09. Januar 2019 / 15:16 Uhr

Von RB Leipzig in die weite Welt: So läuft es für Keita, Jung, Kalmár und Schmitz

Von RB Leipzig in die weite Welt: So läuft es für Keita, Jung, Kalmár und Schmitz

Anton Zirk
Benno Schmitz, Naby Keita und Anthony Jung haben RB Leipzig inzwischen verlassen.
Benno Schmitz, Naby Keita und Anthony Jung haben RB Leipzig inzwischen verlassen. © GEPA Pictures / Picture Point
Anzeige

Fast eine ganze Fußballmannschaft hat RB Leipzig im Sommer 2018 endgültig den Rücken gekehrt. Wie läuft es jetzt für die ehemaligen Roten Bullen? In Teil zwei geht der Blick nach England, Dänemark, die Slowakei und in die zweite Bundesliga.

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Wenn Spieler RB Leipzig verlassen, dann häufig, weil sie keine Perspektive mehr sehen. Eine der wenigen Ausnahmen: Naby Keita. Gern hätten sie ihn an der Pleiße gehalten, doch der Mittelfeldmotor wollte mehr. So läuft es für die RB-Abgänge des Sommers.

Naby Keita

Er kam als großes Talent und ging als einer der Stars der Bundesliga. Naby Keita und RB Leipzig, das passte. Nicht wenige trauern dem ebenso zweikampf- wie spielstarken Mittelfeldmotor immer noch hinterher. Erst in der Winterpause verpflichteten die Roten Bullen mit Amadou Haidara einen potenziellen Nachfolger, der die hinterlassene Lücke schließen soll. Doch die Fußstapfen sind groß, denn Keita zahlte RB die im Sommer 2016 an Red Bull Salzburg überwiesenen knapp 30 Millionen Euro mit Spielwitz und Leistung zurück. In seinen zwei Jahren kam er auf insgesamt 71 Pflichtspiele und sammelte dabei 17 Tore sowie 15 Vorbereitungen. Klar, dass sich nationale wie internationale Topklubs die Finger nach ihm leckten. Am Ende bekam Jürgen Klopps Liverpool den Zuschlag und RB rund 60 Millionen Euro Schmerzensgeld. Ob es ein lohnendes Geschäft war, wird sich hier wie da noch zeigen müssen. Stand jetzt, kann Keita das Tempo der englischen Überflieger dieser Saison noch nicht halten, steht im Schatten der Salahs, Firminos, Manés und Hendersons. 19 Pflichtspiele klingt erst mal nicht schlecht, jedoch ging es für den 23-Jährigen dabei nur vier Mal über 90 Minuten. In den beiden zurückliegenden Ligaspielen gegen Manchester City und Arsenal stand er nicht mal im Kader. Dazu konnte der Rekordtransfer der Roten Bullen weder ein Tor noch eine Vorlage zum Erfolg der Reds beitragen.

Zwischenbilanz: Liverpool surft unter Jürgen Klopp auf einer Welle des Erfolgs, nur Naby Keita scheint sein Brett nicht dabei zu haben. Der frühere RB-Star muss sich gehörig strecken, wenn er im Star-Ensemble nicht untergehen möchte.

Fotos: Naby Keita bei RB Leipzig

2016 Juli: Keita trainiert für RB (@GEPA Pictures) Zur Galerie
2016 Juli: Keita trainiert für RB (@GEPA Pictures) ©
Anzeige

Anthony Jung

Ablösefrei kam Anthony Jung vor der Saison 2013/14 vom FSV Frankfurt zu RB Leipzig. Mit den Roten Bullen schaffte der Linksverteidiger auf Anhieb den Aufstieg in die zweite Liga und gehörte dort zumindest im ersten Jahr zum Stammpersonal. In der letzten Saison vor dem Aufstieg ins Oberhaus fand sich Jung jedoch schon immer häufiger auf der Bank wieder. Noch geringer waren folglich die Einsatzchancen in Liga eins. Jung entschied sich für eine Leihe zum FC Ingolstadt und im Jahr darauf zu Bröndby IF. Der Club verpflichtete Jung nach einem Jahr, in dem er sich den dänischen Pokal sicher konnte, im vergangenen Sommer fest. Bei Bröndby spielt er nun mit seinen ehemaligen RB-Kollegen Dominik Kaiser und Benjamin Bellot zusammen. Die Bullenriege komplettiert Ex-Leipzig-Trainer Alexander Zorniger. In der dänischen Alka Superligaen gehört Jung wieder zum Stammpersonal und kommt in dieser Saison bereits auf 22 Einsätze.

