03. April 2022 / 10:11 Uhr

Vom Verletzungspech verfolgt: TV Jahn Duderstadt verliert gegen Tabellenzweiten

Vom Verletzungspech verfolgt: TV Jahn Duderstadt verliert gegen Tabellenzweiten

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Tomislav Buhinicek liegt verletzt am Boden und hält sich den Knöchel. Bei ihm ist Duderstadts Physio Leon Feckler.
Tomislav Buhinicek liegt verletzt am Boden und hält sich den Knöchel. Bei ihm ist Duderstadts Physio Leon Feckler. © Helge Schneemann
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Erst waren es immer wieder Corona-Infektionen, jetzt sind es Verletzungen, die die Oberliga-Handballer des TV Jahn Duderstadt vor personelle Probleme stellen. Vor und während des Heimspiels gegen den MTV Großenheidorn mussten sie die nächsten Hiobsbotschaften hinnehmen.

Keine leichten Aufgaben für den TV Jahn Duderstadt in diesen Wochen: Nach der Partie beim Spitzenreiter sind die Oberliga-Handballer aus dem Eichsfeld im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten gefordert gewesen. Kurios war, dass beide Partien gegen die Topteams ein nahezu identisches Endergebnis hatten. War die Begegnung bei SF Söhre mit 28:37 verloren gegangen, so unterlag die Mannschaft von Trainer Marcus Wuttke am Sonnabend dem MTV Großenheidorn mit 28:36 (12:16).

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Die Vorzeichen waren schlecht: Am Freitagabend hatte sich Stjepan Knesic im Abschlusstraining am Sprunggelenk verletzt. „Er ist umgeknickt, hatte eine Riesenschwellung und fällt sicherlich die nächsten Wochen aus“, berichtete Wuttke. Doch die schlechten Nachrichten sollten nicht abreißen: Nach 20 gespielten Minuten ist Tomislav Buhinicek während einer Angriffsaktion ebenfalls umgeknickt und konnte nicht mehr eingesetzt werden.

TV Jahn Duderstadt - MTV Großenheidorn, Saison 2021/22



Auf lautstarke Unterstützung konnten sich die Jahn-Handballer gegen Großenheidorn verlassen. Zur Galerie
Auf lautstarke Unterstützung konnten sich die Jahn-Handballer gegen Großenheidorn verlassen. ©

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Duderstädter bereits eine Aufholjagd gestartet, denn nach ausgeglichenem Beginn (2:2/7.) waren sie schnell in Rückstand geraten (5:10/18.), ehe nach einem erfolgreichen Zwischenspurt in der 25. Minute der Ausgleich zum 12:12 gelang. Bis zur Pause trafen dann allerdings nur noch die Gäste. Das Spielgeschehen im zweiten Abschnitt ist schnell erzählt: Großenheidorn baute den Vorsprung zeitweise bis auf neun Tore aus, der Sieg des Tabellenzweiten geriet in keiner Phase mehr in Gefahr.

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„Irgendwann ist dann auch das Ende der Fahnenstange erreicht, was die Wechsel betrifft. Für die verbleibenden Spieler gab es kaum Gelegenheit, sich zu erholen. Schließlich mussten sieben, acht Leute mehr oder weniger durchspielen“, berichtete Wuttke, der seine Mannschaft lobte. „Sie hat das richtig gut gemacht. Alle haben gekämpft, sich nicht hängen gelassen und alles versucht, sich gegen eine hohe Niederlage zu stemmen.“

Einen „großen Dank“ sprach der Jahn-Trainer Lennart Gorbrecht aus, der extra aus Hamburg angereist war, um den aus privaten Gründen verhinderten Keeper Paul Koch zu vertreten. Außerdem zog Co-Trainer Matthias Heim wieder einmal das Trikot an. „Das sind Hilfen, die wir gut gebrauchen konnten. Allerdings sind das auch Gesten, die nur bedingt weiterhelfen. Wir sind mannschaftlich und spielerisch arg limitiert.“

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Wuttke hofft, dass die Pause über Ostern einigen Akteuren hilft, um zu regenerieren, sodass der eine oder andere Spieler bis zum 23. April wieder fit wird. Dann wartet mit dem Tabellenvierten MTV Vorsfelde der nächste Gegner aus der Spitzengruppe der Liga. „Bis dahin müssen wir schauen, was man noch machen kann, und wir die Spiele, die wir noch gewinnen müssen auch gewinnen können – damit die Saison halbwegs glimpflich abläuft.“ – Tore: Winkler (10), Burgdorf (9), Skopic (4), Brand (2), N. Grolig (2), Osei-Bonsu (1).