14. Dezember 2019 / 18:36 Uhr

Vor 9 Zuschauern: Eintracht Glindow unterliegt in "jämmerlicher Art und Weise" den Potsdamer Kickers

Vor 9 Zuschauern: Eintracht Glindow unterliegt in "jämmerlicher Art und Weise" den Potsdamer Kickers

Maximilian Krone
Märkische Allgemeine Zeitung
Glindows Trainer Edgar Hecht engagiert an der Seitenlinie.
Findet klare Worte gegen den Auftritt seiner Mannschaft: Glindow-Coach Edgar Hecht. © Benjamin Feller/Archivbild
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Landesklasse West: Die Potsdamer Kickers können auf eine positive Hinserie blicken, die Glindower haben derweil nur sechs Punkte Vorsprung vor einem Abstiegsplatz und müssen sich steigern. 

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Potsdamer Kickers - FSV Eintracht Glindow 3:0 (1:0). Tore: 1:0 Ebuka Canisius Nwosu (5.), 2:0 Marvin Strauß (76.), 3:0 Christopher Aurin (89., Strafstoß). Zuschauer: 9.

Als "Spiegelbild der ersten Halbserie", bezeichnet Eintracht Glindow-Coach Edgar Hecht die 0:3-Niederlage bei den Potsdamer Kickers vor gerade einmal neun Zuschauern. Mit einer unglücklichen Szene, aus Sicht der Gäste, erlebte die Partie schon früh einen Höhepunkt. Nach einem Pass von Marcel Huth auf Lars Simon, wurde der Mittelfeldspieler von Kickers-Keeper Falko Lenz im Strafraum zu Fall gebracht, die Pfeife des Unparteiischen blieb jedoch stumm. "Ich weiß nicht, warum er da nicht gepfiffen hat", erzählte Kickers-Coach Thomas Welskopf nach der Partie. Nur vier Minuten später nutzten die Kickers ihre erste Chance durch Ebuka Canisius Nwosu, der nach einem Absprachefehler in der Glindower Hintermannschaft den Ball zum 1:0 ins Tor beförderte (5.).

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"Damit haben wir sie ins Spiel geholt", erklärt Hecht im Anschluss an die Partie. Bis zur Halbzeit blieb es bei der 1:0-Pausenführung für die Kickers, die ein wenig schwächer, als die Glindower aus der Kabine kam. Die Gäste konnten jedoch keine Torgefahr entwickeln und so war es Marvin Strauß, der einen individuellen Fehler der Glindower bei der 2:0-Führung bestrafte (76.). Diese wurde dann noch durch einen Strafstoßtreffer von Ersatztorwart Christopher Aurin veredelt (89.). "Das hat sich der Junge für seine Leistungen im Training einfach verdient", erzählte Welskopf über den eingewechselten 19-Jährigen, der in dieser Partie nur diese eine Ballberührung beim Elfmeter hatte.

Die Glindower befinden sich nach der Hinserie auf dem neunten Tabellenplatz, haben aber nur sechs Punkte Vorsprung vor einen Abstiegsplatz. "Das ist die Folge daraus, wenn man schlecht trainiert", erklärt Hecht, "es sind eben nur sechs bis acht Leute beim Training und dazu kommt noch die jämmerliche Art und Weise wie man solche Spiele wie heute verliert." Der Übungsleiter der Glindower spricht damit das Verhalten seiner Mannschaft an, die sich nur noch darauf konzentrierten den Schiedsrichter anzugehen. "Der Schiedsrichter ist nicht daran Schuld, was man über 90 Minuten verbockt. Nicht mal 50 Prozent des schon dünnen Kaders waren heute in Normalform."

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Die Potsdamer Kickers freuen sich nach den miserablen Auftritten im November über einen versöhnlichen Jahresabschluss. "Wir haben heute wieder das Spielglück zurückbekommen, es war trotzdem ein verdienter Sieg in einem intensiven Spiel", erklärt Welskopf, der mit der Hinrunde - die Kickers überwintern auf Rang sechs - ganz zufrieden ist: "Bis zum November war alles gut, dann war alles schlecht und im Dezember haben wir ein Spiel gewonnen und eins verloren. Im Vergleich zum letzten Jahr, haben wir uns aber keine deutlichen Niederlagen mehr eingefangen, sondern die Spiele immer nur knapp verloren."

Potsdamer Kickers: Lenz - Elke (87. Aurin), Brunzlow, Mühle, Sperl - Schuchardt, Haqi (79. Donatz), Müggenburg, Schneider, Strauß - Nwosu.

FSV Eintracht Glindow: Geske - Holland, Lohse, Seidel, Zander - Bodenstab, Schwerz (80. Lorentz) - Simon (57. Kasper), Jäger - Plöhn, Huth.

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