Zwischenbilanz: Dänemark erweist sich als gutes Pflaster für ehemalige RB-Spieler. Alexander Zorniger vertraut auf seine Schützlinge aus Leipziger Zeiten und die zahlen verlässlich zurück.

Mehr zu RB-Personalien

Zsolt Kalmár

Bereits im Sommer 2014 wechselte Zsolt Kalmár von seinem ungarischen Heimatclub FC Györ nach Leipzig. Für RB bestritt der offensive Mittelfeldspieler insgesamt 21 Partien in der zweiten Bundesliga und ein Spiel im DFB-Pokal. In der Winterpause der Saison 2015/16 wurde Kalmár zum damaligen Liga-Konkurrenten FSV Frankfurt verliehen. Nachhaltig Eindruck hinterließ er scheinbar weder in Hessen noch in Sachsen. Bei RB reichte es nach dem Leihende im Sommer nur noch für die zweite Mannschaft, bevor im Januar 2017 eine Leihe zu Bröndby IF nach Dänemark und im Sommer desselben Jahres zu Dunajská Streda folgte. Die Slowaken verpflichteten den mittlerweile 23-jährigen Kalmár vor der aktuellen Spielzeit schließlich fest und statteten ihn mit einem Dreijahresvertrag aus. Das Vertrauen scheint sich auszuzahlen. Nach 22 Pflichtspielen kommt der Ungar auf sechs Tore und acht Vorlagen.

 Zwischenbilanz: Ähnlich wie bei Massimo Bruno oder Dominik Kaiser entpuppt sich der Wechsel ins Ausland als Schritt in die richtige Richtung. Bei Dunajská Streda spielte der Ungar in dieser Saison sogar bereits in der Qualifikation zur Europa League.

50 RB-Leipzig-Spieler und was aus ihnen geworden ist

Joshua Kimmich, Ante Rebic und Daniel Frahn spielten für RB Leipzig. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt 50 ehemalige RB-Profis und was aus ihnen wurde. Zur Galerie
Joshua Kimmich, Ante Rebic und Daniel Frahn spielten für RB Leipzig. Der SPORTBUZZER zeigt 50 ehemalige RB-Profis und was aus ihnen wurde. ©

Benno Schmitz

Transfers zwischen Red Bull Salzburg und RB Leipzig, eine endlose Geschichte. Auch Benno Schmitz, ausgebildet in den Jugendmannschaften des FC Bayern München, ging im Sommer 2016 den bewährten Weg zwischen den beiden Schwesterclubs. Allein, nicht für alle erweist sich der Schritt als Karrieresprungbrett. Zwei Jahre hielt es den rechten Verteidiger in Leipzig. 21 Pflichtspiele in DFB Pokal, Europa League und Bundesliga später ist die Liaison beendet. Verständlich: In der zweiten Saison reichte es bei RB gerade mal zu zwei Einsätzen. Im Sommer wechselte Schmitz folglich für nur 200.000 Euro zum 1. FC Köln. Aber auch beim Bundesliga-Absteiger lief es zunächst überhaupt nicht. Doch mittlerweile hat sich der 24-Jährige einen Stammplatz erkämpft, verpasste seit dem zehnten Spieltag nur eine Partie. Mit dem "EffZeh" steht Schmitz auf Platz zwei der Tabelle. Bei nur einem Punkt Rückstand auf den Hamburger SV ist der Aufstieg und damit auch die persönliche Rückkehr in die Bundesliga fest im Blick.

Zwischenbilanz: So richtig ist Benno Schmitz trotz seines unbestrittenen Talents in Leipzig nie angekommen. Ein Wechsel war die logische Konsequenz. Dabei könnte sich der vorläufige Schritt zurück in Liga zwei als kluge Entscheidung erweisen.

ANZEIGE: #GABFAF-Hoodie für 20 Euro! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt