20. Februar 2021 / 18:57 Uhr

Volleyballerinnen des Dresdner SC setzen Siegesserie gegen Wiesbaden fort

Volleyballerinnen des Dresdner SC setzen Siegesserie gegen Wiesbaden fort

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Die Spielerinnen des Dresdner SC freuen sich über den Heimsieg gegen Wiesbaden (Archivbild).
Die Spielerinnen des Dresdner SC freuen sich über den Heimsieg gegen Wiesbaden (Archivbild). © Steffen Manig
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Die DSC-Volleyballerinnen gewinnen in der Bundesliga glatt mit 3:0 gegen den gut mitspielenden VC Wiesbaden und festigen damit die Tabellenführung.

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Dresden. Die Erfolgsserie hat gehalten. Vier Tage bevor die Bundesliga-Volleyballerinnen vom Dresdner SC zum Spitzenspiel in Stuttgart aufschlagen, haben sie am Sonnabend ihre Pflichtaufgabe gegen den VC Wiesbaden mit 3:0 (25:23, 25:20, 25:20) erfüllt. Mit dem zwölften Sieg in Folge haben die Elbestädterinnen drei Spieltage vor Schluss der Hauptrunde mindestens den zweiten Platz sicher. „Ich schaue nicht so auf die Tabelle, aber je weiter man oben steht, desto besser. Ich denke, diese Position haben wir uns auch echt erarbeitet“, befand Libera Lenka Dürr, die nach der Partie zur MVP gekürt wurde.

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Schwere Woche wirkt nach

Dass der Spitzenreiter sich aber phasenweise gegen den Tabellenneunten schwerer als erwartet tat, begründete die erfahrene ehemalige Nationalspielerin mit der Belastung vor allem in der abgelaufenen Woche: „Die Trainingswoche steckte uns schon in den Knochen. Wir sind viel gesprungen, haben intensiv an den Angriffskombinationen gearbeitet. Da waren wir nicht so spritzig“, gab die 30-Jährige zu.

Tatsächlich waren die DSC-Damen zunächst gut ins Spiel gestartet, hatten sich schnell auf 11:4 abgesetzt. Dann aber brachte eine Aufschlagserie der VCW-Angreiferin Marijeta Runjic die Gastgeberinnen aus dem Konzept. Hinzu kam, dass die Hessinnen sehr gut in Block- und Feldabwehr standen und viele Bälle rauskratzten. So drehte Wiesbaden in dieser Phase das Spiel mit 12:11 zu seinen Gunsten und konnte sich sogar einen 19:16-Vorsprung erarbeiten.

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Der DSC aber kämpfte sich wieder heran und entschied in der engen Schlussphase den Satz zu seinen Gunsten. In den Sätzen zwei und drei lagen die Waibl-Schützlinge stets vorn. Kamen die Gäste, die nie aufsteckten, doch etwas näher heran, fand der Spitzenreiter dafür die nötigen Lösungen. Nach 83 Minuten verwandelte Kapitän Lena Stigrot den zweiten Matchball zum Sieg. Als erfolgreichste Scorerin erwies sich einmal mehr Diagonalangreiferin Maja Storck mit 15 Punkten, zudem punkteten auch Lena Stigrot (13) und Jennifer Janiska (12) zweistellig.

Waibl zollt Wiesbaden Respekt

Alexander Waibl befand nach dem Sieg ebenfalls: „Es war schon ein Spiel, das uns nicht so leicht von der Hand ging. Wiesbaden hat wirklich sehr, sehr gut Block- und Feldabwehr gespielt. Im ersten Satz kamen wir dann nach der klaren Führung aus einer Rotation nicht raus. Ab dem zweiten Satz haben wir dann aber sehr stabil agiert, ohne jedoch Glanz zu verbreiten.“ Man habe schon gemerkt, dass seinen Schützlingen nach der Trainingswoche ein wenig die Energie gefehlt habe. „Wir waren etwas müde und mussten uns sehr darauf konzentrieren, unser Niveau zu halten. Wie das die Mannschaft aber gemacht hat, gefiel mir sehr“, lobte er seine Damen.

Die Frage nach dem Meisterschaftsfavoriten wehrte Waibl trotz aller Euphorie im Umfeld des Tabellenführers ab: „Wir dürfen uns nicht selbst in die Tasche lügen und glauben, dass wir als Favorit in die Endphase gehen. Da gibt es andere. Denn eines ist klar, wir haben eine sehr junge Mannschaft. Und wir können nur etwas reißen, wenn alle bescheiden und am Boden bleiben“, warnt der 52-Jährige. Er sagt aber zugleich: „Natürlich haben Stuttgart, Schwerin und wir die Chance, Meister zu werden.“