02. Dezember 2019 / 16:55 Uhr

Volleyballerinnen der SF Aligse gehen im Spitzenspiel in die Knie

Volleyballerinnen der SF Aligse gehen im Spitzenspiel in die Knie

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nicht zu fassen: Aligses Trainer Holger Banko äußert seinen Unmut über eine strittige Entscheidung auf seine Art. 
Nicht zu fassen: Aligses Trainer Holger Banko äußert seinen Unmut über eine strittige Entscheidung auf seine Art.  © Thomas Bork
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Sie holen aus ihren Möglichkeiten das Maximum heraus, die Volleyball-Frauen der SF Aligse. Mehr ist halt momentan nicht drin. Das hat ihnen auch das 0:3 im Drittliga-Spitzenspiel gegen Fortuna Bonn noch einmal vor Augen geführt.

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Der Volleyball landete an der Netzkante, rollte wenige Zentimeter an ihr entlang – und senkte sich am Ende ins Feld der Gastgeberinnen. Wenn du kein Glück hast, kommt auch noch Pech dazu. „Weiter gehts, Mädels! Kommt, die Annahme ist gut. Gut so, weiter mutig.“ Auch die ständigen Ansagen von Holger Banko halfen nicht.

Rückstand wächst an

Der Frauen-Trainer der SF Aligse tigerte an der Seitenlinie auf und ab, verschränkte, die Arme, klatschte, rief und haderte mit den Entscheidungen der Unparteiischen. Vergeblich. Am Ende gingen die SFA im Drittliga-Spitzenspiel gegen Fortuna Bonn in die Knie. Sinnbildlich und tatsächlich. Nach dem 0:3 (21:25, 21:25, 24:26) beträgt der Rückstand auf die Tabellenspitze bereits 13 Zähler.

"Gewisse Unsicherheit"

Banko hatte eine „gewisse Unsicherheit“ registriert. Kein Wunder, in puncto Auswechselspielerinnen stand es 8:3 für die Gäste. Gesa von Harlessem lag mit Fieber im Bett, Inga Thiele stand hinter dem Getränkestand. Nur zwei Beispiele einer Ausfallliste, die es in sich hat. Die Möglichkeiten waren abermals begrenzt.

Bilder zum Volleyball-Spitzenspiel der Damen SF Aligse gegen Fortuna Bonn

Die Bilder zum Volleyball-Spitzenspiel der Damen SF Aligse gegen Fortuna Bonn. Zur Galerie
Die Bilder zum Volleyball-Spitzenspiel der Damen SF Aligse gegen Fortuna Bonn. ©
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Daran änderte auch das Comeback von Katharina Büker, die beim Stand von 12:16 im zweiten Satz ihr Saisondebüt feierte, nichts. „Jeder wollte es, aber jede wollte es vielleicht auch zu viel“, sagte Banko. „Es war klar, dass alle einen richtig guten Tag brauchen, aber ob alle ihren besten Tag hatten, weiß ich nicht. Wir waren verhältnismäßig unsicher.“

In der Crunchtime nicht auf der Höhe

Was vor allem für die sogenannte „Crunchtime“ galt, sprich die entscheidende Phase eines Satzes. Im ersten Durchgang führten die Aligserinnen mit 14:11, lagen wenig später aber mit 14:16 zurück. Und in der heißen Phase leisteten sie sich schlicht zu viele Fehler.

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„Alle wollten, ich kann keiner Spielerin einen Vorwurf machen“, sagte Banko, der nach einen strittigen Entscheidung der Schiedsrichter beim Stand von 21:23 seine Trainingsjacke auszogen hatte. „Jeder wusste, es kommt auf mich an, dann will jeder Verantwortung übernehmen und dann passieren Fehler.“

Büker gibt ihr Comeback

Lange Ballwechsel gab es auch im Anschluss selten, die Annahme stand auf beiden Seiten, wobei die der Gäste noch einen Tick besser war. Die Aligserinnen liefen im zweiten Abschnitt stets einem Rückstand hinterher, zeigten aber eine unbändige Moral. Die eingewechselte Büker sowie eine Aufschlagsserie von Leonie Lamp sorgten dafür, dass die SFA zum 16:16 ausgleichen konnten. Es blieb spannend – bis zur Crunchtime.

Die Niederlage der Aligser Volleyballerinnen gegen Fortuna Bonn im Video

Mit entschlossenen Gesichtern kamen die Gastgeberinnen auf das Feld zurück. Beschriebener Netzroller war Bonns Punkt zum 4:4. Und als die Schiedsrichter einen Aligser Angriffsball im Aus und keine Berührung des Bonner Blocks gesehen hatten, ging Banko mit geschlossenen Augen in die Knie – 10:12.

Erstes 0:3 seit mehr als einem Jahr

Nicht zuletzt dank Lea Frackmann und Hanna Viemann kämpften sich die SFA jedoch zurück und gingen am Ende dennoch zum ersten Mal seit dem 11. November 2018 (0:3 gegen Bayer Leverkusen) ohne Satzgewinn aus der eigenen Halle. Weil selbst eine 24:20-Führung in der Crunchtime des dritten Durchgangs nicht reichte.

Aligses Männer verlieren ebenfalls mit 0:3

Nicht wirklich besser lief es für die Drittliga-Männer der SF Aligse: Tags darauf unterlagen sie bei den Tecklenburger Land Volleys mit 0:3 (22:25, 22:25, 20:25). Trainer Christian Franz machte aus der Not eine Tugend, setzte komplett auf den Nachwuchs. So spielten Lukas Wittenhorst und Moritz Viemann durch. „Im Bereich Aufschlag/Annahme waren wir mindestens ebenbürtig“, sagte Franz. „Im Bereich Block/Abwehr haben wir nicht den Zugriff bekommen. Bringen wir zu Hause die selbe Leistung, gewinnen wir das Ding.“

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