03. Juni 2020 / 18:51 Uhr

Deshalb spielen die Volleyballer des MTV Gifhorn nicht in der Verbandsliga

Deshalb spielen die Volleyballer des MTV Gifhorn nicht in der Verbandsliga

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Neuaufbau: Mehrere Spieler verließen die Volleyball-Herren um Trainer Werner Metz.
Neuaufbau: Mehrere Spieler verließen die Volleyball-Herren um Trainer Werner Metz. © Michael Franke
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Der MTV Gifhorn hat die erste Mannschaft nach dem Oberliga-Abstieg vom Spielbetrieb abgemeldet. Viele Spieler verlassen den Verein, die verbliebenen gründen das Fundament in der Landesliga. Der Wunsch über die Spielklasse kam aus der Mannschaft.

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Die Männer des MTV Gifhorn haben ihre erste Mannschaft, die in der vergangenen Saison aus der Oberliga abgestiegen war, vom Spielbetrieb abgemeldet. Die Landesliga-Reserve wird dadurch zur neuen Ersten. Trainer Werner Metz traf die Entscheidung nach Rücksprache mit den Spielern, die dem Verein erhalten bleiben. „Sechs Spieler haben den Verein verlassen, danach haben wir mit den Verbleibenden aus beiden Mannschaften besprochen, welche Liga sinnvoll ist. Aus der Mannschaft kam der Wunsch, dass wir aufgrund der Zusammensetzung in der Landesliga spielen wollen, deshalb haben wir eine Klasse tiefer gemeldet“, erklärt Metz den Verzicht aufs Verbandsliga-Startrecht.

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Sechs Spieler haben Verein verlassen

Neben Kapitän Max Lauterbach verlassen Samuel Morgenstern, Martin Balzer, Sascha Bach, Dennis Zappi und Fabian Barde den Verein. Teils aus sportlichen, beruflichen oder privaten Gründen. Fabian Fischer, Rene Buchmann, Albert Sanduljak und Sergej Prokofiev bilden das Grundgerüst in der Landesliga-Mannschaft, gehen künftig neben den Spielern aus der ehemaligen Zweiten auf Punktejagd.

Saisonziele noch nicht festgelegt

Der vorherige MTV Gifhorn I um Fabian Fischer und Co. war nach dem Abstieg aus der Regionalliga auch aus der Oberliga abgestiegen.

Nun den direkten Aufstieg in die Verbandsliga als Saisonziel auszugeben, ist für Metz verfrüht. „Das muss ich erst mit meinen Spielern besprechen. Darüber haben wir uns noch überhaupt keine Gedanken gemacht.“

Neben den Herren bleibt Metz weiterhin Trainer der beiden Damen-Teams. Die Erste war in der vergangenen Saison aus der Verbandsliga abgestiegen und spielt in der kommenden Saison ebenfalls in der Landesliga. Auch hier sei die Ausgabe eines Saisonziels laut Metz noch zu früh. „Die Staffeleinteilungen sind raus, einige Gegner kennt man, andere wiederum nicht. Da müssen wir auch erst einmal gucken, wie stark die in der nächsten Saison sein werden.“

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"Müssen wieder aus dem Corona-Schlaf herauskommen"

Die zweite Mannschaft der Damen hat sich nicht, wie am Montag irrtümlich berichtet, vom Spielbetrieb abgemeldet, und wird auch in der kommenden Saison in der Bezirksklasse antreten. Die Einteilung für die Staffel ist noch nicht vollzogen worden. Darum war der MTV II noch nicht auf der vom Nordwestdeutschen Volleyball-Verband veröffentlichten Spielklassenübersicht zu finden.

Nach der langen Corona-Pause ist Metz froh, dass die Mannschaften wieder trainieren können. „Wir nehmen langsam wieder ein wenig Fahrt auf und trainieren wieder draußen auf der Beachvolleyball-Anlage. Wir müssen jetzt so langsam wieder aus dem Corona-Schlaf herauskommen.“ Der Nordwestdeutsche Volleyball-Verband hofft, die Saison zeitgerecht starten zu können. In der kommenden Saison wird womöglich auf 8er- und 10er-Staffeln verzichtet, um gegebenenfalls auf einen späteren Start der Spielzeit wegen der anhaltenden Corona-Pandemie frühzeitig reagieren zu können.