember 2017 muss man in der Statistik kramen, um einen 3:2-Erfolg im Pokal-Halbfinale zu finden. „Das spielt aber für mich keine Rolle, weil es die Vergangenheit abbildet“, so der 52-Jährige vor der Neuauflage des Ost-Klassikers am Mittwoch in der Margon-Arena (19 Uhr). Dann aber räumt er doch ein: „Natürlich wäre es an der Zeit, diese Serie einmal zu beenden.“

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Zumal dann eine andere Serie fortgesetzt werden würde. Denn seit nunmehr sechs Spielen sind seine Schützlinge in der Bundesliga unbesiegt. „Da war zum Beispiel der Erfolg gegen Potsdam dabei, gegen die wir auch lange nicht gewinnen konnten“, führt Waibl ein Beispiel für die erfreuliche Entwicklung seiner Mannschaft an. Nun aber soll sein Team den „nächsten Schritt gehen“ und auch eine der absoluten Top-Mannschaften bezwingen.

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Zweimal standen sich beide in dieser Saison schon gegenüber. Zum Saisonstart setzten sich beim Supercup in der Margon-Arena die Schützlinge von Felix Koslowski klar mit 3:0 durch. Anfang November sicherten sich die Mecklenburgerinnen in heimischer Halle mit einem 3:1 im Pokal-Halbfinale den Einzug ins Finale. Inzwischen konnten sich die Dresdnerinnen deutlich steigern, was auch der zweite Tabellenplatz unterstreicht.

Alexander Waibl zuversichtlich

Dass der Konkurrent aus dem Norden erst vergangene Woche gegen Stuttgart unterlag und derzeit Platz fünf einnimmt, sieht Waibl aber keinesfalls als Anzeichen von Schwäche: „Sie hatten auch ihre gesundheitlichen Sorgen und sie werden deutlich stärker auftreten als gegen Stuttgart“, ist der Coach überzeugt. Er will ohnehin aber vor allem auf seine Schützlinge schauen: „Wir müssen gegenüber Münster ebenfalls eine große Schippe drauflegen. Volleyballerisch haben wir alles, was es braucht, um das Spiel zu gewinnen, aber wir müssen auch die mentale Hürde nehmen, über eine gewisse Schwelle zu gehen.“


Es sei für seine junge Truppe ein Lernprozess, mit Erfolg und Misserfolg in einem Spiel umzugehen. „Wir dürfen uns nicht von guten Szenen dazu verleiten lassen, zu denken, es läuft. Genauso dürfen wir uns nicht in schlechten Phasen runterziehen lassen, sondern wir sollten versuchen, ein hohes Niveau durchgängig zu spielen und die Emotionen stets hochzuhalten“, sieht der Coach einen Schlüssel für den Erfolg.

Schwerin sei ein sehr erfahrenes und kompaktes Team, dennoch ist Alexander Waibl zuversichtlich, dass seine Mädels in der Lage sind, auch diesen Gegner zu knacken: „Wir wollen uns diesmal nicht mit Teilerfolgen begnügen und glauben schon, dass wir sie schlagen können“, powert er, kalkuliert aber auch ein mögliches Scheitern ein. „Es ist eine Standortbestimmung für uns. Entweder wir bekommen die Bestätigung, dass wir soweit sind, so ein Spiel zu gewinnen. Oder aber uns wird aufgezeigt, was uns noch fehlt.“