20. Juli 2020 / 13:16 Uhr

Von Babelsberg bis Altglienicke: Was machen die Gegner der BSG Chemie Leipzig?

Von Babelsberg bis Altglienicke: Was machen die Gegner der BSG Chemie Leipzig?

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
Die Abwehr von Lok Leipzig kann nach dem Abpraller das Einnetzen von Florian Schmidt nicht verhindern.
Am vorletzten Hinrundenspieltag trifft die BSG Chemie Leipzig auf Stadtrivale 1. FC Lok. © Alexander Prautzsch
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In vier Wochen startet die Regionalliga Nordost. Zeit, um einen Blick auf die Gegner der BSG Chemie zu werfen. Im dritten Teil der Mini-Serie befassen wir uns mit den Spieltagen 14 bis 19.

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Leipzig. Am Ende der Hinrunde der Regionalliga Nordost stehen der BSG Chemie Leipzig einige Brocken bevor: Mit der VSG Altglienicke, dem FC Energie Cottbus und dem 1. FC Lok trifft man gleich auf drei Mannschaften, die den Aufstieg in der vergangenen Saison unter sich ausgemacht haben.

SV Babelsberg 03

Am 8. November steht das Auswärtsspiel gegen den SV Babelsberg 03 im Karl-Liebknecht-Stadion an. Beim letzten Aufeinandertreffen Anfang Februar siegte Babelsberg durch ein Tor des Innenverteidigers Valentin Rode in der 32. Minute. Später wurde Daniel Frahn erstmals nach seiner Verpflichtung Ende Januar eingewechselt. Die Chemie-Fans kommentierten die Neuverpflichtung mit der Tapete „SVB im Abstiegskampf ist jedes Mittel rechts“ und zeigten klar, dass durch diese Aktion einige Sympathien für die Nulldreier beim grün-weißen Anhang verloren gegangen waren.

Mittlerweile hat der 33-jährige Mittelstürmer Frahn einen Vertrag bis Ende Juni 2022 unterschrieben. Der 23-jährige Torschütze Rode läuft derweil nicht mehr für die Nulldreier auf. Er wie neun weitere Spieler erhielten keine neuen Verträge. Einer von ihnen – Stürmer Tom Nattermann – wechselte zu Lok Leipzig.

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FSV Optik Rathenow

Einen Platz hinter der BSG schloss Optik Rathenow die vergangene Saison ab. Auch wenn beide Mannschaften jeweils 20 Tore schossen, so fing sich Rathenow doppelt so viele Gegentore ein. In der Hinrunde der vergangenen Saison feierte die BSG einen Auswärtssieg durch einen verwandelten Elfmeter von Tommy Kind.

Eine Besonderheit in der Regionalliga Nordost – und nicht nur dort: Ingo Kahlisch ist seit 31 Jahren Trainer in Rathenow.

Union Fürstenwalde

Ende November geht es für die BSG zum Auswärtsspiel nach Fürstenwalde. Die Mannschaft von Matthias Maucksch tritt unter dem Motto „Die Macht von der Spree“ an. Und siehe da: in der ersten Saison mit Maucksch an der Seitenlinie gab es Tabellenplatz vier. Eine Saison zuvor war Fürstenwalde noch 13. Das Heimspiel in der Hinrunde ging mit 1:4 verloren.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Unentschieden bei Union Fürstenwalde

Elftes Unentschieden für Chemie Leipzig: Beim FSV Union Fürstenwalde gab es ein 0:0. Zur Galerie
Elftes Unentschieden für Chemie Leipzig: Beim FSV Union Fürstenwalde gab es ein 0:0. ©

Bisher haben sich die Fürstenwalder unter anderem mit dem in Bad Dürrenberg geborenen Mittelstürmer Arlind Shoshi verstärkt. Er spielte vorige Saison noch für Inter Leipzig.

