29. April 2021 / 15:52 Uhr

Volleyball-Meister Dresdner SC holt Nationalspielerin Linda Bock

Volleyball-Meister Dresdner SC holt Nationalspielerin Linda Bock

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Dresdner SC, Volleyball,
Linda Bock wird neue Libera für den Dresdner SC,
hier 2020 im Trikot von USC Münster,

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Linda Bock wechselt vom USC Münster zum Deutschen Meister nach Dresden und unterschreibt einen Zweijahresvertrag. © Matthias Rietschel
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Kaum ist der nationale Titel im Sack, schon stellen die Volleyballerinnen aus Elbflorenz die Weichen für die nächste Saison. Die Nationalspielerin Linda Bock macht beim USC Münster von ihrer Ausstiegsklausel gebrauch und wechselt nach Dresden.

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Dresden. Ein Geheimnis war es schon längst nicht mehr, jetzt ist es auch offiziell: Linda Bock wird bei den DSC-Volleyballerinnen Libera Lenka Dürr beerben. Wie der frischgebackene deutsche Meister am Donnerstag bekanntgab, wechselt die 20-jährige Annahme- und Abwehrspezialistin vom USC Münster an die Elbe und unterschreibt einen Zweijahresvertrag. Dürr hatte am letzten Spieltag ihren Abschied öffentlich gemacht. Dabei wird die 30-Jährige wohl ihre Karriere komplett beenden.

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Linda Bock, die aus Borken stammt, 2016 auch U17-Meisterin im Beachvolleyball war, gehörte seit 2017 zum USC-Aufgebot. Bei den Westfalen hatte die Jung-Nationalspielerin eigentlich noch einen laufenden Vertrag bis 2022. Sie konnte aber jetzt von einer Ausstiegsklausel Gebrauch machen. Wie der Sportliche Leiter des USC, Ralph Bergmann, betonte, sei „alles hoch professionell abgelaufen“. Sie habe den Münsteranerinnen ihren Wunsch zeitig und ehrlich kommuniziert, wie Bergmann betont. Wie westfälische Medien berichten, habe der DSC für den vorzeitigen Abgang der umworbenen Libera eine niedrige fünfstellige Ablöse bezahlt.

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DSC-Trainer Alexander Waibl lernte das Talent, das in früher Jugend auch Tennis und Fußball gespielt hat und beim Opa auf dem Bauernhof sogar Holz hacken und Traktor fahren lernte, schon 2019 bei der Universiade in Neapel besser kennen und schätzen. Und er hat seither ihren Werdegang verfolgt. „Wir haben uns für Linda entschieden, weil Sie alles mitbringt, was wir auf der Libera-Position brauchen. Sie ist ein extremer Wettkampftyp, willensstark, schnell und bereit, hart an sich zu arbeiten. Sie hat trotz ihres jungen Alters schon einige Erfahrungen sammeln können und wird sich sicher super zu uns passen“, ist der DSC-Coach, der in diesen Tagen gerade als U23-Trainer mit seiner neuen Libera in Heidelberg zusammenarbeitet, überzeugt.

Libero Duo mit Sophie Dreblow?

Linda Bock, die übrigens mit dem Schweriner Co-Trainer Paul Sens liiert ist, betont: „Ich freue mich riesig, die Chance bekommen zu haben, für einen Topclub wie Dresden spielen zu dürfen. Ganz besonders freue ich mich darauf, um den Titel zu kämpfen und international zu spielen.“ Dass dabei viel Arbeit auf sie zukommt, ist ihr natürlich bewusst: „Ich denke, ich muss lernen, vielen neuen Anforderungen gerecht zu werden, aber genau das sehe ich als großartige Challenge für mich.“

Und wie es aussieht, bekommt sie dabei noch Unterstützung von der zwei Jahre älteren Sophie Dreblow. Wie Liga-Konkurrent Nawaro Straubing auf seiner Homepage verriet, heuert die gebürtige Schwedterin ebenfalls in Dresden an. Sie trainiert derzeit ebenfalls in Heidelberg mit dem erweiterten Nationalmannschaftskader. Die Libera spielte seit 2018 für Straubing, zuvor für Potsdam und den VCO Berlin. Wenn sie mit Bock das neue Libero-Duo bilden soll, dann ist auch klar, dass die US-Amerikanerin Morgan Hentz nicht mehr für den DSC auflaufen dürfte.