02. Juni 2021 / 20:44 Uhr

Vor 1000 Fans: SC DHfK Leipzig holt Heimsieg gegen Minden und Ex-Spieler Janke

Vor 1000 Fans: SC DHfK Leipzig holt Heimsieg gegen Minden und Ex-Spieler Janke

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
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Lucas Krzikalla bejubelt seinen Treffer: Am Ende setzen sich die Leipziger Handballer des SC DHfK gegen Minden durch. © Picture Point
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Es war ein zähes grün-weißes Duell, am Ende zählen aber die zwei Punkte: Der SC DHfK Leipzig setzt sich vor 1000 Zuschauern gegen Abstiegskandidat GWD Minden durch und wahrt die Chance auf Platz sechs.

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Leipzig. Was gegen Rekordmeister THW Kiel nicht geklappt hatte, wollten die Handballer des SC DHfK gegen den TSV GWD Minden unbedingt nachholen. Das zweite Spiel vor Zuschauern in der Arena Leipzig seit dem harten Lockdown sollte unbedingt ein Heimsieg werden. Doch für die abstiegsbedrohten Mindener waren die zwei Punkte zu wichtig, um sie dem Favoriten kampflos zu überlassen. Mit guter Abwehrarbeit und schnellem Tempospiel machten die Gäste den Sachsen das Leben schwer. Doch über die vollen 60 Minuten konnte die GWD-Truppe nicht mithalten, scheiterte zu oft an einem überragenden Joel Birlehm im Tor und verlor letztlich mit 24:21 (14:12).

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Zähe und zerfahrene Partie

Besonders für Ex-Leipziger Maximilian Janke war es eine besondere Partie - fast noch ein Heimspiel. Die grün-weißen Fans hatten sechs Jahre lang für ihn gejubelt. Noch im Jahr 2020 stand er regelmäßig im DHfK-Aufgebot, wurde mit dem entsprechenden Applaus und einer Ehrung von DHfK-Manager Karsten Günther empfangen. In den GWD-Reihen wird schon bald Niclas Pieczkowski auf seinen ehemaligen Nebenmann treffen, auf ein letztes Kräftemessen gegen die Carstens-Sieben musste er am Mittwochabend jedoch verzichten. „Die Schulterverletzung war im ersten Moment ein großer Schock für mich. Ich bin aber auf einem guten Weg und hoffe, dass ich in zwei bis drei Wochen wieder spielfähig bin“, verrät Pieczkowski, der sich aus Leipzig unbedingt mit einem letzten Spiel vor Zuschauern verabschieden will.

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Der SC DHfK Leipzig gewinnt die Partie gegen Minden mit 24:21. Zur Galerie
Der SC DHfK Leipzig gewinnt die Partie gegen Minden mit 24:21. ©

Mit einer bunten Truppe aus Nationalspielern, Bundesliga-Routiniers und frischen Youngsters warf sich Minden von Beginn an gegen den Hausherren. Lange fanden Marko Mamic, Gregor Remke und Co. keine Lösung gegen die stabile GWD-Abwehr und warfen die wenigen gelungenen Abschlüsse in die Arme des hellwachen Malte Semisch, der mit drei Paraden in Folge in das Spiel startete. Erst in der achten Minute beim 0:3-Zwischenstand gelang Luca Witzke der erlösende erste Treffer.



Zwei Mannschaften, eigentlich bekannt für ihr hohes Tempo, präsentierten ein eher zähes und zerfahrenes Spiel, in dem sich vor allem die Keeper auszeichnen durften. Während die Quote von Semisch immer weiter sank, kämpfte sich Joel Birlehm in das Spiel und vernagelte seinen Kasten. Zwei verteidigte Siebenmeter und eine Quote von fast 40 Prozent waren sein beeindruckender Arbeitsnachweis im ersten Durchgang.

„Es war kein schönes Spiel“

23. Minute, plötzlich Aufruhr auf der Platte. 14 Spieler strömten zusammen, waren kurz davor die Fäuste fliegen zu lassen. Martin Larsen hatte im Zweikampf eine harten Schlag von Lucas Meister in den Bauch bekommen, war außer sich und forderte eine entsprechende Strafe für den Gegenspieler.

Ton und Verhalten passte dem Schiedsrichter-Duo gar nicht, dass daraufhin beide Spieler auf die Bank schickte und den Disput von der Platte räumte. Zurück im Spielgeschehen machte vor allem Lukas Binder mit zwei schnellen Tempogegenstößen in Folge auf sich aufmerksam und trug damit maßgeblich zum 14:12-Pausenstand bei.

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Luca Witzke (SC DHfK Leipzig): „Es war kein schönes Spiel, ein echtes Kampfspiel. Wir waren vielleicht etwas  ruhiger, abgeklärter, das hat den Ausschlag gegeben. Die Abwehr stand gut. Im Angriff hatten wir aber zu wenig Bewegung. Jedes Spiel, was jetzt noch kommt, wird superschwer.“ Zur Galerie
Luca Witzke (SC DHfK Leipzig): „Es war kein schönes Spiel, ein echtes Kampfspiel. Wir waren vielleicht etwas  ruhiger, abgeklärter, das hat den Ausschlag gegeben. Die Abwehr stand gut. Im Angriff hatten wir aber zu wenig Bewegung. Jedes Spiel, was jetzt noch kommt, wird superschwer.“ ©

Auch im zweiten Durchgang schallte der Name „Birlehm“ alle paar Minuten durch die Halle. Der 24-Jährige hielt seiner Truppe den Rücken frei und ermöglichte zusammen mit wichtigen Steals seiner Vordermänner mehrere Tempogegenstöße. 15 Minuten vor Schluss hatten die Haber-Handballer das Spiel unter Kontrolle und ihre Führung auf 20:15 ausgebaut, die ihnen genug Spielraum für mehrere Fehler in der Schlussphase einräumte. Mit 24:21 holten die Leipziger vor 1000 Zuschauern einen umjubelten Heimsieg.

Tore*DHfK* Leipzig: Krzikalla 5/2, Larsen 5, Meyer-Siebert 4, Witzke 4, Binder 3, Milosevic 1, Remke 1, Ph. Weber 1; GWD Minden: Gulliksen 7, Rambo 4, Meister 2, Pehlivan 2, Richtzenhain 2, Strakeljahn 2, Knorr 1, Semisch 1; Schiedsrichter: Julian Köppl (Darmstadt)/Denis Regner (Nieder-Olm); Strafminuten: 10 / 10