27. Dezember 2020 / 20:10 Uhr

Volleyballerinnen des Dresdner SC gelingt Revanche gegen Potsdam

Volleyballerinnen des Dresdner SC gelingt Revanche gegen Potsdam

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
dsc volley
Jennifer Janiska vom DSC schmettert den Ball mit aller Kraft über das Netz. © Matthias Rietschel
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Zum Jahresabschluss gewannen die Volleyball-Damen des Dresdner SC zu Hause mit 3:0 gegen den SC Potsdam. Für das Team von Trainer Alexander Waibl ist das der fünfte Sieg in Folge. Damit steht die Mannschaft auf dem zweiten Tabellenplatz.

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Dresden. Vorstandschef Jörg Dittrich hüpfte in dicker Weste tanzend auf und ab, Geschäftsführerin Sandra Zimmermann trommelte sich die Finger auf der Tribüne warm. Im „Eisschrank“ Margon-Arena kroch nach ausgefallener Heizung am letzten Spieltag des alten Jahres die Kälte in alle Glieder. Doch die DSC-Volleyballerinnen ließen sich davon nicht beeindrucken, sondern sie schmetterten mit heißem Herzen Konkurrent SC Potsdam in 78 Minuten glatt mit 3:0 (26:24, 25:15, 25:20) aus der Halle.

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„Das kannten wir schon mehrfach von Auswärtsspielen im Europacup, in der eigenen Halle war das eine neue Erfahrung. Aber einen Einfluss auf das Spiel hatte das nicht“, meinte Trainer Alexander Waibl nach der Partie. „Ich habe noch nie so wenig geschwitzt in einem Spiel“, gab auch die Schweizer Nationalspielerin Maja Storck anschließend zum Thema „Kälte“ zu Protokoll und fügte grinsend an: „Zum Glück hatten wir die Winterjacken dabei.“ So konnten sich die Diagonalangreiferin und ihre Teamgefährtinnen die wärmenden Kleidungsstücke in Auszeiten oder den Satzpausen überstreifen.

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Spätestens nach den ersten Ballwechseln waren die widrigen Umstände vergessen und die Gastgeberinnen zeigten, was in ihnen steckt. Nachdem sie zu Saisonbeginn in Potsdam eine klare 0:3-Niederlage kassiert hatten, drehten sie diesmal mit einer starken Vorstellung den Spieß um. Sie revanchierten sich eindrucksvoll, legten zudem einen perfekten Start in die Rückrunde hin und festigten mit dem fünften Sieg in Folge den zweiten Tabellenplatz.

Monsterblock brachte ersten Satzball

„Ich bin sehr, sehr zufrieden. Es war wichtig, dass wir uns für die Arbeit in den vergangenen Wochen und Monaten belohnt haben. Man sieht, dass wir uns nach dem schwierigen Saisonstart in allen Elementen entwickelt haben. Wir haben heute sehr druckvoll aufgeschlagen und hervorragend Block-Abwehr gespielt. Dazu haben wir immer wieder in entscheidenden Moment gute Lösungen im Angriff gefunden“, lobte der Chefcoach seine Mannschaft. Nicht zuletzt hatte auch das Trainerteam die Spielerinnen gut vorbereitet, denn von Beginn an zeigten sie sich taktisch bestens auf den Gegner eingestellt. Sie waren konzentriert in die Partie gestartet. Mit druckvollen Aufgaben bereiteten sie Potsdam Probleme.


Dazu stand die eigene Annahme sehr stabil und so konnte Regisseurin Jenna Gray ihre Angreiferinnen variabel in Szene setzen. Und immer wieder entschärfte der gut postierte Block die Angriffe der Gäste. Zur ersten technischen Auszeit lag der DSC schon mit 8:4 vorn. Danach kamen die Potsdamerinnen zunehmend besser in die Partie. Nachdem sich die Waibl-Schützlinge ein, zwei leichte Fehler erlaubten, konnten die Gäste beim 15:14 erstmals in Führung gehen.

Nun entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Beim 20:21 aus Sicht des DSC hatte Waibl mit dem bekannten Doppelwechsel – Sarah Straube kam im Zuspiel für Gray und Naya Crittenden auf der Diagonalen für Storck – das richtige Händchen. Sarah Straube sorgte gleich mit ihrer Aufgabe für einen Punkt. Zwar verschaffte sich Potsdam anschließend beim 24:22 die ersten Satzbälle. Die wehrte der DSC jedoch ab. Ein „Monsterblock“ brachte dann den ersten Satzball für den DSC, den die Elbestädterinnen sofort nutzten.

Im Januar gegen Münster

Der knappe Satzgewinn gab den Waibl-Schützlingen Sicherheit. Im zweiten Abschnitt diktierten sie deutlich das Geschehen auf dem Feld. Mit druckvollen Aufgaben, effektivem Angriffsspiel aus stabiler Annahme heraus zogen sie auf und davon. Zudem stoppte sie mit starker Block- und Feldabwehr immer wieder die gegnerischen Angriffe. Im dritten Durchgang verloren die Waibl-Schützlinge ein wenig die Konzentration. Bis zum 18:16 blieb es eng, aber in der Schlussphase gab der DSC wieder mehr Gas und Jennifer Janiska verwandelte den ersten Matchball zum verdienten Sieg.

Mittelblockerin Camilla Weitzel wurde zur „MVP“ gewählt. Sie war mit 13 Punkten hinter Maja Storck (16) zweitbeste Scorerin. „Wir können alle sehen, dass wir uns bisher von Spiel zu Spiel gesteigert haben. Unsere Truppe wächst immer enger zusammen“, befand Storck nach dem achten Saisonsieg. Die Schweizerin kann die freie Woche leider nicht zum Besuch in der Heimat nutzen. „Die Schweiz hat Sachsen ab morgen zum Risikogebiet ernannt und da müsste ich in Quarantäne“, so die Diagonalangreiferin, die wie viele andere Spielerinnen in Dresden bleibt und die Pause über den Jahreswechsel zum Relaxen, Wohnungsputz und fürs Studium nutzten will. Am Montag bittet Waibl sein Team wieder zum Training. Das nächste Bundesliga-Match steigt am 16. oder 17. Januar in Münster.