18. Februar 2021 / 09:43 Uhr

Vor Auswärtsspiel bei MT Melsungen: Nachholspiele bereiten dem DHfK Leipzig Sorgen

Vor Auswärtsspiel bei MT Melsungen: Nachholspiele bereiten dem DHfK Leipzig Sorgen

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
DHfK-Trainer André Haber absolviert mit seiner Sieben den letzten Hinrunden-Spieltag in Hessen.
DHfK-Trainer André Haber absolviert mit seiner Sieben den letzten Hinrunden-Spieltag in Hessen. © Christian Modla
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Schweren Auswärtsgegner vor der Brust: Der SC DHfK Leipzig ist am Donnerstagabend bei der MT Melsungen gefordert. Derweil muss in der Handball-Bundesliga bis Juni ein enger Terminplan gefahren und Nachholspiele über den restlichen Verlauf der Saison gut verteilt werden. Ein durchaus schwieriges Unterfangen.

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Leipzig. Die Fortsetzung der Handball-Bundesliga nach der Weltmeisterschaft in Ägypten verläuft schleppend. Bereits am ersten Spieltag mussten mehrere Begegnungen abgesagt werden. Betroffen davon waren auch Rekordmeister THW Kiel und der SC DHfK Leipzig. Während den Grün-Weißen damit nun zwei Matches der Hinrunde fehlen, sind es bei dem Champions-League-Sieger bereits sechs. Ein kompliziertes Unterfangen, diese noch vor dem Saisonende nachzuholen. Auch für die fehlende Begegnung gegen die Sachsen gibt es noch keinen neuen Termin. DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther bleibt dennoch optimistisch: „Die betroffenen Teams haben sich in den gemeinsamen Gesprächen über den weiteren Verlauf der Saison zuversichtlich geäußert, dass sie die gesamten 38 Spiele bestreiten können. Wir haben uns aus existenziellen Gründen dazu entschieden, die volle Saison zu spielen.“

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Kein fairer Wettbewerb in dritter Liga

Wie knapp die Terminierung vor allem für Kiel und Melsungen (ebenfalls erst zwölf Spiele) werden könnte, ist dennoch nicht von der Hand zu weisen. „Wir müssen bis zum 30. Juni durch sein, dann laufen die Verträge mit den Spielern aus. Alle Spiele, die wir bis Ende Mai verlegen, müssen wir irgendwie in den Juni quetschen. Die Hoffnung ist natürlich, dass wir die Nachholspiele über den restlichen Verlauf der Saison gut verteilen können.“ Das hat zumindest mit den ersten beiden Nachholspielen der DHfK-Handballer gut funktioniert. Nach der Partie am Donnerstag (19 Uhr) bei der MT Melsungen steht für die Grün-Weißen am 4. März das Nachholspiel gegen Essen an – damit setzen die Leipziger endlich einen Haken hinter die ausgefallenen Spiele nach dem Covid-Ausbruch im Oktober vergangenen Jahres.

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Für die Nachholpartien in der 3. Liga sieht Günther hingegen schwarz. „Rein aus der Perspektive der Ausbildung für die jungen Spieler, wäre es natürlich schön, wenn es in der 3. Liga wieder Spiele gibt. Eine Liga mit Wertung zu Auf- und Aufsteigern ist meiner Meinung nach nicht mehr möglich.“ Genau das ist aber der aktuelle Plan. Ein großer Fehler, befindet der DHfK-Manager. „Über ein Relegationsturnier sollen nun die Aufsteiger gefunden werden – aus Teams, die bis dahin kaum Spiele bestreiten und jetzt wild Spieler verpflichten um aufzurüsten“, erklärt Günther, der darin keinen fairen Wettbewerb erkennen kann. „Zur gleichen Zeit müssen Zweitligisten um ihre Existenz kämpfen, 40 Spiele bestreiten, das Geld für die gesamten PCR-Tests aufbringen und am Ende steigen von diesen Teams welche ab. Das passt nicht in mein Verständnis von einem fairen Wettbewerb, das ist ein Witz“, führt er aus.