30. Oktober 2020 / 16:04 Uhr

Vollgas: Bornaer SV will Serie gegen SV Eintracht Sermuth halten

Vollgas: Bornaer SV will Serie gegen SV Eintracht Sermuth halten

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Bornaer SV: Mit zehn Prozent Extrapower zum Sieg? © Imago/Ralph Peters
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Fußball-Landesklasse: Der Bornaer SV empfängt am Samstag den SV Eintracht Sermuth. Die Hausherren wollen  mit drei Punkten und einem positiven Ergebnis in die Zwangspause gehen.

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Borna. Einem Spitzenteam der Staffel Paroli geboten und dennoch mit leeren Händen dagestanden. Diese schmerzliche Erfahrung musste Fußball-Landesklasse-Aufsteiger Bornaer SV beim 1:2 in Zwenkau nicht zum ersten Mal machen. Und auch im Eichholz sorgten umstrittene Schiedsrichterentscheidungen für reichlich Gesprächsstoff.

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War es wirklich eine Notbremse, die nach einer halben Stunde zur roten Karte gegen Kevin Kutzner führte? War das in der Schlussphase tatsächlich ein elfmeterreifes Handspiel im Zwenkauer Strafraum? BSV-Trainer Marco Gruhne hat Antworten auf die Fragen: „Beim der zum Platzverweis führenden Aktion hakt Kevin Kutzner unglücklich ein, außerdem hätte Jens Wagner noch eingreifen können. Und der gegen uns gepfiffene Freistoß vor dem 2:0 war weniger eindeutig als der Handelfmeter, welcher uns verweigert wird.“

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Nachdem die Schwarz-Gelben ihre Begegnungen mit dem momentanen Führungstrio allesamt schon absolviert haben, gibt am Samstag um 14 Uhr im Rahmen des 7. Spieltages mit dem SV Eintracht Sermuth (12. Platz/6 Punkte) ein in der Tabelle hinter den Wyhrastädtern (9. Platz/7 Punkte) platzierter Gegner im Rudolf-Harbig-Stadion seine Visitenkarte ab. Allerdings ließ die Truppe von der Mulde-Vereinigung zuletzt mit einem Elf-Sekunden-Blitzstart beim überraschenden 3:1 gegen Krostitz (ein weiteres vermeintliches, derzeit jedoch ein wenig schwächelndes Schwergewicht der Liga/Borna unterlag dort 0:1) aufhorchen. Der neue Sermuth-Coach Daniel Salomon war bis zur anschließend überstandenen Insolvenz Vereinsvorsitzender bei den Bornaern (für manch Beteiligten ist noch kein Gras über die Sache gewachsen), mischte in der Region später in Neukieritzsch und in Regis-Breitingen mit.

Erstmal mit Lockdown abfinden

Es liegt also durchaus eine gewisse Brisanz im Duell zwischen dem BSV und der Eintracht, welches die Bornaer quer durch alle Wettbewerbe hinweg jüngst siebenmal in Folge ungeschlagen bestreiten konnten – die letzte Niederlage liegt mittlerweile 15 Jahre zurück. Für Marco Gruhne ist in erster Linie wichtig, dass sich für seine Mannschaft weder die Anzahl der Feldverweise (bereits vier), noch die der Gegentore (erst sechs) erhöht: „In erster Linie soll die Truppe Spaß haben, vielleicht ist es das letzte Spiel in diesem Jahr. Die Jungs sollen mit Freude, Leidenschaft und Spielwitz an die Sache herangehen. Ganz einfach Vollgas und möglichst noch zehn Prozent extra geben, dadurch mit drei Punkten und einem positiven Ergebnis in die Zwangspause gehen.“

Auch Marco Gruhne muss sich erst einmal mit dem neuerlichen Lockdown im Amateursport abfinden und möchte gar nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass die Sermuth-Partie überhaupt noch stattfindet. Bei einer Austragung würden die zuletzt gesperrten Winkler und Heisig in den Kader zurückkehren. Preiß ist weiterhin verletzt, das Mitwirken von Burkhardt aus privaten Gründen vakant. Kevin Kutzners Urteil liegt übrigens noch nicht vor.

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