04. Dezember 2020 / 21:40 Uhr

Volleyballerinnen vom Dresdner SC klettern auf Platz zwei

Volleyballerinnen vom Dresdner SC klettern auf Platz zwei

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Naya Crittenden schmettert über Wiesbadens Block. Die Amerikanerin war Freitagabend die zweitbeste Scorerin des Dresdner SC.
Naya Crittenden schmettert über Wiesbadens Block. Die Amerikanerin war Freitagabend die zweitbeste Scorerin des Dresdner SC. © Kai Peters/Jan Huebner
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Die DSC-Damen von Trainer Alexander Waibl haben in Wiesbaden den dritten klaren Sieg in Serie gefeiert. Doch es gibt eine Verletzung unter den Dresdner Volleyballerinnen zu beklagen.

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Wiesbaden/Dresden. Die DSC-Volleyballerinnen sind auch in Wiesbaden auf Erfolgskurs geblieben. Das Team von Trainer Alexander Waibl setzte sich am Freitagabend bei den Hessinnen deutlich mit 3:0 (26:24, 25:20, 25:19) durch und feierte damit den dritten Sieg in Folge. Und das erneut ohne Satzverlust. Belohnung ist ein Blick auf die Tabelle, denn da kletterte der fünfmalige deutsche Meister eine Woche vor dem Top-Spiel gegen Schwerin auf den zweiten Tabellenplatz hinter Spitzenreiter Stuttgart.

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„Auch wenn wir diesmal nicht am oberen Limit gespielt haben, bin ich natürlich mit dem erneuten klaren Sieg sehr zufrieden“, so der DSC-Coach. Dabei gab es allerdings einen Wermutstropfen. Denn Nationalspielerin Lena Stigrot verletzte sich schon zeitig im ersten Satz am Fuß und konnte nicht weiterspielen. „Da müssen wir jetzt sehen, was da los ist“, so der Coach, der für sie Emma Cyris ins Spiel brachte und die 19-Jährige anschließend lobte: „Emma hat ihre Sache sehr gut gemacht.“

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Ein Lob erhielt auch Diagonalangreiferin Naya Crittenden, die erstmals in dieser Saison von Beginn an ran durfte. „Sie hat sehr, sehr gut angegriffen und eine stabile Leistung gezeigt“, so Waibl über die Vorstellung der US-Amerikanerin. Dafür pausierte Top-Scorerin Maja Storck, die aber mehrfach beim Doppelwechsel aufs Feld kam und gerade in der engen Schlussphase des ersten Abschnittes maßgeblich zum Satzgewinn beitrug.

Zweiter Satz: knappe Kiste

Denn zu Beginn hatten die Gäste ein wenig Mühe, ihren Rhythmus zu finden. „Anfangs haben wir vor allem mit den Aufgaben nicht so richtig Druck ausgeübt“, befand Alexander Waibl. So wogte das Geschehen bis zum Schluss hin und her und es wurde trotz eines 22:19-Vorsprungs nochmal eng. Aber besagter Doppelwechsel sowie ein beherzter Angriff von Jennifer Janiska sorgten für die Entscheidung.

Im zweiten Durchgang fanden die DSC-Mädels schneller ihren Rhythmus und zogen auf 11:6 und 16:10 davon. Dann aber riss der Spielfaden, es schlichen immer mehr leichte Fehler ein. Das nutzte Wiesbaden nur zu gern aus und biss sich auf einen Punkt (18:19) heran. Aber erneut zeigten die Gäste keinerlei Nervosität, sondern setzten ihre Qualitäten wieder gezielt ein und banden mit einer schönen Blockabwehr den Sack zu.

Ost-Kracher gegen Schwerin

Ein ähnliches Bild bot sich im dritten Durchgang. Bis zur zweiten technischen Auszeit (16:14) blieb das Geschehen auf dem Feld noch umkämpft. Wenig später aber sorgten druckvolle Aufgaben von Naya Crittenden und drei blitzschnelle Reaktionen beim Nachsetzen von Madeleine Gates dafür, dass die Weichen nun endgültig auf Sieg gestellt werden konnten. Mit dem zweiten Matchball machte Jennifer Janiska nach 82 Minuten alles klar.

Als MVP wurde Madeleine Gates ausgezeichnet, die mit 18 Punkten auch die erfolgreichste Scorerin vor Naya Crittenden (15) war. „Ein bisschen haben Rhythmus und Konstanz gefehlt, doch es zeichnet eine gute Mannschaft aus, wenn sie sich dann in den entscheidenden Phasen am Ende immer durchsetzt“, meinte Alexander Waibl, der seinen Damen jetzt ein freies Wochenende gönnt, bevor am Montag die Vorbereitung auf den Ost-Kracher gegen Schwerin beginnt.