31. Juli 2020 / 18:16 Uhr

Vom VfL zum SSV: Pichatzek wird Feers Co-Trainer in Vorsfelde

Vom VfL zum SSV: Pichatzek wird Feers Co-Trainer in Vorsfelde

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
SSV-Chef Rüdiger Adamczyk mit Frank Pichatzek und Sportdirektor André Bischoff (v. l.).
SSV-Chef Rüdiger Adamczyk mit Frank Pichatzek und Sportdirektor André Bischoff (v. l.).
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Frank Pichatzek wird Co-Trainer beim SSV Vorsfelde. Der 57-Jährige wechselt aus dem weiblichen Nachwuchs des VfL Wolfsburg zum Landesligisten.

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Das Trainer-Gespann ist komplett: Nachdem Willi Feer kurzfristig Fußball-Landesligist SSV Vorsfelde als Coach übernommen hatte, fehlte noch ein Co-Trainer - der ist mit Frank Pichatzek nun gefunden. Und: Feers Assistent hilft dem Team gleich doppelt.

Ganze 16 Jahre lang war Pichatzek als Co-Trainer und als Torwart-Coach für die Frauen des VfL Wolfsburg tätig, zuletzt in den weiblichen U17- und U20-Teams. "Wir sind überglücklich, dass ein Trainer mit dieser Vita und so viel Erfahrung zu uns kommt", freut sich Vorsfeldes Sportdirektor André Bischoff. "Zuerst hatten wir mit Willi alles klargemacht und dann gemeinsam ausgelotet, was seine Vorstellungen für einen Co-Trainer sind", erzählt Bischoff, der den SSV bis 2019 selbst trainiert hatte. "Parallel hatten wir die selbe Idee, und der Weg führte zu Frank."

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Gruppenfoto mit deutschen Meisterinnen vor dem Rathaus Zur Galerie
Gruppenfoto mit deutschen Meisterinnen vor dem Rathaus ©

Pichatzek wiederum hatte sich nach dem Ende seines VfL-Engagements schon "auf ein Jahr Pause eingestellt", sagt der neue Co-Trainer. Aber: "Ich hatte einige Angebote, teils waren die Vereine aber 90 Kilometer entfernt." Weil Pichatzek Feer aber kennt und Vorsfelde für den in Wendschott wohnenden 57-Jährigen quasi vor der Haustür liegt, fiel die Entscheidung pro SSV. "Vorsfelde ist weiterhin eine gute Adresse im Herrenfußball", bekräftigt Pichatzek.

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Dass der Ex-VfLer nun auch Torwarttrainer ist, "ist für uns natürlich ein doppelter Gewinn", freut sich Bischoff. Für Pichatzek bedeutet das "eine spannende Aufgabe. Wir haben richtig gute Torhüter, aus denen wir mit richtigem Training sicher noch mehr herausholen können - das ist für mich sehr reizvoll." Feer unterstreicht den Mehrwert der Doppelfunktion: "Frank ist sehr professionell, das beste, was uns passieren konnte. Er ist ausgebildeter Torwarttrainer und wird unsere Torhüter zu Höchstleistungen bringen." Hinzu kommt: "Wir verstehen uns blendend. Als Trainergespann muss man sich absolut vertrauen - so war es auch bei der SV Meinersen mit Ralph Krause, mit dem es immer eine super Zusammenarbeit war", sagt Feer.

Pichatzek freut sich derweil nicht nur auf die Keeper, sondern auch auf den Rest seines neuen Teams: "Das ist eine junge, aber gestandene, entwicklungsfähige Truppe", weiß der gebürtige Salzgitteraner, für den das Engagement beim SSV eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte ist: "Wir sind damals nach Vorsfelde gezogen, weil der SSV meinen Vater als Spieler haben wollte. Ich bin also im Verein großgeworden, habe von kleinauf auf dem Platz gestanden", blickt Pichatzek zurück. Im Herrenbereich war er zuletzt 2004 aktiv - gemeinsam mit Thorsten König hatte Pichatzek den WSV Wendschott trainiert. Nach 16 Jahren nun also der Wechsel zurück zu den Herren - "nach der Zeit ist das für mich sehr interessant."