28. März 2021 / 13:03 Uhr

Von Hertha Zehlendorf zum Ludwigsfelder FC: Patrick Jahn wechselt ins Waldstadion

Von Hertha Zehlendorf zum Ludwigsfelder FC: Patrick Jahn wechselt ins Waldstadion

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Freut sich auf eine neue Herausforderung beim Ludwigsfelder FC: Patrick Jahn.
Freut sich auf eine neue Herausforderung beim Ludwigsfelder FC: Patrick Jahn. © Verein
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NOFV-Oberliga Süd: Der 24 Jahre alte Offensivspieler lief für den SV Lichtenberg 47 und Hannover 96 II bereits in der viertklassigen Regionalliga auf.

Die Summe der Eindrücke hatte am Ende überzeugt, die Gespräche über Perspektiven und Pläne, vor der Kulisse des schmucken Waldstadions, das wie immer seinen ganzen Charme entfaltet hatte. „Man kann sagen, dass das Gesamtpaket Ludwigsfelder FC mich überzeugt hat. Ich hatte sehr gute Gespräche mit dem sportlichen Leiter Philipp Karaschewitz und dem Trainer Aaron Müller. Sie haben mir in den Gesprächen das Gefühl gegeben, dass ich der Mannschaft weiterhelfen kann und ich habe mich sehr wohl gefühlt“, sagt Patrick Jahn, der an diesem Wochenende einen Vertrag beim Fußball-Oberligisten LFC aus der Dahme-Fläming-Region unterschrieben hat und im Sommer vom FC Hertha 03 Zehlendorf nach Ludwigsfelde wechseln wird.

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Das Personalpuzzle des Clubs für die kommende Spielzeit setzt sich weiter zusammen und mit der Verpflichtung von Patrick Jahn, der noch vor einem Jahr für Lichtenberg 47 in der Regionalliga Nordost gespielt hatte, ist der Kader um eine klangvolle Alternative für die Offensivabteilung erweitert worden. Der 24 Jahre alte Rechtsfuß könnte eine Schlüsselstelle im System des Tabellendreizehnten der Staffel Süd einnehmen: Der LFC hatte sich häufig exzellent in die gegnerische Gefahrenzone kombiniert, wenn jedoch Paul van Humbeeck verletzt ausgefallen war, hatte im Zentrum ein Vollstrecker gefehlt.

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Auch LFC-Präsident Marcel Penquitt und Sportdirektor Philipp Karaschewitz sind glücklich über die Verstärkung Neuverpflichtung. „Die Verpflichtung von Patrick ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Effektivität in der Offensive. In den vergangenen acht Spielen fehlte hier die Durchschlagskraft und hier war Patrick unser Wunschkandidat. Ich freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit“, sagt Penquitt. Karaschewitz ergänzt: "Die Gespräche haben gezeigt, dass Patrick zur Mannschaft und zum Verein passt, da er ein sehr geerdeter und sympathischer Mensch ist und sportlich sicher die Qualitäten mitbringt, die wir benötigen, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Er wird vor allem für mehr Flexibilität und Durchschlagskraft in der Offensive sorgen und war unser Wunschspieler auf dieser Position."

Patrick Jahn hatte in dieser Saison für Zehlendorf drei Tore in zwei Cuppartien im Berliner Pokal geschossen und fünf Treffer in acht Punktspielen der NOFV-Oberliga erzielt, obwohl er häufig nur Kurzeinsätze bestritten hatte. Insgesamt war er mit Lichtenberg und Hertha Zehlendorf 86 Mal in der Oberliga Nord angetreten, in der vierten Liga hatte er für Hannover 96 II (Staffel Nord, 13) und den SV 47 (Nordost, 18) 31 Partien bestritten. Eine beachtliche Vita, der 1,78 Meter große Offensivmann hatte sich nach seiner exzellenten fußballerischen Ausbildung an den Talentschmieden von Tennis Borussia Berlin, Dynamo Dresden und Hannover beim Viertligisten Lichtenberg 47 an der Schwelle zum Berufsfußball bewegt, der entscheidende Durchbruch aber war verwehrt geblieben.

„Ich denke, es hat nicht viel gefehlt, dennoch hatte ich nicht das Quäntchen Glück, um mit dem Fußball mein Geld zu verdienen. Vielleicht hätte ich nach meiner letzten Nachwuchssaison in der U19-Mannschaft bei Hannover 96 den Verein wechseln sollen, aber das sind alles Spekulationen“, sagt Patrick Jahn. Geblieben sind bei einer sportlichen Abenteuerreise viele Eindrücke in die Welt des Fußballs. „Die Stationen Dresden und Hannover haben mich sehr geprägt und natürlich hat man viel mitgenommen. Man musste plötzlich auch auf eigenen Füßen stehen. In Dresden habe im Internat gelebt und in Hannover bin ich in meine erste eigene Wohnung gezogen, man hat viele Menschen kennengelernt und ganz neue Regionen kennengelernt.“

Regionalliga-Aufstieg mit Lichtenberg 47

Beim SV Lichtenberg 47 hatte sich Patrick Jahn etabliert und im Sommer 2019 mit dem Traditionsclub aus dem Ostteil der Stadt den Sprung aus der Oberliga Nord in die vierthöchste deutsche Spielklasse geschafft. „Der Aufstieg mit L47 in die Regionalliga war sicher der schönste Moment in meiner Laufbahn, obwohl es auch noch ein paar andere Highlights gab, an die man sich immer gerne erinnert. Dazu gehören zum Beispiel der Pokalsieg mit der U19 von Hannover 96 oder das Pokalspiel gegen Viktoria Berlin mit Lichtenberg 47, als wir im Elfmeterschießen weitergekommen sind“, sagt er.


Schöne Geschichten von gestern, beim Ludwigsfelder FC will Patrick Jahn ein neues Kapitel schreiben. „Mein Ziel ist es, der Mannschaft weiterzuhelfen und natürlich der frühzeitige Klassenerhalt in der nächsten Saison. Sollte die Chance bestehen, würde ich gerne noch den brandenburgischen Landespokal gewinnen, was natürlich alles andere als leicht wäre, aber nicht unmöglich.“