03. Juni 2020 / 12:24 Uhr

Vom Geburtstag direkt ins Krankenhaus: Grizzlys-Youngster Raabe erfolgreich operiert

Vom Geburtstag direkt ins Krankenhaus: Grizzlys-Youngster Raabe erfolgreich operiert

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Daumen hoch nach überstandener Hüft-OP: Grizzlys-Youngster Steven Raabe ist guter Dinge.
Daumen hoch nach überstandener Hüft-OP: Grizzlys-Youngster Steven Raabe ist guter Dinge. © Grizzyls Wolfsburg City-Press GmbH/Privat
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Die Eishockey-Welt steht wegen der Corona-Krise still, doch langweilig wird Steven Raabe nicht: Der Jung-Profi der Grizzlys Wolfsburg wurde erfolgreich an der Hüfte operiert - und dann ist da noch das Abitur.

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OP in München

Am Dienstag ging's für den gebürtigen Salzgitteraner unters Messer - in München. Dort reiste Raabe am Montag an - an seinem 19. Geburtstag. Der konnte also nur kurz im engsten Familienkreis gefeiert werden. "Ich hatte meine Eltern und meinen Bruder bei mir, doch um 10 Uhr musste ich mich schon auf den Weg machen", so Wolfsburgs Jung-Profi. Nach einer Nacht im Hotel ging's am Dienstagmorgen in die Klinik, dann folgte die OP.

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Erste Runden auf dem Klinikflur

Ein so genanntes Impingement sorgte für Schmerzen in der Hüfte des Grizzlys-Eigengewächses - damit soll der gelernte Stürmer, der bei den Profis zum Verteidiger umgeschult wurde, nun keine Probleme mehr haben. "Es ist alles wie geplant gelaufen, die OP hat drei Stunden gedauert", erzählt Raabe. "Ich fühle mich sehr gut, Schmerzen habe ich nicht." Sogar einige Runden über die Klinik-Flure konnte Raabe zusammen mit einer Physiotherapeutin bereits gehen. "Ich darf das rechte Bein zum Teil belasten."

Etwas anders als üblich gestaltet sich derweil der Krankenhaus-Alltag aufgrund der Corona-Krise. "Vor allem für das Personal gibt es natürlich Maßnahmen. Wir dürfen zum Beispiel nur mit Mundschutz miteinander kommunizieren", sagt Raabe. Auch Händeschütteln mit den Ärzten gebe es aktuell nicht. Lange soll Raabe davon aber ohnehin nicht viel mitbekommen: Bereits am Donnerstag geht es zurück in die Heimat.



Allstars der Grizzlys Wolfsburg

Felix Brückmann: Kam 2014 aus Mannheim, wurde in Wolfsburg Nationalspieler, ging 2020 zurück zu den Adlern. Dazwischen ein überragender Keeper für die Grizzlys Wolfsburg, ruhig, sympathisch, ein Fels. Steckte ein schlimmes Jahr weg, als Operationen an beiden Hüften notwendig wurden, er 2018/19 kein Spiel machen konnte. 2021 spielte er wieder für Deutschland bei der WM. Zur Galerie
Felix Brückmann: Kam 2014 aus Mannheim, wurde in Wolfsburg Nationalspieler, ging 2020 zurück zu den Adlern. Dazwischen ein überragender Keeper für die Grizzlys Wolfsburg, ruhig, sympathisch, ein Fels. Steckte ein schlimmes Jahr weg, als Operationen an beiden Hüften notwendig wurden, er 2018/19 kein Spiel machen konnte. 2021 spielte er wieder für Deutschland bei der WM. ©
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Furchner schreibt ihm häufig

Kontakt zu den Teamkollegen hatte Raabe derweil natürlich auch. "Ich habe mit Armin Wurm und Dominik Bittner geschrieben. Wurmi hat die gleiche OP ja vergangenens Jahr bekommen, deshalb haben wir uns über die Abläufe und Regeneration unterhalten." Zudem habe sich auch Grizzlys-Manager Charly Fliegauf gemeldet, genau wie Kapitän Sebastian Furchner. "Furchi schreibt mir sowieso häufig und fragt, wie es mir geht", freut sich Raabe.

Viel Zeit zum Ausruhen bleibt zu Hause nun allerdings nicht: Gut fünf Monate Reha muss der Jung-Profi nun bewältigen. "Vielleicht auch etwas weniger - je nachdem, wie sich der Körper erholt. Das ist bei jedem anders", weiß der Linksschütze. Und: Das Abitur ist noch nicht ganz geschafft. Die schriftlichen Prüfungen hat Raabe ("Ich habe ein gutes Gefühl") allesamt hinter sich, aber "Bio mündlich fehlt noch". Die Naturwissenschaft steht am 10. Juni auf dem Programm. Dann ist die Schulzeit vorbei. Seine Eishockey-Karriere soll dann weiter Fahrt aufnehmen. Ohne Schmerzen in der Hüfte.

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