12. Februar 2021 / 15:16 Uhr

Vor dem 21. Bundesliga-Spieltag: Guido Schäfers Blick in die Glaskugel

Vor dem 21. Bundesliga-Spieltag: Guido Schäfers Blick in die Glaskugel

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Guido Schäfer erwartet Probleme für den FC Bayern gegen Bielefeld.
Guido Schäfer erwartet Probleme für den FC Bayern gegen Bielefeld. © Getty Images
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Die Bayern sind Weltpokalsieger und der Bundesliga-Konkurrenz enteilt. Oder etwas doch nicht? Geht es nach SPORTBUZZER-Reporter Guido Schäfer, ist das letzte Wort in Sachen Meisterschaft noch nicht gesprochen. Und der 21. Spieltag könnte ein Grund dafür sein.

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Diese Nummer schaffte es in alle Breaking News: Die Bayern hängen auf dem Rollfeld des BER in einem Jet der Qutar Airlines fest. Man muss sich die Konversation zwischen Co-Pilot Kalle Rummenigge und dem Tower so vorstellen. Rummenigge: „Hello, we are the champions, my friend, we want to fligh to Katar. We are on a important german mission, we want six. Do you understand? Six, my friend!“

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„Juppe“, antwortet der Tower-Mann, der vom Prenzlauer Berg kommt, „Sex wär juut. Wat macht ihr uff meim Rollfeld? Ihr wollt abheben? Vom BER? Geht nüsch, icke bin nur hier, um meene Begonien zu gießen. Jute Nacht.“

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Der Rest der Geschichte geht so: Nach einem siebenstündigen Überlebenskampf im parkenden First-Class Jet ging es im nationalen Auftrag über Umwege los. Beim Rückflug nach Germany stand ein riesiger goldener Pott in der Bord-Toilette - und nicht wenige der Bayern-Stars fragten sich, wen oder was sie da gewonnen hatten.



Vorsprung wird schrumpfen

Am Montag werden die Bayern den 21. Spieltag mit dem Heimspiel gegen Bielefeld beschließen. Dann werden sie den heißen Atem der am Auspuff drängelnden Konkurrenz spüren. Dann werden sie feststellen, dass es ohne Thomas Müller, der in Doha positiv auf Corona getestet wurde, auch gegen Bielefeld nicht geht. Und sie werden geloben, nie mehr zur Club-WM, so heißt das Begängnis im Fußball-Stiefmutterland Katar, zu fliegen. Ja, Reisen bildet.

Nach dem Freitagspiel RB gegen Augsburg schrumpft der Bayern-Vorsprung auf vier Punkte. Mehr als ein 1:0-Sieg ist RB nicht möglich, weil ihre Quote aus Chancen und Toren sehr viel zu tun hat mit jener aus Abflugswilligen und Abfliegenden am BER. Wenn man einen Heimsieg vom RB am 3. April gegen Bayern in Stellung bringt (1:0, höchstens), ist es nur noch ein Punkt, der Lederhose von Hörnern trennt.

Vielleicht kommt ja aber auch alles ganz anders und die beängstigend gut kickenden Seriensieger aus Frankfurt und Wolfsburg machen das Rennen unter sich aus.