24. April 2021 / 12:12 Uhr

Volleyballerinnen des Dresdner SC greifen daheim nach dem Titel

Volleyballerinnen des Dresdner SC greifen daheim nach dem Titel

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Waibl
Daumen hoch: DSC-Trainer Waibl ist mit seinen Spielerinnen zufrieden. © Matthias Rietschel
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Nun wollen die Volleyballerinnen des Dresdner SC nach der Aufholjagd auch den Titel holen. Im fünften und letzten Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft erwarten die Spielerinnen von Trainer Alexander Waibl den Allianz MTV Stuttgart in der Margon-Arena.

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Dresden. „Jetzt wollen wir auch den letzten Schritt gehen“, verkündet Alexander Waibl voller Zuversicht, aber wohlwissend, dass es der schwerste wird. Schmetterten seine DSC-Volleyballerinnen in den letzten beiden Partien gegen den vorzeitigen Titelgewinn von Allianz MTV Stuttgart an, so haben sie nun im fünften und entscheidenden Finalspiel in heimischer Halle erstmals auch selbst die Chance, etwas zu gewinnen – den sechsten Meistertitel in der Vereinsgeschichte. „Es ist ein Endspiel wie im Pokal. Darauf freue ich mich, weil ich solche Endspiele mag und es einfach eine geile Serie ist“, blickt der DSC-Cheftrainer schon mit leichtem Kribbeln auf die alles entscheidende Partie in dieser nervenaufreibenden „Best-of-five“-Serie an diesem Sonnabend (14 Uhr/live auf Sport1) in der heimischen Margon-Arena.

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Waibl hat gute Final-Bilanz gegen MTV

Schon zwei Meisterschaftsserien konnte der gebürtige Stuttgarter in der Vergangenheit gegen seinen alten Verein gewinnen – 2015 holte er mit dem DSC mit einem glatten Durchmarsch in drei Spielen den Titel und ein Jahr später ging die Finalserie dann über fünf Spiele und nach dem 3:0 in Dresden jubelten die Elbestädterinnen am Ende sogar über das Double. Von Seiten des DSC ist nur noch der Coach selbst übriggeblieben. Bei den Stuttgarterinnen erlebte zumindest die tschechische Angreiferin Michaela Mlejnkova die für sie damals bittere Final-Niederlage und die heutige Sportdirektorin Kim Renkema, die ihre Mannschaft als Kapitän aufs Feld führte.

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All das ist jedoch fünf Jahre her. Nach einem schlechten Start in die diesjährige Finalserie mit zwei Niederlagen kamen die Elbestädterinnen immer besser in Schwung und glichen zum 2:2 aus. Doch die drei Fünf-Satz-Spiele binnen acht Tagen gegen die Schwaben haben reichlich Körner gekostet. „Man merkt es schon, dass die Spiele ganz schön Energie rauben“, gibt auch DSC-Kapitän Lena Stigrot zu. Doch die 27-jährige Nationalspielerin betont umgehend: „Wir konnten uns nach der Rückkehr gut erholen und regenerieren. Uns hilft natürlich auch das Wissen, jetzt kommt nur noch dieses eine Match. Wir sind bereit, haben alles im Werkzeugkasten, was wir brauchen“, versichert die Außenangreiferin, die die Chancen für ihr Team auch nicht an der Personalie Krystal Rivers festmachen möchte.



Rätselraten um Krystal Rivers

Die US-amerikanische Ausnahmekönnerin musste im Spiel am Mittwoch wegen Krankheit passen und die Schwaben halten sich bedeckt, ob die Top-Scorerin in Dresden spielen kann. „Zuerst einmal möchten wir ihr gesundheitlich nur das Beste wünschen“, betont Stigrot, die wie alle in der Bundesliga die außergewöhnliche Geschichte der Diagonalangreiferin kennt. „Doch“, so fügt die DSC-Spielführerin hinzu, „wir haben Stuttgart jetzt in jeder Konstellation gesehen. Der Fokus liegt vielmehr auf uns selbst. Auch wenn man immer noch kleine Anpassungen vornehmen kann, müssen wir vor allem das tun, was wir am besten können.“

In die gleiche Kerbe schlägt auch Alexander Waibl: „Jeder hat am Mittwoch erlebt, dass Stuttgart auch ohne Krystal Rivers brutal stark, gefährlich und sogar unberechenbarer sein kann. Und für mich ist unbestritten, dass der MTV auch ohne sie im Finale stehen würde“, so der 53-Jährige, der sicher ist, dass auch das fünfte Spiel ein enges, hart umkämpftes wird und dass es dabei auf viele Kleinigkeiten ankommt. „Wir müssen einfach nochmal alles rausholen, vor allem aus guter und schlechter Annahme besser punkten“, sieht Waibl einen wichtigen Schlüssel. Nach dem hart erkämpften Sieg am Mittwoch gehe man auf jeden Fall „mit einem guten Gefühl ins fünfte Spiel“, wie Lena Stigrot und ihre Nationalmannschafskollegin Jennifer Janiska unisono unterstreichen. Diagonalangreiferin Maja Storck jedenfalls macht eine klare Ansage: „Jetzt gibt es nur noch Vollgas und in heimischer Halle den Meistertitel holen.“

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