FC Energie Cottbus

Zum ersten Heimspiel im Dezember empfängt die BSG den FC Energie Cottbus. Dort wurde zur neuen Saison ein Generationswechsel eingeläutet. 14 Spieler verließen den Verein.

Zuvor hatte die Stadt Cottbus extra eine Sondergenehmigung gewährt, dass der Trainingsbetrieb bereits am dem 21. April wieder beginnen konnte. Die Hoffnung doch noch die Relegation zur 3. Liga zu erreichen, war sehr groß und blieb doch unerfüllt. In der letzten Hinrunde hielt die BSG gut mit und das Tor von Max Kessler führte zur 2:1-Niederlage.

Das erste Testspiel gegen den SG Groß Gaglow gewannen die Lausitzer mit 13:0. Dabei war unter anderem Testspieler Jannik Mäder auf dem Platz. Der 23-jährige Mittelfeldspieler begann das Fußballspielen in seiner Geburtsstadt Borna, weiter ging es beim FC Sachsen, dann von 2010 bis 2015 bei RB, über Meuselwitz nach Zwickau.

1. FC Lokomotive Leipzig

Derbyzeit ist voraussichtlich um den 13. Dezember zu Hause in Leutzsch. Die Hoffnung, dass an den Derbysieg in der letzten Saison nahtlos angeschlossen werden kann, mögen einige Anhänger hegen. 2:0 ging das Derby Anfang Oktober 2019 aus, mit den Torschützen Florian Schmidt und Daniel Heinze. Nachdem die Lokfans auch dieses Aufeinandertreffen in Leutzsch boykottierten, wird es spannend wie in dieser Saison der Fußballverband, die Stadt und die Polizei damit umgehen.

DURCHKLICKEN: Bilder rund um das 103. Leipziger Derby

Am 6. Oktober 2019 standen sich die BSG Chemie Leipzig und der 1. FC Lok Leipzig zum 103. Mal gegenüber. Zur Galerie
Am 6. Oktober 2019 standen sich die BSG Chemie Leipzig und der 1. FC Lok Leipzig zum 103. Mal gegenüber. ©

Lediglich Paul Schinke besaß nach dem Relegationsaus einen Vertrag bis 2021. So musste der neue Trainer Alemdin Civa ganz von vorn anfangen. Auf Robert Berger, Djamal Ziane, David Urban, Leon Heynke und Maik Salewski, die die Relegation verloren, kann er aufbauen. Neben Nattermann gab es schon weitere Neuzugänge, die sich jetzt in vier Wochen sortieren müssen, um den Auftakt gegen Hertha II gut zu bestehen.

VSG Altglienicke

Die Hinrunde schließt laut Plan das Auswärtsspiel gegen die VSG Altglienicke ab. Das war auch der letzte Gegner vor der Coronapause mit einer 2:4-Niederlage im AKS. Und apropos Coronapause: Eigentlich hätte das Saisonfinale für Chemie beim Auswärtsspiel gegen den BFC im Jahnsportpark stattfinden sollen. Nun kann es sein, dass die Begegnung mit Altglienicke das letzte Spiel im Jahnsportpark sein könnte. Der Berliner Senat hat den Spielbetrieb bis Ende des Jahres genehmigt und dann startet der Abriss und Umbau zum Inklusionspark.

Bereits seit Ende Juni trainiert die VSG Altglienicke. Die nichtgegebene Meisterschaft wurmte, aber der gewaltige Leistungssprung vom Tabellenplatz 14 in der Saison 2018/19 auf Platz 1 war schon erheblich.

Trainiert wird auf der Willi-Sänger-Anlage an der Köpenicker Landstraße. Sie ist Teil der Berliner Fußballroute, weil hier vor 1933 der Arbeiterfußball von Fichte Berlin zu Hause war.

Noch sieht die Anlage sehr nach Kreisliga aus, aber dank Fördermittelzusagen entsteht demnächst eine moderne Anlage mit Tribüne und Flutlicht. Bis dahin spielt die VSG im Amateurstadion von Hertha.